Online-Magazin zu den Themen Finanzen, Marketing-, Vertrieb- & Investment-Tipps http://www.finanzpraxis.com Wed, 29 Mar 2017 05:58:43 +0000 de-DE hourly 1 Die Hände des Kunden aktivieren http://www.finanzpraxis.com/2017/03/die-haende-des-kunden-aktivieren/ http://www.finanzpraxis.com/2017/03/die-haende-des-kunden-aktivieren/#respond Wed, 29 Mar 2017 05:58:43 +0000 http://www.finanzpraxis.com/?p=22484 Die Hände des Kunden aktivieren

Sie menschliche Hand ist einzigartig und wird im Verkauf immer noch viel zu wenig aktiviert.

Viele denken, wenn es um die Haptik geht, an die Hand. Dabei ist der Tastsinn ein Ganzkörpersinn, wir fühlen mit dem ganzen Körper, selbst die meisten inneren Organe können mit der Außenhaut fühlen.

Wenn man jedoch eine Tastsinn-Hitliste der Organe macht ist die Hand Nr. 1 gefolgt von Lippe und Zunge. Heute möchte ich die Hand besonders in den Vordergrund stellen und Ihnen ein paar einfache Hinweise geben, wie und warum Sie die Hand Ihrer Kunden in Verkauf noch wesentlich mehr einbeziehen sollten.
Die menschliche Hand ist das größte Organ

Roboterhände zeigen die Einzigartigkeit der menschlichen Hand

Das Haptische Einheitsdenkmal

Spruch der Woche

Angebot der Woche
Mit herzlich haptischen Grüßen

Ihr Karl Werner Schmitz

5 Sinne für mehr Erfolg

Die menschliche Hand ist das größte Organ

Über 30% unseres Hirns ist für die Hand da

 

So groß wären unsere Organe, wenn Sie sich nach der Größe der zuständigen Hirnareale bemessen würden. Der abgebildete Penfield-Homunculus zeigt, dass die Hände alleine mehr als 30% des Gehirns brauchen.

Denken Sie im Kontakt zum Kunden daran, dass er so große Hände, die begreifen wollen. Wer ohne die Hände des Kunden verkauft, verzichtet auf 30% des Gehirns.

Übrigens – Das Wort Kontakt kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Kon = mit und taktus = Tastsinn beziehungsweise taktil oder tangieren = berühren. Kontakt bedeutet also miteinander berühren, anfassen und begreifen.

„Der Kunde möchte mit den Händen begreifen!“

Geben Sie dem Kunden deshalb das, worüber Sie sprechen wollen einfach in die Hand. Das ist die beste und einfachste Gesprächseröffnung, die es gibt, mit der garantiert höchsten Erfolgsquote.

Praktische Verkaufstipps:

  • Geben Sie Ihrem Kunden das Produkt oder Muster direkt in die Hand
  • Prospekte oder Tablet ist nicht so gut, wie das Produkt selbst, es sei denn das Produkt ist viel zu groß oder zu klein, eher ekelig oder gefährlich
  • Falls Ihr Produkt nicht zum Anfassen ist, nutzen Sie haptische Verkaufshilfen, um das Kundeninteresse zu öffnen und die Kernaussage begreiflich zu machen.

Hier sehen Sie ein Bild aus einem der ersten Bücher von Samy Molcho „Körpersprache im Beruf“. Der Kunde links ist zu und verschlossen, dann gibt Samy ihm eine Tasse Kaffee. Sobald diese in die Reichweite des Kunden kommt, öffnet er sich freundlich und kann sich dagegen kaum wehren.

Wenn Sie keinen Kaffee verkaufen, nehmen Sie direkt das Produkt, Muster oder die Haptische Verkaufshilfe, die Ihre Aussage ideal verkörpert.

Fazit:
Die Haptische Gesprächseröffnung ist wesentlich einfacher als über Hören und Sehen.

Sobald der Kunde etwas Körperliches annimmt, ist er auch bereit die geistige Botschaft anzunehmen.

Wenn Sie mehr wissen wollen, wie einfach Haptisches Verkaufen für Sie funktioniert, kommen Sie zu einem der nächsten exklusiven Impuls-Trainings.

Roboterhände zeigen die Einzigartigkeit der menschlichen Hand

Die menschliche Hand ist einzigartig

 

Es ist sehr interessant, dass die Entwicklung von Robotern und besonders von Roboterhände scheinbar besser herausfindet, wie genial die menschliche Hand ist, als die biologischen Wissenschaften.

Wissenschaftler der Universität von Bristol wollen in den nächsten Jahren ein biometrisches Vorderhirn entwickeln zur Steuerung von Roboterhänden. Und diese Aufgabe ist hochkomplex und die Roboterhände müssen das Fühlen lernen.

Hier die zentrale Erkenntnis von Dr Lepora, Leiter der Gruppe für taktile Robotik:

„Menschen sehen eine Roboter-Revolution vor sich gehen, jedoch können viele Dinge nicht erzielt werden, wenn Roboter keine Hände haben, mit denen sie ihre Umwelt durch Tastsinn geschickt kontrollieren können.

Es geht darum, taktile Hände und Algorithmen, die auf der Funktion des Gehirns basieren, zusammen zu bringen. Warum ist das so kompliziert? Die menschliche Hand entwickelte sich über Jahrmillionen. Die menschliche Intelligenz entwickelte sich parallel zu den Händen und hat ihnen zu ihrer einzigartigen Rolle im Tierreich verholfen, nämlich in der Lage zu sein ihre Umwelt so tiefgründig manipulieren zu können. Folglich ist das Replizieren dieser Fähigkeit in robotischen Geräten sowohl eine Herausforderung als auch eine Inspiration.“

Hier können Sie den ganzen Bericht lesen…

 

Vielleicht ist es sogar richtig zu sagen, dass die menschliche Intelligenz sich nicht mit den Händen, sondern durch die Hände entwickelt hat. Und das wir ohne aufrechten Gang und Hände, die frei handeln, festhalten und begreifen können, nicht Menschen wären.

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„Schöne neue Welt“ http://www.finanzpraxis.com/2017/03/schoene-neue-welt/ http://www.finanzpraxis.com/2017/03/schoene-neue-welt/#respond Wed, 29 Mar 2017 05:53:15 +0000 http://www.finanzpraxis.com/?p=22482 Der aktuelle Neuwirth Finance Zins-Kommentar

Nur drei Monate hat die US-Notenbank Fed gebraucht, um erneut ihren Leitzins um 25 Basispunkte anzuheben. Derzeit liegt der Korridor bei 0,75 bis 1 Prozent. So erfüllen die amerikanischen Währungshüter alle Markterwartungen. Erfahren Sie in der heutigen Ausgabe des Zinskommentars mehr über die angebliche Zinswende in den Vereinigten Staaten und die Auswirkungen auf die Eurozone.

 

 

Markt-Monitoring und Ausblick
Kurzfristiger Zins: Der 3-Monats-Euribor sinkt minimal und steht damit bei – 0,33%. Ein leichtes Abfallen in Richtung -0,4 % halten wir nach wie vor für sehr wahrscheinlich. Dies ist der aktuelle Stand der Einlagenfazilität der EZB.

Langfristiger Zins: Der 10jährige SWAP-Satz steigt leicht und liegt derzeit bei 0,80 %. Wir erwarten weiterhin niedrige SWAP-Sätze zwischen 0,20% – 1,00%.

 

 

Es ist die dritte und wahrscheinlich nicht die letzte Zinserhöhung seit der Weltwirtschaftskrise vor neun Jahren. Weitere Zinserhöhungen kündigte die Fed bereits für das laufende Jahr an. Damit könnte der Leitzins in den USA auf 1,5 Prozent steigen und die FED somit von der ultralockeren Zinspolitik auf eine lockere Zinspolitik umsteigen. Der Zinsschritt beruht vor allem auf der stabilen Wirtschaftslage und einer Arbeitslosenquote von nur 4,7 Prozent. Auch das Vermögen der amerikanischen Haushalte zog in den letzten Jahren durch steigende Immobilienpreise und dem florierenden Aktienmarkt deutlich an. Nun ist es Zeit, die Wirtschaft vor einer Überhitzung zu bewahren und die Kreditnachfrage zu bremsen.

 

Der Dollar wertete überraschenderweise im Zuge der Zinserhöhung ab. Eigentlich hätte der amerikanische Devisenmarkt positiv auf die Entscheidung der Fed reagieren müssen. Erklären lässt sich diese Auswirkung zu einem  Teil durch sich verdichtende Unsicherheiten in den USA. Die Begeisterung von Trump scheint gebremst zu sein. Und auch der Wahlausgang in den Niederlanden setzte ein Zeichen für ein stabiles Europa. Die Aktienmärkte hingegen reagierten positiv auf die Leitzinsanhebung. Ein Großteil der Anleger scheint den Entschluss als Beleg dafür zu sehen, dass es mit der Wirtschaft wieder bergauf geht.

