Online-Magazin zu den Themen Finanzen, Marketing-, Vertrieb- & Investment-Tipps http://www.finanzpraxis.com Tue, 21 Feb 2017 13:48:10 +0000 de-DE hourly 1 Krisenindikator im Extrembereich http://www.finanzpraxis.com/2017/02/krisenindikator-im-extrembereich/ http://www.finanzpraxis.com/2017/02/krisenindikator-im-extrembereich/#respond Tue, 21 Feb 2017 10:58:01 +0000 http://www.finanzpraxis.com/?p=22269 Der Eurozone steht eine Rückkehr der Krise ins Haus. Nicht nur, dass Griechenland bereits im Sommer wieder das Geld ausgehen dürfte und die französische Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen einen Euro-Austritt ihres Landes fordert. Auch harte Zahlen belegen, dass die Krise in der Eurozone zurück ist. So ist der Target2-Saldo der Bundesbank im Januar auf ein neues Rekordniveau von 795,6 Mrd. Euro gestiegen, nach 754,3 Mrd. Euro im Vormonat.

Etwas vereinfacht ausgedrückt ist der Target2-Saldo nichts anderes als eine Art „Überziehungskredit“, den die Bundesbank den anderen Notenbanken im Eurosystem gewährt. Seit der Euro-Krise ist zu beobachten, dass sich in den südeuropäischen Krisenländern im Zuge des Target2-Systems hohe Verbindlichkeiten und in Deutschland und einigen weiteren Ländern hohe Überschüsse ansammeln. Während der Zuspitzung der Euro-Krise flüchtete mehr privates Kapital aus den Krisenstaaten ins Ausland. Dieses private Kapital wurde durch Notenbankkredite der Überschussstaaten (insbesondere Deutschland) ersetzt.

Dafür sind die Anleihekäufe der EZB im Rahmen ihres QE-Programms mitverantwortlich, denn diese führen zu überschüssiger Liquidität. Da die Verkäufer der Anleihen die aus den Verkäufen resultierenden Guthaben bevorzugt bei Banken z.B. in Deutschland halten, erhöht das die Ungleichgewichte im Rahmen des Target2-Systems. Allerdings sind auch die auf QE zurückzuführenden Ungleichgewichte letztlich ein Ausdruck der weiterhin existierenden Fragmentierung im Euroraum, bei der private Investoren überschüssige Gelder nicht in Krisenländern wie Italien oder Spanien parken wollen.

In der Folge sammeln sich bei der Bundesbank riesige Überschüsse an. Diese Überschüsse sind aber für Deutschland gleichzeitig ein hohes Risiko, denn die „Guthaben“ der Bundesbank im Target2-System bestehen aus nichts anderem als aus Forderungen gegenüber den den Notenbanken der Krisenstaaten. Es steht vollkommen in den Sternen, ob die Krisenstaaten ihre Verbindlichkeiten gegenüber der Bundesbank jemals erfüllen können. Sollten einige Euro-Staaten die Gemeinschaftswährung verlassen, worauf jetzt wieder vermehrt spekuliert wird, dürften die Forderungen völlig uneinbringlich sein. Der Bundesbank könnten aus den Target2-Salden dann im schlimmsten Fall Verluste in Höhe von 795,6 Mrd. Euro ins Haus stehen – wenn sich die anderen Euro-Staaten irgendwann darauf verständigen sollten, die Verbindlichkeiten aus dem Target2-System nicht mehr zu erfüllen.

Die Kredite im Rahmen des Target2-Systems sind auch deshalb problematisch, weil sie anders als etwa die Hilfspakete für Griechenland, von keinem Parlament jemals beschlossen wurden, sondern einfach aus der Funktionsweise des Target2-Zahlungssystems, mit dem Zentralbankgeld zwischen den Banken der Eurozone übertragen wird, resultieren. Anders als etwa in den USA existiert in Europa auch kein Mechanismus, um die gegenseitigen Verbindlichkeiten wieder auszugleichen. Zwischen den regionalen Federal-Reserve-Banken in den USA werden entstehende Ungleichgewichte regelmäßig durch den Transfer von Goldzertifikaten ausgeglichen.

