Unternehmenspleiten und Wirtschaftskrise: Die wahren Gründe & was zahlreiche Umfrageergebnisse sagen

Die Zahl der Insolvenzen steigt nach wie vor. Laut dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln wurden für das erste Halbjahr 2010 knapp 16.500 Unternehmenspleiten gemeldet, zwei Prozent mehr als im selben Zeitraum 2009. Ein Ergebnis, dass allein auf die schwierige Wirtschaftslage der jüngsten Vergangenheit zurück zu führen ist? Sicher nicht, denn die Wirtschaft ist nachweislich deutlich robuster, als es diese Zahlen vermuten lassen.

Es ist nicht die wirtschaftliche Lage, die viele Unternehmen dazu zwingt, Kurzarbeit einzuführen, Weihnachts- und Urlaubsgelder zu streichen und Mitarbeiter zu entlassen. Es sind auch nicht die Mitarbeiter, die zu wenig Motivation an den Tag legen und so das Unternehmen lähmen. Vielmehr mangelt es an der Qualität der Unternehmensführung. Oft sind es die Unternehmer und Führungskräfte selbst, die ihre Firmen herunterwirtschaften, ihre Mitarbeiter falsch motivieren, weil sie sich nicht in die Karten gucken lassen wollen.

Es geht darum, Verantwortung statt Aufgaben zu übertragen, Mitarbeiter am Unternehmensgewinn zu beteiligen und ein Verhältnis von Vertrauen und Offenheit zu schaffen. Ein Erfolgsunternehmer, der mit bestem Beispiel voran geht, ist Rolf Steffen, Trainer und Vorstand der Team Steffen AG aus Aachen. Er ist der Experte, wenn es um partnerschaftliche und effiziente Unternehmens- und Mitarbeiterführung geht und leitet Deutschlands größtes Live-Trainingsinstitut für das Handwerk. Seit mehr als zwei Jahrzehnten führt Rolf Steffen regelmäßig Umfragen unter Führungskräften und Mitarbeitern im deutschsprachigen Raum durch. Diese Ergebnisse decken die wahren Gründe für Erfolglosigkeit und steigende Insolvenzen auf. Daraus hat Rolf Steffen nun das folgende Thesenpapier aufgestellt, hinterfragt und bewiesen.

1. Kernthese

Unternehmer und Führungskräfte tragen in vielen Branchen erheblich dazu bei, dass es ihren Unternehmen wirtschaftlich schlecht geht.

Der mangelnde Erfolg vieler Wirtschaftsunternehmen im Produktions- und Dienstleistungsgewerbe geht nicht nur auf äußere Einflüsse wie schwierige wirtschaftliche Bedingungen oder eine Krise zurück. Auch sind in den meisten Fällen mangelnder Einsatz und eine fehlende Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen nicht die ausschlaggebenden Ursachen schlechter Umsätze und Wirtschaftlichkeit. Im Gegenteil: Das Potenzial der meisten Mitarbeiter wird von Unternehmern und Führungskräften selten erkannt und somit zu wenig gefördert und genutzt. Die übertriebene Verschlossenheit innerhalb der Führungsriegen, das mangelnde Vertrauen in die Mitarbeiter sowie eine miserable Informationspolitik und fehlende Transparenz setzen oft eine Entwicklung in Gang, an deren Ende nicht nur schlechte Umsätze, sondern Entlassungen und Unternehmenspleiten stehen.