 

Doch was bedeutet das für Europa? Grundsätzlich hinkt die Europäische Zentralbank (EZB) immer mit ihren Zinsschritten einige Monate hinterher und es scheint, als ob die Währungsunion eine längere Durststrecke vor sich haben wird. Die Kerninflationsrate liegt immer noch bei nur etwa 0,9 Prozent. In den USA bewegt sie sich schon seit dem Jahr 2012 zwischen 1,6 bis 2,3 Prozent. Sollte der Dollar in den nächsten Monaten auf die Zinserhöhung reagieren, könnte das europäische Waren auf dem Weltmarkt billiger machen und der Währungsunion weiter Auftrieb verleihen.

 

Auch wenn immer wieder die Unabhängigkeit der Notenbanken betont wird, ist Trump wie so häufig ein Sonderfall. Denn der amerikanische Präsident ist vehement gegen die Anhebungen der Fed und äußert immer wieder öffentlich seine Missgunst über deren Präsidentin Janet Yellen. Ob ein erstarkender Dollar die amerikanische Konjunktur derart in Mitleidenschaft ziehen wird, dass die Fed ihre Pläne für weitere Zinsschritte anpassen muss, bleibt abzuwarten. Die Anhebung hatte überschaubare Effekte, da die Märkte bereits damit gerechnet hatten. Die EZB wird sich davon nicht beirren lassen und weiter ihre Linie der Nullzinspolitik bis Ende des Jahres fortführen.

 

Gefällt Ihnen unser Zins-Kommentar und haben Sie Wünsche und Anregungen? Dann schreiben Sie uns gerne direkt an neuwirth@neuwirth.de. Selbstverständlich freuen wir uns auch über Lob und eine gute Referenz auf facebook

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NNIP Kolumne: Brasilien – kein anderes Schwellenland hat derzeit eine höhere Reformdynamik http://www.finanzpraxis.com/2017/03/nnip-kolumne-brasilien-kein-anderes-schwellenland-hat-derzeit-eine-hoehere-reformdynamik/ http://www.finanzpraxis.com/2017/03/nnip-kolumne-brasilien-kein-anderes-schwellenland-hat-derzeit-eine-hoehere-reformdynamik/#respond Tue, 28 Mar 2017 06:56:23 +0000 http://www.finanzpraxis.com/?p=22479 Maarten-Jan Bakkum, Senior Strategist, Emerging Markets bei NN Investment Partners

 

Weitreichende Reformen des Rentensystems geplant, um Staatshaushalt und Verschuldung beherrschbar zu gestalten.

Dennoch ist der brasilianische Markt – 2016 einer der am besten abschneidenden Märkte – zuletzt unter Druck geraten.

Grund dafür ist die Unsicherheit über eine mögliche Verwässerung der Reformvorschläge aufgrund vermutlich zunehmender Proteste.

Im April dürfte klar sein, wann der Kongress über die Reformen abstimmt – letztlich werden sie aber umgesetzt.

 

Ein wichtiger Eckpfeiler der Rentenform ist, dass das durchschnittliche Renteneintrittsalter unweigerlich von 55 auf 65 Jahre angehoben wird. Außerdem werden die Regeln für Männer und Frauen angeglichen (derzeit gehen Frauen in Brasilien im Durchschnitt fünf Jahre eher in Rente als Männer). Über diese beiden Grundsätze wird die Regierung von Michel Temer nicht mit sich reden lassen. Nur das Tempo der Reformen ist verhandelbar. Wenn zu viele Zugeständnisse gemacht werden, könnte Sorge in Bezug auf die Tragbarkeit der Staatsverschuldung aufkommen. Selbst wenn die Regierung die Pläne wie vorgeschlagen umsetzt, dürfte die Staatsverschuldung von derzeit 70 auf rund 95 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) ansteigen. Schon bei kleineren Änderungen an den Reformvorschlägen könnte die Schuldenquote daher rasch auf über 100 Prozent schnellen. Derzeit beläuft sich das Haushaltsdefizit auf 8 Prozent des BIP. Da die Zinsen in den vergangenen Monaten stark gesunken sind, ist es bereits deutlich niedriger als vor einem Jahr (11 Prozent). Aber schon bei kleinsten Zweifeln an der Umsetzung der Rentenreformen würden die Zinsen wieder steigen, was eine Stabilisierung der Schuldenquote erschweren würde

 

Es ist wirklich ein Wunder, dass der brasilianische Kongress voraussichtlich im Mai über die Rentenreformen abstimmen wird. Noch vor einem Jahr war dies unwahrscheinlich. Allerdings wurde inzwischen das Amtsenthebungsverfahren gegen Präsidentin Dilma Rousseff eingeleitet. Zwar gibt es weiter einige Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Verfahrens, aber die neue Regierung hat die drängendsten Reformen tatsächlich angepackt. Dabei erzielt sie in allen wirtschaftspolitischen Bereichen Fortschritte: Neben dem Plan zur wichtigen Rentenreform wurden auch strikte Vorgaben zur Begrenzung der Staatsausgaben eingeführt, weit verbreitete Kreditsubventionen werden eingedämmt, in mehreren Branchen findet eine Deregulierung und Privatisierung statt, und weitreichende Arbeitsmarkt- und Steuerreformen werden ausgearbeitet. Ein Team von Technokraten soll diese Reformen vorbereiten, und Präsident Temer sowie sein wichtigster Berater Eliseu Padilha haben bewiesen, dass sie sich die erforderliche politische Unterstützung im Kongress sichern können.

 

Erst im Oktober 2018 stehen Präsidentschaftswahlen an, sodass noch Zeit für die Reformpolitik vorhanden ist. Die Übergangsregierung scheint über das Wissen, die Tatkraft und das erforderliche politische Kapital zu verfügen, um die größten wirtschaftlichen Herausforderungen Brasiliens anzugehen. Daher dürfte das Vertrauen in das Land am Zuckerhut weiter wachsen, die Zinsen dürften weiter sinken und das Wachstum sollte sich endgültig wieder beleben. Dennoch bestehen weiterhin Risiken. So könnten Schlüsselpersonen der Regierung Temer zurücktreten, weil sie möglicherweise in einen der größeren Korruptionsskandale verwickelt sind. Oder es könnte aufgrund einer Konjunkturverlangsamung in China zu einer Rohstoffpreiskorrektur kommen. Längerfristig sind die beträchtliche Einkommensungleichheit und das schlechte Bildungssystem ernsthafte Herausforderungen. Die finanziellen Risiken erscheinen jedoch derzeit beherrschbar. Aber noch viel wichtiger ist, dass kein anderes Schwellenland derzeit eine größere Reformdynamik aufweist als Brasilien.

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BGH spricht Machtwort: Zahlreiche Widerrufsbelehrungen auch bei sogenannten Präsenzgeschäften unwirksam! http://www.finanzpraxis.com/2017/03/bgh-spricht-machtwort-zahlreiche-widerrufsbelehrungen-auch-bei-sogenannten-praesenzgeschaeften-unwirksam/ http://www.finanzpraxis.com/2017/03/bgh-spricht-machtwort-zahlreiche-widerrufsbelehrungen-auch-bei-sogenannten-praesenzgeschaeften-unwirksam/#respond Tue, 28 Mar 2017 06:54:09 +0000 http://www.finanzpraxis.com/?p=22476 Der Bundesgerichtshof hat mit Urteil vom 21.02.2017, XI ZR 381/16, entschieden, dass missverständlich formulierte  Widerrufsbelehrungen unabhängig von den besonderen Umständen des Vertragsschlusses unwirksam sind. Die Entscheidung betrifft über den Einzelfall hinaus zahlreiche Widerrufsbelehrungen verschiedener Banken. „Die Rechtsposition des Verbrauchers wird durch das Urteil deutlich verbessert“, meinen Dr. Marcus Hoffmann und Mirko Göpfert, Partner der im Bank- und Kapitalanlagerecht tätigen Kanzlei Dr. Hoffmann & Partner Rechtsanwälte.

Nach der bankenfreundlichen Auffassung einiger Gerichte sollten bei der Beurteilung der Fehlerhaftigkeit einer Widerrufsbelehrung auch die konkreten Umstände des Vertragsschlusses berücksichtigt werden. Dies führte oftmals dazu, dass die Wirksamkeit des Widerrufs verneint wurde, falls aus der subjektiven Sicht des Darlehensnehmers keine Unklarheiten über den Beginn der Widerrufsfrist entstehen konnten.

