Hohes Risiko für Senioren im Straßenverkehr / Nach dem schweren Unfall in Wuppertal, die Allianz reagiert

13. September 2012
von

www.bellevue.ch

 

  • Bis 2050 ist in Deutschland jeder fünfte über 75 Jahre alt
  • Rapider Anstieg älterer Menschen und mehr Verkehr in Megastädten
  • Unfallhäufigkeit nimmt ab Alter 75 überproportional zu

 

 

 

Nach dem am 03.09.2012  bei einem schweren Verkehrsunfall, der durch eine 80 jährige Seniorin verursacht, wurde 12 Menschen schwer und 2 Kinder lebensgefährlich Verletzt wurden, hat die Allianz Versicherung bereits reagiert und angekündigt die Tarife der KFZ Haftpflicht entsprechend anzupassen.

Dazu bliebt noch zu erwähnen,dass technische Hilfsmittel und eine Anpassung der Tarife sicher nicht die einzigen Mittel sind. Einsicht der erfahrenen Verkehrsteilnehmer sowie eine regelmäßiger Medizincheck  und auch eine entsprechende psychologische Untersuchung schon beim Führerscheinerwerb würden die Sicherheit auf unseren Straßen deutlich erhöhen!

Demografischer Wandel / Konsequenzen für die Verkehrssicherheit

Wer im Jahr 1970 in New York oder Tokio City lebte, gehörte – trotz der über 10 Millionen
Menschen in diesen Städten – weltweit zu einer Minderheit. Heute gibt es schon 23 dieser
sogenannten Megastädte, in denen fast jeder 10. Mensch der Welt lebt. Die 2.3 Milliarden
Menschen, um die die Weltbevölkerung ab heute bis zum Jahr 2050 anwachsen wird,
werden laut Experten allein von städtischen Gebieten aufgenommen. Damit werden gemäß
einer UN-Studie rund 67 Prozent aller Menschen im Jahre 2050 auf der Erde in Städten
leben. Die Zahl der Megastädte könnte bis dahin auf weltweit bis zu einhundert ansteigen.
Bedenkt man die Menschenmassen, die sich darin täglich bewegen müssen und den
unerträglichen Straßenverkehr, ist klar, dass unsere heutigen Verkehrskonzepte den
Ansprüchen nicht mehr standhalten werden. Bis neue Konzepte umgesetzt sind, müssen die
schwächsten Teilnehmer im Straßenverkehr geschützt werden. „Es steht fest, dass in einer
alternden Gesellschaft das Thema Verkehrssicherheit an Bedeutung gewinnt. In
Deutschland, den USA und Europa wird sich die Zahl der über 75-Jährigen bis zum Jahr
2050 verdoppeln, in Asien sogar vervierfachen. Allein bis zum Jahr 2030 werden in
Deutschland rund 13,5 Prozent der Menschen über 75 Jahre alt sein. Lebensqualität im Alter
bedeutet aber auch dann noch mobil zu sein, wenn Sehen, Hören, Beweglichkeit und
Reaktionsfähigkeit schleichend abnehmen“, erklärt Brigitte Miksa, Demografie-Expertin der
Allianz.
Da die Menschen in den meisten Teilen der Welt eine immer höhere Lebenserwartung
haben, steigt die Zahl älterer Menschen im Straßenverkehr rapide an. Das Allianz Zentrum
für Technik (AZT) hat im Rahmen der Mitgliedschaft in der Europäischen Charta für
Straßenverkehrssicherheit gemeinsam mit dem Europäischen Verkehrssicherheitsrat die
Unfallhäufigkeit bei älteren Menschen untersucht und festgestellt: Während die
Unfallhäufigkeit bei den über 65-jährigen Senioren erstmal unauffällig bleibt, nimmt sie ab
dem 75. Lebensjahr überproportional zu. “Ursache für die Unfälle in der Altersgruppe über 75 Christoph Lauterwasser, Geschäftsführer des AZT.
Fahrerfahrung schützt bis zum 75.ten Lebensjahr
„Zunächst kompensieren ältere Menschen zunehmende körperliche Schwächen mit der
großen Erfahrung am Steuer oder einer vorsichtigen Fahrweise“, so Christoph Lauterwasser.
Im Schnitt bleibt deshalb die Anzahl der verursachten Unfälle bei älteren deutlich unter dem
Niveau der ganz jungen Fahrer.
Auffallend ist jedoch, dass sich ab einem Alter von 75 Jahren die Fahrfehler merklich häufen.
“Die Gruppe der über 75-Jährigen hat im Vergleich zu den jüngeren Senioren ein um 45
Prozent höheres Risiko, einen Unfall zu verursachen”, zeigt Christoph Lauterwasser auf.
Ältere Menschen sind häufiger Unfallopfer als Fußgänger oder Radfahrer
Viele Senioren verzichten laut AZT von selbst auf das Fahren und geben freiwillig den
Führerschein ab. Doch auch als Fußgänger oder Fahrradfahrer lauern Gefahren: So sind
zwei Drittel aller Verkehrstoten unter den Senioren nicht die Verursacher eines Unfalls,
sondern Opfer, während im Vergleich jüngere Verkehrsteilnehmer nur zu einem Drittel Opfer
und zu zwei Dritteln Verursacher eines Unfalls sind.
Dabei können für Senioren auch kleinere Maßnahmen an der Verkehrsinfrastruktur sehr
wirkungsvoll sein: Mehr Sitz- und Rastgelegenheiten für Fußgänger, längere
Ampelschaltungen oder geringere Laufgeschwindigkeiten von Rollbändern- und Treppen
könnten das Leben älterer Menschen sicherer machen.
Länger sicher Autofahren: Lösungen an der Technik des Autos
Innovative Fahrzeugtechnologien – sogenannte Fahrer-Assistenz-Systeme – können das
Fahren für alle und besonders für ältere Menschen erleichtern und somit länger sicheres
Fahren ermöglichen. Das AZT begleitet die Entwicklung innovativer Fahrer-Assistenz-
Systeme durch regelmäßige Unfallstruktur- und Wirksamkeitsanalysen.
Untersucht wurden die vier noch in der Entwicklung befindlichen Fahrer-Assistenz-Systeme
„Aktive Gefahrenbremsung“, „Kreuzungsassistenz“, „Sicherheit für Fußgänger und
Radfahrer“ und „Integrierte Querführung“. „Bei flächendeckender Ausstattung mit
beispielsweise diesen Systemen, könnte rund die Hälfte der Unfälle mit Personenschäden
vermieden werden oder deren Schwere reduziert werden“, blickt Lauterwasser in die
Zukunft. Bei der Weiterentwicklung der Fahrer-Assistenz-Systeme muss allerdings ein
großes Augenmerk auf der einfachen Bedienung wie beispielsweise der Lesbarkeit der
Displays liegen – sonst erfahren diese bei Senioren keine Akzeptanz.
Mobilität im Alter – ein wichtiger Faktor der Lebensqualität
Mobilität bedeutet gerade im Alter soziale Aktivitäten und gesellschaftliche Teilhabe. Dies
führt zu höherer Zufriedenheit und sichert Lebensqualität. Gemäß der Studie des AZT erfüllt
das Auto den Bedarf nach individueller Mobilität auch bei Senioren und stellt so das
Verkehrsmittel der Wahl dar: Annähernd zwei Drittel aller Strecken werden mit dem Pkw
zurückgelegt.