2. Hauptthesen (begründet auf Umfrageergebnissen und jahrzehntelanger Erfahrung)

a. Mitarbeiter, die nicht in die unternehmerische Planung einbezogen werden, können zwangsläufig keine Verantwortung übernehmen.
b. Mitarbeiter, die informiert sind und in die Planung integriert werden, können nicht anders, als Verantwortung zu übernehmen und zum Unternehmenserfolg beizutragen.
c. Mangel an Transparenz und Informationsfluss hemmt Unternehmenserfolge und schafft Raum für Misswirtschaft in allen Bereichen.
d. Viele Unternehmer und Führungskräfte möchten sich nicht in die Karten gucken lassen, und hegen Misstrauen. Sie übersehen dabei, dass informierte Mitarbeiter den Unternehmenserfolg langfristig und nachhaltig steigern.
e. Viele Unternehmen geben vor, das Potenzial ihrer Mitarbeiter zu fördern und zu nutzen, misstrauen ihnen aber in Wahrheit und schädigen das Unternehmen dadurch doppelt.

3. Die Umfrageergebnisse konkret (auf empirischer Basis)

a. Rund 90% der Mitarbeiter kennen weder Umsatz noch Gewinn des Unternehmens.
b. Über 90% schätzen den Gewinn des Unternehmens völlig falsch ein. Sie überschätzen ihn und gehen im Schnitt von 25% Reingewinn aus. Den meisten Chefs sind diese Fehleinschätzungen bewusst und sie wissen auch, wie schädlich diese sind.
c. Über 90% der Unternehmer informieren ihre Mitarbeiter nicht regelmäßig über die aktuelle betriebswirtschaftliche Entwicklung.
d. Über 90% der Unternehmer und Führungskräfte geben ihren Mitarbeitern keinen oder unzureichenden Einblick in die unternehmerische Planung.
e. Rund 80 % der Mitarbeiter haben keine konkrete Vorstellung von den Unternehmenszielen des laufenden Jahres.
f. Rund 75 % der Mitarbeiter sind bereit, private Zeit zu investieren, um mehr Informationen über Ziele des Unternehmens zu erfahren.
g. Über 90% der Unternehmen haben keine schriftlich festgelegte Unternehmensphilosophie oder Qualitätspolitik.
h. Rund 80 % der Mitarbeiter haben keine Ahnung von der Entwicklung der Produktivität und der Fehlerkosten.
i. Über 90% der Unternehmen beteiligen ihre Mitarbeiter nicht am Unternehmensgewinn.


Zur Person: Rolf Steffen und die Team Steffen AG

Rolf Steffen baute sein Unternehmen (1983 als Ein-Mann-Betrieb gegründet) gemeinsam mit seinem Bruder Udo zu einem der innovativsten Handwerksunternehmen der Branche aus, das mittlerweile über 50 Mitarbeiter beschäftigt. Parallel dazu hat Steffen ein einzigartiges Weiterbildungsinstitut gegründet. Es ist das einzige Live-Trainingsinstitut für das Handwerk. Auf der Basis der eigenen Erfahrungen entwickelten die Gebrüder Steffen ein ganzheitliches Management- und Qualifizierungs-Modell, die UPTODATE-Offensive©. Über 200 Unternehmen besuchten die Seminare im bundes-weiten kompetenz[team]handwerk® und besitzen heute die TÜV-Zertifizierung „Profi im Handwerk“.

2009 wurde die Team Steffen AG als „Exzellente Wissensorganisation“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie ausgezeichnet. Im gleichen Jahr rief Rolf Steffen gemeinsam mit seiner Frau Karin die „Initiative für mehr Wertschätzung“ ins Leben, die seitdem in Wirtschaft, Politik und Bildung immer höhere Wellen schlägt. Neben zahlreichen Politikern und Unternehmen unterstützt auch Familienministerin Dr. Kristina Schröder die Kampagne.

Mehr Informationen: www.steffen.de / www.uptodate-offensive.de / www.mehr-wertschätzung.de.