Der Bundesgerichtshof sprach nunmehr in seinem Urteil vom 21.02.2017, XI ZR 381/16, ein Machtwort. Nach der zutreffenden Auffassung des BGH kommt es allein auf eine objektive Auslegung der Widerrufsbelehrung und nicht auf die Situation des Vertragsschlusses an. Die dem Verfahren zugrunde liegende Widerrufsbelehrung beinhaltet im Hinblick auf den Fristbeginn folgenden Passus:

„Der Lauf der Frist für den Widerruf beginnt einen Tag, nachdem Ihnen

  • eine Ausfertigung dieser Widerrufsbelehrung und
  • die Vertragsurkunde, der schriftliche Vertragsantrag oder eine Abschrift der Vertragsurkunde oder des Vertragsantrags

zur Verfügung gestellt wurden.“

Der BGH stellt in seiner Entscheidung vom 21.02.2017 im Einklang mit seiner bisherigen Rechtsprechung zur Irrelevanz der Kausalität eines Belehrungsfehlers erfreulicherweise klar, dass die Widerrufsbelehrung nicht anhand eines konkludenten gemeinsamen Verständnisses der Vertragsparteien korrigiert werden kann. Die Belehrung ist und bleibt damit fehlerhaft. Dies gilt insbesondere bei sogenannten Präsenzgeschäften, also wenn Angebot und Annahme des Vertrages zeitgleich – regelmäßig in der Filiale der Bank – erfolgten.

Der in vielen Fällen anzutreffenden Argumentation von Banken, dass der Darlehensnehmer über den Fristbeginn nicht im Unklaren sein konnte oder ein diesbezüglicher Irrtum ausgeschlossen sei, ist durch die Entscheidung des BGH endgültig die Grundlage entzogen worden. Denn es kommt nicht darauf an, ob sich der Fehler im Einzelfall auch tatsächlich ausgewirkt hat.

Nach den Erfahrungen der Nürnberger Rechtsanwälte wurden insbesondere durch Genossenschaftsbanken (Raiffeisenbank, Volksbank, Sparda Bank, PSD Bank) aber auch durch zahlreiche andere Banken (beispielsweise BHW Bausparkasse AG) Widerrufsbelehrungen mit falschen Hinweisen zum Fristbeginn erteilt. Darlehensnehmer, die den Widerruf bereits vor dem 21.06.2016 erklärt haben, sollten ihre Rechte daher mit aller Konsequenz verfolgen.

Über Dr. Hoffmann & Partner Rechtsanwälte

Dr. Hoffmann & Partner Rechtsanwälte sind ausschließlich auf dem Gebiet des Bank-, Kapitalanlage- und Immobilienrechts tätig. Ihr Schwerpunkt liegt im Bereich gescheiterter finanzierter Immobilienkapitalanlagen, den so genannten Schrottimmobilien. Die fachspezifisch erfahrenen Anwälte vertreten ausnahmslos Anleger gegenüber finanzierenden Banken, Initiatoren und Vertriebsbeauftragten. Sitz der Kanzlei ist Nürnberg.

 

Weiterführende Informationen: www.drhoffmann-partner.de

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Signaturpflicht ab 1. April: ready2order macht Registrierkassen in 60 Sekunden manipulationssicher http://www.finanzpraxis.com/2017/03/signaturpflicht-ab-1-april-ready2order-macht-registrierkassen-in-60-sekunden-manipulationssicher/ http://www.finanzpraxis.com/2017/03/signaturpflicht-ab-1-april-ready2order-macht-registrierkassen-in-60-sekunden-manipulationssicher/#respond Tue, 28 Mar 2017 06:48:37 +0000 http://www.finanzpraxis.com/?p=22472 Das Wiener Startup ready2order hat 2015 mit seiner Software eines der effizientesten Online-Systeme für Registrierkassen auf den Markt gebracht. Seit Mitte 2016 besteht für alle Unternehmen, deren Jahresumsatz 15.000 Euro überschreitet, die gesetzliche Pflicht, eine Registrierkasse zu nutzen. Übersteigen die Barumsätze 7.500 Euro (inklusive Kredit- und Bankomatkartenzahlungen), muss dem Kunden über die Registrierkasse ein Beleg ausgestellt werden. Demzufolge hatten viele Unternehmer zusätzliche Kosten auf sich nehmen, um ihren Betrieb gesetzeskonform weiterzuführen.

 

Signaturpflicht: Neue gesetzliche Vorgaben treten ab 1. April 2017 in Kraft

ready2order hat ein System entwickelt, das die Verwaltung der Registrierkasse effizient und kostengünstig gestaltet. Eine gesetzliche Neuerung ab 1. April 2017 stellt die Inhaber von Registrierkassen vor eine weitere Herausforderung: Um der Signaturpflicht gesetzeskonform Folge zu leisten, muss das bestehende System so aufgerüstet werden, dass es den notwendigen Anforderungen entspricht.

 

„Die Einführung der Registrierkassenpflicht in Österreich hat ein hohes Maß an Fragen aufgeworfen. Für viele Betriebe besteht noch immer erheblicher Informations- und Aufklärungsbedarf zu den konkreten Rahmenbedingungen. ready2order unterstützt mit seiner umfassenden, zu 100% gesetzeskonformen Lösung die Unternehmer dabei, mehr Zeit für ihr Kerngeschäft zu haben. Die Anschaffungskosten für unser System liegen meist deutlich unter den Kosten für die Aufrüstung einer alten Registrierkasse. Unser leistungsfähiges Kassensystem kann mit nur wenigen Klicks bei FinanzOnline angemeldet werden“, so Markus Bernhart, CEO von ready2order.

 

Mit ready2order die Registrierkasse kostengünstig aufrüsten

Die Lizenz von ready2order ist bereits gegen eine Gebühr ab 19 Euro im Monat erhältlich. Die Registrierkassen-Software ist auch bei allfälligen weiteren Gesetzesänderungen zukunftssicher. Sie erfüllt zu 100 Prozent die gesetzlichen Rahmenbedingungen in Österreich und ist in Verbindung mit einem Zertifikatpaket auch RKSV-ready. Die Lösung von ready2order wird besonders jenen Unternehmern empfohlen, die bereits erhebliche Investitionen mit der Anschaffung einer Registrierkasse getätigt haben und alle weiteren, zur gesetzeskonformen Aufrüstung nötigen Schritte, besonders effizient durchführen möchten.

 

Zudem spart die Anschaffung einer digitalen Registrierkasse erheblichen Mehraufwand, da viele wichtige Funktionen bereits in einem Paket geliefert werden. Eine eigens angefertigte All-In-One-Lösung bietet die Kassensoftware und Hardware in einem und umfasst einen Thermodrucker für die Belege, ein Tablet und kostenfreies A1-Internet. Die vorinstallierte App ermöglicht die Inbetriebnahme in nur wenigen Sekunden.

 

Weitere Infos finden Sie unter www.ready2order.com
ready2order ist eine mehrfach preisgekrönte, mobile Registrierkassen-Lösung aus Österreich, die Smartphones, Tablets und Computer in wenigen Schritten in eine voll funktionsfähige Registrierkasse verwandelt. Eine sichere Cloud-Lösung ermöglicht eine orts- und zeitunabhängige Verwaltung. ready2order erfüllt alle gesetzlichen Auflagen zur Registrierkassenpflicht, die plattformunabhängige POS-Software erstellt Belege, verwaltet Lagerbestände und führt Geschäftsanalysen in Echtzeit durch. Durch das Wegfallen von Kosten für Spezialgeräte ist ready2order ein preiswertes, leistungsfähiges, schnelles und einfach zu bedienendes Kassensystem. ready2order bietet für jedes Unternehmen den passenden Tarif: Gewählt werden kann zwischen einem fixen monatlichen Betrag (ab 19 Euro) oder der flexiblen Guthaben-Option ohne Grundgebühr. Zusätzliche Extras wie Eingabegerät, Bondrucker oder Kassenlade sind in Kombination mit individuellen Gesamtpaketen erhältlich.

 

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Zukunfts- und Expertenkongress 2017 Finanz-, Investment- und Strategieberatung Stuttgart 06. April 2017 http://www.finanzpraxis.com/2017/03/zukunfts-und-expertenkongress-2017-finanz-investment-und-strategieberatung-stuttgart-06-april-2017/ http://www.finanzpraxis.com/2017/03/zukunfts-und-expertenkongress-2017-finanz-investment-und-strategieberatung-stuttgart-06-april-2017/#respond Mon, 27 Mar 2017 08:24:19 +0000 http://www.finanzpraxis.com/?p=22469 Die Veranstaltungsserie meet the experts des Expertenportals STRATEGIEINVESTOR.com steht für unvergessliche Event-Experiences. Unsere Business-Veranstaltungen bringen die innovativsten und inspirierendsten Köpfe zusammen und bieten Top-Informationen, exzellentes Fachwissen und die besten Networking-Möglichkeiten.

Werden Sie Teilnehmer der Expertenveranstaltung Nr. 1 in Deutschland!

