Der Mais ist heiß!

20. August 2012
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Vor ca. 18 Monaten wurde der Biokraftstoff E10 eingeführt. Er sollte zur Schonung der Umwelt wie der der Ressourcen beitragen und auch den Geldbeutel der Autofahrer schonen. Leider hatte hier der Gesetzgeber die Rechnung ohne den Autofahrer gemacht. Nach einer zugegebener Maßen schlechten Informationskampagne entschied sich der deutsche Autofahrer, diesen eigentlich sehr sinnvollen Kraftstoff zu meiden, frei nach dem Motto,“ nur das Beste und Teuerste für das liebste Kind.“ Wer weiß, welche Schäden der suspekte Treibstoff hervorruft?

Dabei wurde die Tatsache völlig außer Acht gelasen, dass in den USA E10 schon seit vielen Jahren Pflicht ist und deutsche Autos problemlos damit funktionieren. Und im großen VWProduktionsland Brasilien wird seit Jahrzehnten wesentlich mehr als 10% Bioethanol beigemengt.

Nun stehen in einem Jahr Wahlen an und Politik wie auch Mineralölindustrie suchen nach einem Weg, ohne Gesichtsverlust aus der E10 Misere herauszukommen. Anstatt die Vorteile des E10 zu propagieren wird die Dürre in der Kornkammer der Welt, den USA, ausgenutzt und auch die Hungersnöte auf dem schwarzen Kontinent. Man hat entdeckt, dass der Mais, ein Grundstoff für E10, viel zu wertvoll ist um in den Tank geschüttet zu werden. In Zeiten steigender Getreidepreise ist ein Schelm, wer dabei Böses denkt. Schon werden Rufe aus der Politik nach einem sofortigen E10 Verbot laut. Leider wird dabei völlig auf Fakten verzichtet, die wir hier einfach einmal offenlegen:

  • Selbst in den Hochleistungskraftstoffen mit 110 Oktan ist 5% Ethanol enthalten
  • In Summe wird also für alle anderen Kraftstoffarten ein Vielfaches mehr Ethanol benötigt als wie für den Ladenhüter E10
  • Sicherist es einfach, aus Mais oder anderen Getreiden Ethanol zu produzieren, aber der Prozess funktioniert auch bei jeder anderen Biomasse, wie zum Beispiel dem Grünschnitt, dem Abfall der Maisproduktion, zum Beispiel
  • Schäden an den Fahrzeugen ist durch E10 nicht nachweisbar, lediglich der Verbrauch steigt geringfügig.
  • Genau so wie die Entwicklung und Produktion von Elektro- und Hybridfahrzeugen nur schleppend voran geht, wird auch die Einführung von alternativen Kraftstoffen torpediert.

Schaut man sich einfach einmal das Verhalten der Politik in Dingen , welche sich auf mächtige Wirtschaftszweige beziehen, hier seien neben der Welt der Automobile nur das „herumdoktern“ an der Gesundheitspolitik genannt, so stellt sich sicher der eine oder andere die Frage, wer die Geschicke des Landes in der Hand hält.

 



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