4. Beispiel eines erfolgreichen, expandierenden Unternehmens

Aufgrund seiner Erfahrungen und der vielen Umfrageergebnisse der letzten Jahrzehnte hat sich Rolf Steffen als Unternehmer dazu entschlossen, seine Mitarbeiter zu 100 Prozent in die Unternehmens-planung mit einzubeziehen. So fördert er ihren Ehrgeiz und gibt ihrem Potenzial in vollem Umfang Raum. Denn er ist überzeugt: „Mitarbeiter, die Verantwortung tragen, sind zufriedener. Und wenn es den Mitarbeitern gut geht, dann geht es auch dem Unternehmen gut. Das weitverbreitete Denken ‚Wenn es dem Chef gut geht, dann geht es auch den Mitarbeitern gut‘ ist dagegen schlicht falsch.“

Rolf Steffen weiß: „Die deutsche Wirtschaft ist bärenstark, die Motivation unserer Mitarbeiter ist sehr gut, unsere Gesellschaft ist realistisch, leistungsbereit und werteorientiert. Allein machtbesessene und gierige Manager, fehlende Ethik oder eine stümperhafte Regierung können die Moral der Leistungsträger und ein werteorientiertes Unternehmertum zerstören.“

Sowohl in seinem Unternehmen als auch in den Seminaren und Fortbildungen legt Rolf Steffen absoluten Wert auf Transparenz und Gerechtigkeit. Dazu bietet die Team Steffen AG beispielsweise jeden Monat ein so genanntes ZDF-Frühstück an. Dabei werden jedem (!) interessierten Mitarbeiter alle Zahlen, Daten und Fakten der letzten vier Wochen sowie die Ziele und Vorhaben der Zukunft präsentiert. Die Folge: Alle Unternehmensziele sind jedem verständlich, und es wird verhindert, dass die Mitarbeiter Umsatz-, Kosten- und Gewinnverhältnis falsch einschätzen. Jeder Einzelne kennt sowohl seine Aufgaben und Ziele als auch seinen Wert im Unternehmen. Dadurch können sich die Mitarbeiter deutlich mehr mit der Firma identifizieren, höhere Motivation entwickeln und bessere Ergebnisse erzielen. Außerdem hat die Team Steffen AG ein Gewinnbeteiligungssystem entwickelt, die Leo-Gewinnbeteiligung® (Leo = leistungs- und erfolgsorientiert). Jeder Mitarbeiter, von der Reinigungskraft bis zum Manager, wird anteilsmäßig am effektiven Gewinn des Unternehmens beteiligt und kann diesen auch bis ins Detail nachvollziehen. Verantwortung wird also nicht nur inhaltlich übertragen, sondern auch finanziell belohnt.

Rolf Steffens Erfahrungen beweisen: „Mitarbeiter müssen als Menschen und nicht als Kostenstellen begriffen werden. Nur auf dem Fundament von Glaubwürdigkeit und mit der Bereitschaft, alle Mitarbeiter am Erfolg teilhaben zu lassen, können praxisgerechte Modelle in Unternehmen eingeführt werden. Unternehmen, denen es gelingt, alle Potenziale ihrer Mitarbeiter zu aktivieren, sind in ihrem Wettbewerb unschlagbar. Eine lückenlose Transparenz ist dafür allerdings Voraussetzung.“

Damit zeigt die Team Steffen AG, wie gute Unternehmensführung funktioniert. Rolf Steffen erfährt täglich, dass Menschen ihr Herzblut nur dann investieren, Verantwortung tragen und zum langfristigen Erfolg des Unternehmens beitragen, wenn sie wissen, wofür sie all das tun. Und wenn sie Teil der Unternehmensethik und -planung sind. Dieses Wissen und diese Überzeugung setzt er täglich im eigenen Unternehmen um und lehrt auch seine Seminarteilnehmer, mit mehr Transparenz, Vertrauen und gemeinsamem Denken erfolgreich zu sein.

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  2 comments for “Unternehmenspleiten und Wirtschaftskrise: Die wahren Gründe & was zahlreiche Umfrageergebnisse sagen

  1. 9. Oktober 2010 at 14:57

    Auch der Imagefilm ist sehr empfehlenswert: http://www.youtube.com/watch?v=tLHwtYrBMsM

    Da könnte sich die Finanzbranche ein Beispiel nehmen!

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