Zukunfts- und Expertenkongress 2017

Datum: 06. April 2016

Einlass: 09.00 Uhr

Beginn: 09.30 Uhr

Ende: ca. 18 Uhr

 

Termin ungelegen? Trotzdem profitieren!

http://meettheexperts.eu/termin/

 

Veranstaltungsort: CITYGOLF STUTTGART GmbH

                               Wagrainstraße 136, 70378 Stuttgart

www.citygolf-stuttgart.de

                               Tel.: 0711/907980-0

 

Veranstalter:           STRATEGIEINVESTOR.com / SACHWERTINVESTOR.com

                               Pecunia GmbH

                               Tel.: 0355/7299709-0

Ansprechpartner:   Rolf B. Pieper

                               Mobil: 0173 2865733

                               Mail: rbp@strategieinvestor.com

 

kostenfreie Anmeldung: www.meettheexperts.eu

(Einlass nur mit Anmeldebestätigung)

 

Zukunfts- und Expertenkongress 2017

Stuttgart 06. April 2017

Die Vorträge

 

  • Perspektiven für Börsen und Edelmetalle Johann Saiger, Internationaler Börsen- und Edelmetallexperte

 

  • Serviceplattform, Anlageberatung und Datenbank – Ihre neue Software-Lösung Jörg Palatz/Jens Roloff – ProConcept

 

  • Mit DVV zu neuen Kunden – Fördermittelberatung als Türöffner Ulrich Viet, Deutscher Verbraucher Verein e.V.

 

  • Die neue Edelmetallmanufaktur für den Vertrieb – Edelmetallstrategien einfach und sicher Tino Leukhardt, Metallorum GmbH

 

  • DUG- das neue Netzwerk für Unternehmer und seine Berater Norbert Dommershausen, Vizepräsident Deutsche Unternehmer Gewerkschaft

 

  • Umsatzturbo mit staatlicher Garantie – die Sonnenrente Petra Pieper, Expertin strategische Investmentkonzepte

 

  • Türöffner KV-Zusatz Thomas Gnann – Spezialist für Gesundheit & Vorsorge

 

  • Waldinvestments und „Plan B“ – Perspektiven für Anleger und Berater in Paraguay Alf Schröter, Triple A Trust Brokerage GmbH

 

  • Deutschlands Marktführer im Bereich Vermögensfactoring – ProLife GmbH Michael Früchtl, Geschäftsführer ProLife GmbH

 

  • mc – Cashback und clevere Kundenbindung für Unternehmer Hans-Jörg Schlink

 

  • Droht der Regulierung-Tsunami – Perspektiven für Berater und Märkte Rolf B. Pieper, Internationaler Finanzmarkt- und Investmentexperte

 

Zum Abschluss der Veranstaltung findet der erste „ProLife-Experten-Golfcup“ statt. Egal ob Sie Anfänger oder ambitionierter Golfer sind. – jeder Teilnehmer kann auch ohne Trainingslager mitmachen. Am Rande des „ProLife-Experten-Golfcup“ können Sie auch mit den einzelnen Referenten in Kontakt treten, um Ihren dynamischen Abschlag für Unternehmererfolg zu finden.

 

kostenfreie Anmeldung unter: www.meettheexperts.eu

 

Termin ungelegen? Trotzdem profitieren!

http://meettheexperts.eu/termin/

 

P.S. Besuchen Sie uns auch auf der Invest 2017 am 07. und 08.04. Halle 4 Stand D80

Ein kostenloses Ticket bekommen Sie unter: http://www.invest-messe.de/eintritt

Aktionscode: investfb2017

 

 

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Wie Eigenheim – Bauherren viele Euro sparen können http://www.finanzpraxis.com/2017/03/wie-eignheim-bauherren-viele-euro-sparen-koennen/ http://www.finanzpraxis.com/2017/03/wie-eignheim-bauherren-viele-euro-sparen-koennen/#respond Mon, 27 Mar 2017 05:42:19 +0000 http://www.finanzpraxis.com/?p=18151 Immobilienmakler_Style6_19Die sorgfältige Wahl eines Immobilienkredits kann zehntausende Euro sparen. Wer sich für einen Wohnungskauf 200.000 Euro mit 20 Jahren Zinsbindung leiht, kann je nach Angebot insgesamt 40.000 Euro sparen, wie die Zeitschrift „Finanztest“ aus ihrer neuen Ausgabe am Dienstag berichtete. Auch wenn die Zinsen im Allgemeinen derzeit sehr niedrig lägen, sei das nicht bei jeder einzelnen Bank der Fall. Deshalb müssten Interessenten stets vergleichen.

Das Handelsblatt berichtet!

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Mensch bleibt Mensch – Führung entscheidet http://www.finanzpraxis.com/2017/03/mensch-bleibt-mensch-fuehrung-entscheidet/ http://www.finanzpraxis.com/2017/03/mensch-bleibt-mensch-fuehrung-entscheidet/#respond Fri, 24 Mar 2017 07:27:21 +0000 http://www.finanzpraxis.com/?p=22463 Führung ist im digitalen Zeitalter wichtiger denn je – das betont Barbara Liebermeister in ihrem neuen Buch „Digital ist egal: Mensch bleibt Mensch – Führung entscheidet“. Ein Interview mit der Leiterin des Instituts für Führungskultur im digitalen Zeitalter (IFIDZ), Frankfurt.

 

? Frau Liebermeister, Sie behaupten, im digitalen Zeitalter werde Führung immer wichtiger. Warum?

Liebermeister: Weil sich aufgrund der sogenannten digitalen Transformation in den Unternehmen zwar sehr vieles verändert, jedoch eines nicht: der Mensch Mitarbeiter. Er wünscht sich weiterhin Halt und Orientierung – und zwar umso mehr je instabiler sowie von Veränderung geprägter das Umfeld der Unternehmen ist. Und wer kann dem Mensch Mitarbeiter dieses Gefühl vermitteln, wenn im Unternehmen alles permanent auf dem Prüfstand steht? Letztlich können dies nur die Führungskräfte sein – weil es ansonsten im Unternehmenskontext nichts mehr gibt, worauf man als Mitarbeiter bauen und vertrauen kann.

 

 

Führung muss und wird sich verändern

 

? Eine beruhigende Aussicht für viele Führungskräfte.

Liebermeister: Jein. Denn zugleich muss sich Führung im digitalen Zeitalter radikal verändern.

? Warum?

Liebermeister: Unter anderem, weil die für den Unternehmenserfolg relevanten Leistungen zunehmend von bereichs- und oft sogar unternehmensübergreifenden Teams erbracht werden. Deshalb haben die Führungskräfte seltener einen uneingeschränkten Zugriff auf ihre Mitarbeiter. Sie müssen zunehmend auf deren Loyalität, Integrität und Kompetenz vertrauen – auch weil sie, weil viele Herausforderungen neu sind, immer seltener einen Wissens- und Erfahrungsvorsprung vor ihren Mitarbeitern haben. Deshalb können sie ihnen auch seltener sagen „Tue dies oder tue das, dann haben wir Erfolg“. Sie müssen vielmehr mit ihnen kleine Versuchsballons starten und dann im Prozess ermitteln, was zielführend ist.

 

 

Führungskräfte werden Beziehungsmanager

 

? Wie ist in einem solchen Umfeld erfolgreiche Führung möglich?

Liebermeister: Der einzige Lösungsweg ist: Die Führungskräfte müssen sich als Beziehungsmanager verstehen; außerdem als emotionale Leader, deren Aufgabe es ist, ihre Mitarbeiter zu inspirieren, so dass diese sich freiwillig für das Erreichen der gemeinsamen Ziele engagieren.

? Das haben viele Führungskräfte in der Vergangenheit schon getan.

Liebermeister: Aber meist nur bezogen auf die ihnen unterstellten Mitarbeiter. In den Unternehmen der Zukunft sind ihre Bereiche jedoch eng mit den anderen Bereichen verwoben – außerdem mit der Umwelt. Auch weil die meisten Unternehmen heute eine Vielzahl externer Dienstleister beschäftigen, die für sie wichtige Teilaufgaben erledigen. Und diese verfügen oft über Kompetenzen, ohne die ihre Auftraggeber nicht marktfähig wären. Also gilt es auch diese Dienstleister zu integrieren und zu führen.

? Die Führungskräfte müssen also ein immer komplexeres Netzwerk führen.

Liebermeister: Ja. Auch weil die Belegschaften und Beziehungsnetzwerke in den Unternehmen immer heterogener werden: „digital natives“ müssen mit „digital immigrants“ kooperieren, Westeuropäer mit Chinesen, festangestellte Mitarbeiter mit Freelancern, reiche Erben, die primär Erfüllung im Job suchen, mit jungen Familienvätern, die Karriere machen möchten, weil sie ihre Eigenheim-Kredite abbezahlen müssen. Und all diese Individuen soll die arme Führungskraft führen und inspirieren – und zwar in einem Umfeld, das von permanenter Veränderung geprägt ist und in dem letztlich niemand weiß, was die Zukunft bringt.

 

 

Führungskräfte brauchen neue Kompetenzen

 

? Welche Fähigkeiten setzt dies voraus?