Viele Länder reagieren auf die steigende Zahl der älteren Menschen im Straßenverkehr mit strengen Auflagen, wie zeitlich befristeten Führerscheinen, deren Verlängerung an eine
medizinische Untersuchung geknüpft ist. Die Unfallforscher des AZT lehnen jedoch
obligatorische Seh- und Gesundheitstests ab. “Freiwillige Tests sind natürlich
empfehlenswert”, so Lauterwasser. „Aber das Alter an sich sehen wir noch nicht als
ausreichenden Grund, das Führerscheinrecht einzuschränken.“
Gerade für die ganz jungen und die alten Menschen ist der Straßenverkehr schon heute
besonders gefährlich. Verkehrskonzepte von morgen müssen sich darauf konzentrieren,
dass der Verkehr gerade in Megastädten verkraftbar bleibt und dabei allen Altersgruppen
gerecht wird. „In einer alternden Gesellschaft müssen die Bedürfnisse älterer Menschen
stärker in den Fokus rücken. Es erfordert angesichts der demografischen Herausforderung
die Zusammenarbeit der gesamten Gesellschaft, um sichere Mobilität für alle zu
ermöglichen“, fordert Brigitte Miksa.

 

 

Über die Allianz Gruppe

Die Allianz ist zusammen mit ihren Kunden und Vertriebspartnern eine der stärksten Finanzgemeinschaften.
Rund 78 Millionen Privat- und Unternehmenskunden setzen auf Wissen, globale Reichweite, Kapitalkraft und
Solidität der Allianz, um finanzielle Chancen zu nutzen, Risiken zu vermeiden und sich abzusichern.
2011 erwirtschafteten rund 142.000 Mitarbeiter in etwa 70 Ländern einen Gesamtumsatz von 103,6 Milliarden
Euro und erzielten ein operatives Ergebnis von 7,9 Milliarden Euro. Die Leistungen an Kunden summierten
sich auf 86,5 Milliarden Euro.
Dieser Geschäftserfolg mit Versicherungs-, Asset Management- und Assistance-Dienstleistungen fußt
zunehmend auf dem Kundenbedarf nach krisenfesten Finanzlösungen für die alternde Gesellschaft und die
Herausforderungen des Klimawandels. Transparenz und Integrität sind wesentliche Elemente einer
nachhaltigen Unternehmensführung der Allianz SE.
Vorbehalt bei Zukunftsaussagen
Soweit wir in diesem Dokument Prognosen oder Erwartungen äußern oder die Zukunft betreffende Aussagen
machen, können diese Aussagen mit bekannten und unbekannten Risiken und Ungewissheiten verbunden
sein. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können daher wesentlich von den geäußerten
Erwartungen und Annahmen abweichen. Neben weiteren hier nicht aufgeführten Gründen können sich
Abweichungen aus Veränderungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und der Wettbewerbssituation, vor
allem in Allianz Kerngeschäftsfeldern und -märkten, aus Akquisitionen sowie der anschließenden Integration
von Unternehmen und aus Restrukturierungsmaßnahmen ergeben. Abweichungen können außerdem aus
dem Ausmaß oder der Häufigkeit von Versicherungsfällen (zum Beispiel durch Naturkatastrophen), der
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Entwicklung der Schadenskosten, Stornoraten, Sterblichkeits- und Krankheitsraten beziehungsweise -
tendenzen und, insbesondere im Bankbereich, aus der Ausfallrate von Kreditnehmern resultieren. Auch die
Entwicklungen der Finanzmärkte (z.B. Marktschwankungen oder Kreditausfälle) und der Wechselkurse sowie
nationale und internationale Gesetzesänderungen, insbesondere hinsichtlich steuerlicher Regelungen,
können entsprechenden Einfluss haben. Terroranschläge und deren Folgen können die Wahrscheinlichkeit
und das Ausmaß von Abweichungen erhöhen. Die Gesellschaft übernimmt keine Verpflichtung,
Zukunftsaussagen zu aktualisieren.

 

 


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