Liebermeister: Vereinfacht lassen sich drei Kompetenzbereiche unterscheiden. Der Erste ist die sogenannte Persönlichkeitsintelligenz. Er umfasst primär die Ebene des eigenen Selbstverständnisses. Dieses ist bei den Alpha-Tieren der Zukunft, denen andere Menschen aufgrund ihrer Kompetenz und Persönlichkeit gerne folgen, dadurch geprägt, dass sie keinen Allmachts-Phantasien huldigen. Sie verstehen sich vielmehr als Lernende. Sie hinterfragen ihr Verhalten und dessen Wirkung und entwickeln sich als Person weiter. Eng verknüpft damit sind solche Eigenschaften wie Neugier und Bereitschaft zur Veränderung sowie der Mut, die hierfür nötigen Schritte zu ergreifen. Der zweite Kompetenzbereich ist die Beziehungsintelligenz. Er umfasst die Fähigkeiten, die zum Auf- und Ausbau tragfähiger Beziehungen erforderlich sind. Von zentraler Bedeutung ist hierbei die Empathie – also das Einfühlungsvermögen in andere Personen und Konstellationen.

 

 

Ziel: Ein emotionaler Leader werden

 

? Und der dritte Kompetenzbereich?

Liebermeister: Ist die Digitalintelligenz. Ein zentrales Element dieses Kompetenzbereichs ist der Zukunftsblick. Hierzu zählt neben einer Vision, wohin der gemeinsame Weg führen soll, die Bereitschaft, die aus dem technischen Fortschritt sich ergebenden Chancen aktiv zu nutzen. Das setzt neben einem interdisziplinären Denken eine gewisse Digitalkompetenz voraus, weil die moderne Informations- und Kommunikationstechnologie meist der zentrale Veränderungstreiber ist.

? Worin zeigt sich diese Kompetenz?

Liebermeister: Primär darin, dass die Person sich – alleine oder mit Expertenunterstützung – ein fundiertes Urteil darüber bilden kann, welche Chancen und Risiken sich aus dem technischen Fortschritt ergeben und somit entscheidungs- und handlungsfähig ist. Führungskräfte, die über die genannten Fähigkeiten verfügen, können sich zu den emotionalen Leadern entwickeln, nach denen sich Menschen in einem von Instabilität und Veränderung geprägten Umfeld sehnen. Sie können sozusagen Persönlichkeitsmarken werden, denen ihre Mitarbeiter und Netzwerkpartner gerne folgen, weil sie ihnen aufgrund ihres Auftretens und Verhaltens vertrauen.

Lukas Leist

 

Zur Interviewpartnerin: Barbara Liebermeister leitet das Institut für Führungskultur im digitalen Zeitalter (IFIDZ), Frankfurt. Anfang März erschien im Gabal-Verlag ihr neues Buch „Digital ist egal: Mensch bleibt Mensch – Führung entscheidet

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Steuertipp Geldanlage Finanzamt: 6% Zinsen dank freiwilliger Steuererklärung http://www.finanzpraxis.com/2017/03/steuertipp-geldanlage-finanzamt-6-zinsen-dank-freiwilliger-steuererklaerung/ http://www.finanzpraxis.com/2017/03/steuertipp-geldanlage-finanzamt-6-zinsen-dank-freiwilliger-steuererklaerung/#respond Fri, 24 Mar 2017 07:24:01 +0000 http://www.finanzpraxis.com/?p=22461 Was nur wenige Steuerzahler wissen: Sie können das Finanzamt als Geldanlageinstitut nutzen. Wenn sie Ihre Steuererklärung nämlich sehr spät abgeben, winken hohe Zinsen. Ganze 6 % pro Jahr zahlt das Finanzamt. Das gilt aber nur unter folgenden Voraussetzungen:
1. Man ist nicht verpflichtet, eine Steuererklärung einzureichen, sondern nutzt die Möglichkeit der freiwilligen Steuererklärung
2. Man hat auch im Vorjahr keine Steuererklärung abgegeben
3. Man erhält eine Steuererstattung
0,5% Verzinsung pro angefangenem Monat
Nicht jeder kann sich aussuchen, ob und wann er seine Steuererklärung abgibt. Dieses Privileg ist fast ausschließlich Arbeitnehmern vorbehalten. Diese haben 4 Jahre Zeit, die Einkommensteuererklärung einzureichen. Ein Arbeitnehmer kann sich mit der Steuererklärung 2016 also bis zum 31.12.2020 Zeit lassen.
Eine Steuererstattung verzinst das Finanzamt mit 0,5 % je angefangenen Monat. Im Jahr sind das immerhin 6 % Zinsen. Allerdings gibt es für die ersten 15 Monate keine Zinsen. Für die Steuererklärung 2016 bedeutet das: Erst ab April 2018 beginnt die Verzinsung.
Wieviel Geld sie mit diesem Trick zusätzlich kassieren, verdeutlicht ein Rechenbeispiel unseres Steuerblogs „felix1.de“. Dabei wird unterstellt, dass die Erstattung von Steuern in Höhe von 2000 Euro für das Jahr 2016 erst am 2. März 2021 erfolgt.
01.01.2017 bis zum 31.03.2018: Die ersten 15 Monate erhalten Sie keine Zinsen.

01.04.2018 bis zum 31.12.2018: 0,5 Prozent je Monat, also 90 Euro.
01.01.2019 bis zum 31.12.2020: 0,5 Prozent je Monat, also 240 Euro.
01.04.2021 bis zum 02.03.2021: 0,5 Prozent je Monat, also 30 Euro.
Insgesamt ergibt sich eine stattliche Summe von 360 Euro.

Übrigens: Das Finanzamt kennt keine Zinseszinsen. Man erhält deshalb nur Zinsen auf die Steuererstattung, jedoch nicht auf die Zinsen.

Risiko Steuernachzahlung
Bei einer Steuernachzahlung erhebt das Finanzamt Zinsen. Das sind ebenfalls 0,5 % je angefangenen Monat. Bei der freiwilligen Abgabe der Steuererklärung ist das aber kein Problem. Man kann die Erklärung einfach wieder zurückziehen und zahlt dann auch keine Steuern. Der Pflichtveranlager muss die Steuern und die Zinsen jedoch auf jeden Fall zahlen. Dann sollte er mit der Abgabe nicht allzu lange warten. Neben den Zinsen droht noch ein Verspätungszuschlag. Der Abgabetermin für die Pflichtveranlagung der Einkommensteuererklärung 2016 ist der 31.05.2017.

Aufforderung durch das Finanzamt
Wer aufgefordert wird, die Steuererklärung abzugeben, muss dieser Aufforderung fristgerecht nachkommen. Das kann selbst dann vorkommen, wenn man eigentlich gar keine Steuererklärung einreichen muss. Hat man jedoch im Vorjahr eine Steuererklärung freiwillig abgegeben, wird das Finanzamt wahrscheinlich eine Aufforderung schicken, wieder eine Steuererklärung einzureichen. Es wird dann aber eine Frist zu einem Termin setzen, zu dem man noch keine Zinsen vom Finanzamt erhält.
Das Finanzamt als Geldanlageinstitut zu nutzen wird deshalb nur unter der Voraussetzung gelingen, dass man keine Steuererklärung einreichen muss und auch im Vorjahr keine Erklärung abgegeben hat.

Zinsen vom Finanzamt sind steuerpflichtig
Wer Zinsen vom Finanzamt erhält, muss diese in der nächsten Steuererklärung mit angeben, denn diese Zinsen sind steuerpflichtig. Sehr kurios, denn das Finanzamt behält nämlich nicht wie Banken die Abgeltungsteuer gleich ein. Dazu ist die Anlage KAP auszufüllen. Die Zinsen werden mit 25 % Abgeltungsteuer + 5,5 % Solidaritätszuschlag besteuert.
Die obigen fachlichen Inhalte wurden von Steuerberater Andreas Reichert, Vorstand von felix1.de, geschrieben.

Über felix1.de:
felix1.de bietet Steuerberatung für Unternehmer und Privatpersonen und hat dazu ein digitales Geschäftsmodell entwickelt, mit dem die Mandanten ihre Steuererklärung und Buchhaltung auf Wunsch zu 100% digital erstellen lassen können. Mit bundesweit über 230 Steuerberatern in Deutschland erhalten felix1.de-Mandanten zudem den persönlichen Steuerberater, der am besten zu ihnen passt. Alle Leistungen sind zu transparenten, monatlichen Preisen erhältlich und im Vorhinein online abrufbar. Innovative Anwendungen wie das felix1.de-Unternehmerportal und die Mobile App ermöglichen zudem eine einfache und bequeme Zusammenarbeit. Gegründet wurde das Unternehmen 2014 von Marc Müller und Andreas Reichert und zählt aktuell etwa 40 Mitarbeiter. Als Tochtergesellschaft der ETL-Gruppe, welche in Deutschland mit über 790 Kanzleien Marktführer im Bereich Steuerberatung ist, kann felix1.de auf über 40-jährige Erfahrung und eine professionelle Infrastruktur zurückgreifen.

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Immobilien, eine Herzenssache?!? http://www.finanzpraxis.com/2017/03/immobilien-eine-herzenssache/ http://www.finanzpraxis.com/2017/03/immobilien-eine-herzenssache/#respond Thu, 23 Mar 2017 07:29:14 +0000 http://www.finanzpraxis.com/?p=13723 Wieder einmal hat es einen Prominenten erwischt, wie schon viele vor ihm. Immobilien, vornehmlich als Steuersparmodell im Osten haben ihm das finanzielle Genick gebrochen. Neben den pressewirksamen finanziellen Schiffbrüchen der Prominente im Immobilienbereich, ereilt das selbe Schicksal aber auch viele „Normalos“.
Warum eigentlich?

Die Frage ist so simpel wie eigentlich verwunderlich zu beantworten. Viel zu oft werden Immobilien nach Gesichtspunkten ausgewählt, die eher irrational sind. Da spielen Versprechungen und das Outfit der Immobilie eine größere Rolle als die harten Fakten. Wer sich jedoch auf genau dies Fakten beim Immobilienkauf partizipiert, der wird wirklich Erfolg haben und keinen Schiffbruch erleiden. Wer sich jedoch beim Immobilienkauf auf das Aussehen der Immobilie wie auch auf unbelegte Versprechungen verlässt, der wird schnell sein Waterloo erleben. Zur Erinnerung, im aktuellen Fall haben es Immobilien im Gesamtwert von 500 000 €uro geschafft, jemanden, der Millionen verdient hat zum Offenbarungseid zu treiben

Aber worauf kommt es bei der Immobilienauswahl eigentlich an?

Ein moderner Immobilieninvestor sollte sich nicht unbedingt auf den Makler oder ein nettes Aussehen de Immobilie verlassen. Wichtiger ist es beim Kauf der Immobilie und deren Bewertung wie bei der Betrachtung eines Unternehmens vorzugehen. Die wirklich relevanten Punkte sind:

Wenn hier unter dem Strich grüne Zahlen übrig bleiben so wird auch der Kauf der Immobilie ein Erfolgsmodell werden. Dabei gilt es, sich nicht blenden zu lassen. Gerne machen die Makler Versprechungen ins Blaue hinein oder aber führen das Gespräch auf eine emotionale Schiene. Aber Emotionen haben beim Immobilienkauf genau sowenig zu suchen wie unbelegbare Versprechungen. Gerne wird versucht ein Gefühl denn ein Objekt zu verkaufen. Der Käufer der hier darauf eingeht wird ein Problem bekommen. Natürlich heißt das nicht, dass letztlich die Substanz egal ist. Im Gegenteil die oben genannten relevanten Punkte werden sich nur zufriedenstellend beantworten lassen wenn die Substanz gesund ist.

Weitere Informationen unter: http://www.immobilien-investment-training.de/

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Mit agilen Coaches agiler werden http://www.finanzpraxis.com/2017/03/mit-agilen-coaches-agiler-werden/ http://www.finanzpraxis.com/2017/03/mit-agilen-coaches-agiler-werden/#respond Thu, 23 Mar 2017 07:07:03 +0000 http://www.finanzpraxis.com/?p=22457 „Wir wollen agiler werden.“ Das verkünden zurzeit viele Unternehmen. Dabei vergessen sie leider meist, dass Agilität eine Veränderung der Kultur in der Organisation erfordert – und nicht nur das Einführen neuer Begriffe und Methoden.

 

Spätestens seit Daimler-Chef Dieter Zetsche im Oktober 2016 das Leitbild einer neuen agilen Organisation verkündete, ist klar: Agilität führt kein Nischendasein mehr in den Unternehmen; sie ist zu einem Trend mutiert, der alle Branchen erfasst. Sogar Konzerne wollen nun ähnlich wie Startups agieren und ihre Organisationen „agilisieren“.

 

Dabei verfahren sie häufig nach folgendem Schema: Agile Teams werden eingerichtet, den Projektleitern wird das „Handbook of Scrum“ in die Hand gedrückt. Und dann werden sie aufgefordert: „Jetzt seid mal agil“ – oft ohne dass die Betroffenen wissen, was dies bedeutet. Entsprechend groß ist die Gefahr, dass sie „agil sein“ schlicht mit „schnell sein“ und „flexibel sein“ gleichsetzen und vergessen, dass hinter dem Agilitäts-Konzept eine Philosophie steht, die ein radikales Umdenken erfordert.

 

Die letzte große Welle beziehungsweise der letzte große Trend, der einen solchen Change des Mindset voraussetzte, war die Lean Philosophie. Auch sie wurde in vielen Unternehmen zunächst euphorisch aufgegriffen und dann halbherzig umgesetzt – mit der Konsequenz, dass die meisten Lean Initiativen nach gewissen Anfangserfolgen wieder einschliefen. Und der Begriff Lean? Er ist heute in den Köpfen der meisten Mitarbeiter verbrannt – und wird von ihnen nicht selten mit „abspecken“, also Kosten sparen und Personalabbau gleichgesetzt.

 

 

Der Mindset muss sich ändern

 

Agilität und Lean haben eins gemeinsam: Die Grundlage beider Philosophien ist, dass die Mitarbeiter und Führungskräfte, Teams und Bereiche in den Unternehmen sich selbst und ihr Handeln regelmäßig hinterfragen und reflektieren – mit dem Ziel, kontinuierlich zu lernen und besser zu werden. Eine solche Einstellung und Haltung ist in den meisten Unternehmen nicht selbstverständlich. Im Gegenteil. Wer in ihnen einen Fehler oder ein Versäumnis zugibt, hat oft verloren: Er hat versagt! Dieser Mindset muss sich ändern, wenn die hinter den Philosophien Agilität und Lean liegenden Methoden Unternehmen zum Erfolg führen sollen. Das heißt: Die Einstellung der Mitarbeiter und die Kultur in den Unternehmen muss sich wandeln.

 

 

Ein Paradigmenwechsel ist nötig

 

Scrum Master sowie die Mitglieder und Führungskräfte agiler Teams stehen bei ihrer Arbeit vor der Herausforderung, dass ein agiles Arbeiten einen Paradigmenwechsel in ihrer Organisation erfordert – und zwar auf vielen Ebenen:

  • Mitarbeiter, die es gewohnt sind, alles „vorgesagt“ zu bekommen, sollen plötzlich eigenverantwortlich und auch unternehmerisch denken und handeln.
  • Die Führungskräfte haben nicht mehr das alleinige Sagen und sollen ihre Mitarbeiter coachend unterstützen.
  • Die gewachsenen Hierarchien mit den damit verbundenen Privilegien werden aufgebrochen und formieren sich abhängig von den Projekten, Zielen und Ideen stets neu.
  • Der Umgang mit Unsicherheit und Veränderung ist plötzlich das tägliche Brot.

 

Dieser Change lässt sich nur mit agilen Teams bewältigen, die ausreichend für diese Aufgaben qualifiziert sind und Support von ganz oben erfahren. Dabei gilt: Eine große Diversität der Teammitglieder ist zwar förderlich für gute Ideen, sie birgt jedoch auch das Potenzial für Konflikte und Grabenbildung. Diese gilt es durch eine Teamentwicklung aufzufangen und in ein produktives, verständnisvolles Miteinander zu überführen. Die „Andersartigkeit“ der anderen muss verstanden werden, damit sie geschätzt werden kann.

 

 

Stolpersteine beim Einführen von Agilität

 

Weitere Stolpersteine beim Einführen der Philosophie Agilität sind:

  • Das Scrum-Team ist eingebettet in alte Strukturen, die an den Schnittstellen ungläubig auf die agilen Prinzipien schauen und sich fragen, was das soll. „So haben wir das noch nie gemacht.“
  • Das Scrum-Team selbst besteht aus Mitarbeitern, die noch ungeübt in der Selbstorganisation sind. Es entstehen Konflikte aus Rollenunklarheiten und die Gefahr lauert, dass bei Hindernissen alle wieder ins alte und bekannte Schema zurückfallen.
  • Agile Teams und Strukturen sollen eingeführt werden ohne Scrum. In diesem Fall gibt es kein Framework, an das sich alle halten können; ein Vorgehen mit Prinzipien der Zusammenarbeit muss erst noch entwickelt werden.

 

In der Scrum-Philosophie und -Methodik gilt der Scrum-Master als derjenige, der die Teammitglieder, Product-Owner und oft auch die am Rande beteiligten Personen bei der Einführung von Agilität coachen soll. Deshalb ist in der Szene ein neuer Begriff entstanden: der agile Coach.

 

 

Agile Coaches haben viele Funktionen

 

In der Regel ist dieser agile Coach der Scrum-Master. Dieser wurde in der Praxis, wenn es gut lief, in einem 2-tägigen Seminar geschult und auf die Prüfung zum Scrum-Master vorbereitet, die er online im Multiple-Choice-Verfahren abschließt. In dieser Prüfung, die gar nicht so leicht zu bestehen ist, geht es nur um die Theorie der Prinzipien und der Methodik. Nichts und niemand bereitet den Scrum-Master jedoch darauf vor, wie er mit den Herausforderungen, die sich ihm bei der praktischen Arbeit stellen, umgeht und Teams entwickelt. Es wird einfach von ihm erwartet, dass er es kann und ohne Ausbildung wie ein agiler Coach agiert.

 

Ein agiler Coach hat viele Aufgaben und Funktionen.

  • Er versteht und kennt die agilen Praktiken und Prinzipien und unterstützt mit Leidenschaft Teams, diese zu erlernen und anzuwenden.
  • Er erkennt organisationale Blockaden und Hindernisse und coacht das Management und andere Betroffene bei der Agilisierung des Unternehmens.
  • Er ist in der Lage mediativ, moderativ, coachend und methodisch Teams bei ihrer Entwicklung zu leistungsstarken Teams zu begleiten.
  • Er kann Führungskräfte und Vorstände von den Vorteilen agiler Methoden und Prozessen überzeugen und dafür begeistern.

 

 

„Probleme“ werden schnell sichtbar … und lösbar

 

Konkret bedeutet dies, ein agiler Coach muss situations- und zielabhängig in folgende Rollen schlüpfen und diese professionell wahrnehmen: Berater, Trainer, Coach, Changemanager … und oft auch wirksame Führungskraft.

Und das in einem Umfeld, in dem vielfach angenommen wird, Agilität sei die Lösung aller Probleme. Da kann der Scrum-Master oder agile Coach nur scheitern, sofern es ihm durch viel Aufklärungsarbeit nicht gelingt, das Bewusstsein zu schaffen: Agile Methoden und Organisationsformen lösen keine Probleme, sie machen diese lediglich sehr schnell sichtbar. Das gilt auch für die agilen Teams selbst. Wer „richtig“ und „falsch“ im Team ist, zeigt sich bei der Zusammenarbeit aufgrund der Gruppendynamik und Transparenz sehr schnell.

 

Die erkannten Probleme müssen in den Unternehmen als Chance, etwas zu verbessern, gesehen werden. Denn nur dann werden sie in der Regel konsequent gelöst. Diese Einstellung und Haltung ist auch bei der Einführung von Agilität wichtig. Besteht sie, erwächst hieraus die Chance, Probleme aufgrund der hohen Transparenz und regelmäßigen Reflektion schnell und klar aufzudecken und bei einer entsprechenden Entschlossenheit fix zu beseitigen – und das Unternehmen eine High-Performance-Organisation wird oder bleibt.

Katja von Bergen

 

Zur Autorin: Katja von Bergen arbeitet als Unternehmens- und Managementberaterin für die international agierende Unternehmensberatung Dr. Kraus & Partner, Bruchsal (www.kraus-und-partner.de). Sie ist auf die Themenfelder Changemanagement, Projektmanagement und Unternehmensentwicklung spezialisiert.

 

Hinweis: Die Unternehmensberatung Dr. Kraus & Partner startet am 24. April in Stuttgart eine neue, aus fünf zwei- bis fünf-tägigen Modulen bestehende Ausbildung zum zertifizierten „Agile Coach“. In der Weiterbildung werden die Teilnehmer auch auf die Scrum-Master-Prüfung vorbereitet. Nähere Infos über die Weiterbildung finden Interessierte auf der Webseite www.kraus-und-partner.de

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Verdienen Sie mit am Megatrend Ernährung http://www.finanzpraxis.com/2017/03/verdienen-sie-mit-am-megatrend-ernaehrung/ http://www.finanzpraxis.com/2017/03/verdienen-sie-mit-am-megatrend-ernaehrung/#respond Thu, 23 Mar 2017 07:04:04 +0000 http://www.finanzpraxis.com/?p=22455 von Michael Proffe

US-Homepage
https://www.proffe-publishing.com/home/
Deutsche-Homepage
https://www.proffe-publishing.com/de/home/

Neben dem Os

  • Es klappert die Mühle am rauschenden Bach
  • Aus der Katastrophe erwächst ein Imperium
  • Superfood – General Mills investiert in den Ernährungstrends

Der Megatrend Ernährung beschäftigt uns auch in dieser Ausgabe der „Proffe News“. Denn wir müssen uns in der heutigen Zeit die Frage stellen: Wie schaffen wir es, eine ständig größer werdende Weltbevölkerung dauerhaft ausreichend zu ernähren?

Mehr Menschen verbrauchen mehr Ressourcen, und schon jetzt wird der steigende Fleischkonsum als Schuldiger für Monokulturen und Rodungen des südamerikanischen Dschungels ausgemacht.

Auch das Für und Wider von genveränderten Nahrungsmitteln wird weltweit kontrovers diskutiert.

Ist GenFood Fluch, weil keiner so genau weiß, welche Folgen die manipulierten Produkte auf unsere Umwelt und unseren Organismus haben?

Oder doch eher Segen, weil mit Hilfe der Gentechnologie Saatgut hergestellt werden kann, das auch unter widrigen Umständen in gedeihen kann?

Probleme, die wir dringend lösen müssen, und das geht nur gemeinsam mit allen Völkern dieser Erde.

Es gibt aber auch gute Nachrichten: Tatsächlich leiden heute – obwohl die Weltbevölkerung sich stark erhöht hat  – 216 Millionen Menschen weniger an Hunger als 1990, das meldete Spiegel Online am vergangenen Sonntag.

Das ist gut, auch wenn immer noch fast jeder neunte der Weltbevölkerung nicht genug zu essen hat. Bei der Bewältigung dieser gewaltigen Herausforderungen stehen selbstverständlich die großen Konsumgüterhersteller im besonderen Focus.

Für uns Kapitalanleger bedeutet das: Mit dem Megatrend Ernährung lässt sich Geld verdienen. Heute stelle ich Ihnen daher einen echten Trendfolger vor, den Sie sich einmal genauer anschauen sollten, wenn Sie Ihr Geld in den Megatrend Ernährung investieren wollen.

Herzliche Grüße
Ihr

Michael Proffe

Es klappert die Mühle am rauschenden Bach

Mit diesem Titel eines deutschen Volksliedes könnte man auch die Firmengeschichte von General Mills beginnen.

Wobei „Bach“ schon ein wenig despektierlich ist, denn die Mühle, mit der unsere Geschichte beginnt, wurde 1866 am mächtigen Mississippi River in Minnesota, USA, erbaut.

Cadwallader Washburn, ein Politiker aus dem benachbarten Bundesstaat Wisconsin war fasziniert von den St. Anthony Fällen in der Nähe von Minneapolis, wo das Wasser des Mississippi brachial die Tiefe stürzt.

Diese Kraft musste doch gezähmt und genutzt werden!

Bild: St.-Anthony-Fälle vor 1860 (Gemälde von Albert Bierstadt)
St.-Anthony-Fälle vor 1860 (Gemälde von Albert Bierstadt)

Washburn baute eine für damalige Verhältnisse gigantische Getreidemühle, 6 Stockwerke hoch, die größte westlich von Buffalo im Staat New York. Damit begann der Aufstieg Minneapolis‘ zur „Welthauptstadt des Mehls“.

Einen Beitrag dazu leistete auch Charles Pillsbury, der 3 Jahre später auf der anderen Fluss-Seite ebenfalls eine sehr erfolgreiche Mühle aufbaute. Die Pillsbury Company wird zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal wichtig werden, für den Moment bleiben wir aber bei Cadwallader Washburn.

Aus der Katastrophe erwächst ein Imperium

1878 kam es zu einer verheerenden Explosion in der Washburn-Mühle. Zwei Mühlsteine wurden nicht ausreichend bewässert, liefen trocken und produzierten Funken. Diese brachten den Mehlstaub zur Explosion.

Die Mühle sowie 5 Nebengebäude brannten ab, 18 Arbeiter kamen dabei ums Leben.

Washburn begann sofort mit dem Neubau, bei dem die Sicherheit im Vordergrund stand.

Zudem produzierte die Anlage nun qualitativ besseres Mehl. Die Geschäfte liefen besser denn je, und im Jahr 1926 schloss sich die Washhburn Mühle mit 26 anderen Mühlen zusammen – General Mills nannte sich dieses neue Unternehmen.

Frühstücksflocken und Spielzeug

Schon zwei Jahre vor der Gründung von General Mills hatte Washburn mit der Produktion von Frühstücksflocken begonnen.

Los ging es mit den Wheaties, die aus Weizen und Kleie hergestellt wurden. Später folgten Kix, Cheerios, Trix Cocoa Puffs und viele andere Varianten. Ende der 1960er Jahre expandierte General Mills auf den Spielzeugmarkt und kaufte Unternehmen wie Rainbow Crafts (Play-Doh Knetmasse), Kenner Products und Parker Brothers (Monopoly).

Das passte gut zusammen, denn mit der Beigabe kleiner Spielzeuge in den Frühstücksflockenpackungen konnte der Verkauf kräftig angekurbelt werden. Trotzdem konzentrierte sich General Mills ab den 1980er Jahren auf den Nahrungsmittelsektor und stieß alle anderen Beteiligungen ab.

Auf Zack mit Knack&Back

Erinnern Sie sich noch an Charles Pillsbury, der 1869 ebenfalls eine Mühle an den St. Anthony Fällen eröffnete? Auch dieses Unternehmen entwickelte sich weiter von der einfachen Mühle zum Lebensmittelhersteller. Bei Pillsbury lag der Focus aber auf fertigen Teigen, die man auch hier in Deutschland unter dem Namen Knack&Back kennt.

2001 wurde Pillsbury von General Mills aufgekauft und was als zwei konkurrierende Unternehmen am Ufer des Mississippi begann, endete über 130 Jahre später in einer Fusion.

Bild: Knack und Back
Knack&Back-Fertigteig mit dem charakteristischen Teigmännchen-Maskottchen (eigenes Bild)

Superfood – General Mills investiert in den Ernährungstrends

In der letzten Ausgabe habe ich Ihnen den Superfood-Trend kurz vorgestellt – und hier schließt sich jetzt der Kreis.

Denn General Mills gab im Januar bekannt, dass das Unternehmen 6 Millionen Dollar in das Unternehmen Superfood Rhythm investiert.

Das Startup produziert pflanzliches Naschwerk, zum Beispiel Chips und Snacks aus Wirsing und Roter Bete, Kurkuma, Mango und diversen Kernen und Samen.

Das zeigt, dass General Mills die aktuelle Entwicklung auf dem Nahrungsmittelmarkt sehr genau beobachtet und in innovative Ideen investiert.

Aber auch die Umsatzzahlen sprechen eine deutliche Sprache. Mit 16,7 Mrd. US-Dollar gehört das Unternehmen zu den 500 umsatzstärksten Konzernen der USA und ist der weltweit die Nummer 6 der Lebensmittelhersteller.

General Mills – ein jahrzehntelanger Trend

General Mills Chart

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Verkaufen auf Spitzen-Niveau und Lernen von der Sternegastronomie http://www.finanzpraxis.com/2017/03/verkaufen-auf-spitzen-niveau-und-lernen-von-der-sternegastronomie/ http://www.finanzpraxis.com/2017/03/verkaufen-auf-spitzen-niveau-und-lernen-von-der-sternegastronomie/#respond Wed, 22 Mar 2017 07:53:43 +0000 http://www.finanzpraxis.com/?p=22451 Verkaufsrezepte für den Erfolg – warum emotionales Verkaufen schmeckt

Anspruchsvolle Kunden verlangen von Verkäufern von Premiumprodukten einen hochwertigen und hochindividualisierten Verkaufsprozess. Wie schaffen es Verkäufer also, das Erlebnis des Kaufens für ihre Premiumkunden zu etwas Besonderem zu machen? Der Vertriebsprofi Uwe-Jürgen Günter-von Pritzbuer eröffnet in seinem neuen Buch eine völlig neue Perspektive auf das Thema Verkaufen: Er zeigt, wie ein Verkäufer jede Phase des Verkaufsgesprächs so gestalten kann, dass sich der Kunde so fühlt wie der Gast in einem Drei-Sterne-Restaurant. Der Autor zieht Parallelen zur Haute Cuisine – denn exzellente Köche, Spitzenkellner und Sommeliers machen den Restaurantbesuch zu einem Fest der Sinne. Das Buch bietet innovative Verkaufsrezepte für Premiumprodukte – damit emotionales Verkaufen letztendlich allen Beteiligten schmeckt.

Was passiert, wenn ein Volljurist am Herd steht und zum Kochlöffel greift? Diese Frage soll keineswegs in einen Scherz münden. Wenn Uwe Günter-von Pritzbuer seiner Passion als Hobbykoch nachgeht, schaut er sich seine Ingredienzen sehr genau an. Gemäß dem Rezept geht er erst strukturiert vor, um dann fantasiereich und einfühlsam zu variieren. Diese Tätigkeiten in der Küche sind mit denen eines Vertriebsauftrags durchaus vergleichbar: Wer seine Vertriebsziele erreichen will, sollte sich an den Gegebenheiten, Rahmenbedingungen und Menschen orientieren – und neben den richtigen Zutaten auch das Mischungsverhältnis, die Gewürze und den Gaumen des Gastes mit seinen Erwartungen und sinnlichen Wünschen gut kennen.

Anpassen, verfeinern, schmackhaft machen

Genau wie in der kulinarischen Kunst geht es beim Verkaufen um den individuellen Genuss als das große Ziel. Diese besondere Methode steht in Uwe Günter-von Pritzbuers neuem Buch – einem Kochbuch für den Erfolg – im Fokus. Warum wirkt emotionale Intelligenz wie Salz in der Suppe? Verderben viele Köche – also ein Team – tatsächlich den Brei? Wie lässt sich das Verkaufsgespräch als Feinschmeckermenü kreieren? Und warum steckt so manchem der Preisverkauf wie ein Kloß im Hals? Auf diese und viele weitere Fragen hält der Autor die passenden Antworten parat.

Emotionales Verkaufen, das allen Beteiligten schmeckt

Aus seiner ungewöhnliche Perspektive auf das Verkaufen gibt der Autor neue Impulse für Akquise und Erstkontakt, Bedarfsanalyse und Angebotspräsentation, Einwandbehandlung, Preisgespräch und Abschluss. Ob köstliche Kompositionen, mutige Kreationen oder aparte Innovationen: Uwe Günter-von Pritzbuer kredenzt dem Leser eine ganze Reihe an schmackhaften Anregungen und zeigt eindrücklich, was Verkäufer von einem Sternekoch, einem Sommelier und einem Spitzenkellner lernen können.

Zum Autor:

Uwe-Jürgen Günter-von Pritzbuer hat sich seit mehr als 20 Jahren auf die Bereiche Verkauf und Führung spezialisiert. Im deutschsprachigen Raum hat er sich mit seinen Vorträgen und Seminaren etabliert. Ob Entwicklung oder Umsetzung von Vertriebsstrategien, ob konsequente Kommunikationstechniken oder passgenaue Vertriebskonzepte, ob gezielte Personalentwicklung oder clevere Mitarbeitergewinnung: Sein Fokus richtet sich auf das emotionale Verkaufen, das allen Beteiligten schmeckt. Die wichtigsten Zutaten dabei sind Persönlichkeit und Training, gewürzt mit der richtigen Dosis an Freude, Engagement und Sinn. So macht er das Verkaufen à la Carte zu einem Meistergericht. 

Uwe-Jürgen Günter-von Pritzbuer

Nur vom Feinsten!

Was Verkäufer von der Spitzengastronomie lernen können

224 Seiten | Hardcover

ISBN 978-3-648-09230-9

€ 39,95 (D), € 41,10 (A)

Haufe Verlag 2017

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ETF: Diese Renten-ETF taugen für die lang­fristige Geld­anlage http://www.finanzpraxis.com/2017/03/etf-diese-renten-etf-taugen-fuer-die-lang%c2%adfristige-geld%c2%adanlage/ http://www.finanzpraxis.com/2017/03/etf-diese-renten-etf-taugen-fuer-die-lang%c2%adfristige-geld%c2%adanlage/#respond Tue, 21 Mar 2017 11:02:35 +0000 http://www.finanzpraxis.com/?p=22449 Rentenfonds mit Staats­anleihen aus Euro­land eignen sich als Sicher­heits­baustein für ein Fonds­depot. Sie ergänzen sich gut mit Aktienfonds. Anleger sollten sich allerdings lang­fristig orientieren, wenn sie Rentenfonds kaufen wollen – kurz­fristig drohen Rück­schläge, falls die Zinsen am Markt wieder steigen. Finanztest empfiehlt sogenannte ETF, börsen­gehandelte Indexfonds. Renten-ETF sind günstig und bequem und funk­tionieren ähnlich wie Aktien-ETF – mit dem Unterschied, dass sie sich nicht auf einen Aktien­index, sondern einen Anleihen­index beziehen. Als Sicher­heits­baustein kommen aber nur bestimmte Renten-ETF infrage – wir sagen, welche. Weiterlesen…

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ETF Sparplan: Aus monatlichen Raten ein kleines Vermögen machen http://www.finanzpraxis.com/2017/03/etf-sparplan-aus-monatlichen-raten-ein-kleines-vermoegen-machen/ http://www.finanzpraxis.com/2017/03/etf-sparplan-aus-monatlichen-raten-ein-kleines-vermoegen-machen/#respond Tue, 21 Mar 2017 10:39:06 +0000 http://www.finanzpraxis.com/?p=22447 „Pantoffel-Sparpläne“ heißen so, weil sie so einfach zu hand­haben sind. Bestückt werden sie mit ETF (Indexfonds). So können Anleger aus monatlichen Raten ein kleines Vermögen machen – das klappt besser als mit Misch­fonds oder Spar­buch. Finanztest erklärt, wie Anleger sich den passenden Pantoffel-Sparplan bauen können. Außerdem im Test: die Konditionen von ETF-Sparplänen verschiedener Direkt-, Filial- und Fonds­banken. Einige Banken bieten „pantoffel­fähige“ Fonds sogar kostenlos an.

Hier weiterlesen…

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