 

(© BörseGo AG 2017 – Autor: Harald Weygand, Head of Trading)

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Trumps Amerika – Drei Handlungsoptionen für US-Aktien nach dem Amtsantritt der neuen Regierung http://www.finanzpraxis.com/2017/02/trumps-amerika-drei-handlungsoptionen-fuer-us-aktien-nach-dem-amtsantritt-der-neuen-regierung/ http://www.finanzpraxis.com/2017/02/trumps-amerika-drei-handlungsoptionen-fuer-us-aktien-nach-dem-amtsantritt-der-neuen-regierung/#respond Tue, 21 Feb 2017 07:56:41 +0000 http://www.finanzpraxis.com/?p=22267 Donald Trumps überraschende Wahl zum US-Präsidenten hat mehrere Möglichkeiten für das Investieren in den US-Märkten eröffnet, zumal seine kontroverse und umstrittene Politik voraussichtlich weitreichende Auswirkungen auf viele Bereiche der US-Wirtschaft haben wird, sagt Viktor Nossek von WisdomTree.
Nach Auffassung von Nossek, der beim ETF- und ETP-Emittenten als Direktor Research tätig ist, hat Trumps Politik das Potenzial, den im vergangenen Jahr eingeschlagenen Aufwärtstrend an den US-Märkten in Richtung neue Allzeithochs umzukehren. Sollten Anleger skeptisch sein, was Trumps Fähigkeit angehe, seine Pläne umzusetzen, erscheinen im Gegenzug weiterhin defensive Sektoren als attraktiv. Dafür spricht deren Kombination aus solidem Gewinn- und Dividendenwachstum und ihre gegenüber dem Gewinnwachstum niedrige Bewertung.

“Die große Unbekannte für Investoren bleibt zum Jahresbeginn, ob Trump tatsächlich viele seiner Wahlversprechen umsetzt, oder ob diese aufgeweicht (oder blockiert) werden, sobald sie die verschiedenen Etappen durchlaufen, über die sie in US-Gesetze eingebettet werden”, sagt Nossek. “Abgesehen davon können Anleger ihre Portfolios an den möglichen Auswirkungen ausrichten, je nachdem welche Erwartung sie mitbringen was Trump erreichen kann.”

Nossek entwirft dazu drei Strategien, die Anleger je nach ihren Erwartungen an eine Präsidentschaft Trumps verfolgen könnten.

Mit Trump wird alles gut

Für Investoren, die erwarten, dass Trump die Bandbreite seiner politischen Ziele durchsetzen kann, bieten nach Meinung von Nossek zyklische Branchen, die unter der vorherigen Regierung schlechter abschnitten, die besten Chancen. “Wenn Sie davon überzeugt sind, dass Donald Trumps Politik erfolgreich sein und das Wirtschaftswachstum beschleunigen wird, sollte der Fokus liegen auf Aktien von Unternehmen mit niedrigerem Verschuldungsgrad, hoher Profitabilität und der Fähigkeit, hohe Cashflows zu generieren. Diese Firmen kommen aus Branchen, denen Trump mit seiner Politik zu einem neuen Schub verhelfen will.”

Zu diesen Bereichen zählt Nossek neben der Gesundheit die Industrie, IT und die Nicht-Basiskonsumgüter. Ausgenommen von einigen wenigen Firmen, die für letztes Jahr überwiegend enttäuschende Gewinne berichteten, könnten bei diesen Branchen die Gewinnprognosen nach oben angepasst werden, sollten unter Trump Kürzungen bei den Unternehmenssteuern und Ausgaben für Infrastrukturprogramme Gesetz werden.

Der WisdomTree US Quality Dividend Growth ETF bietet eine Möglichkeit, dieses pro-Trump-Szenario zu spielen. Nach seiner Neugewichtung, die jährlich im Dezember erfolgt, bilden diese vier Branchen, die Trumps Wachstumsagenda stützen, mehr als 70 % der Gewichtung innerhalb dieses ETF. “Die sehr hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Bilanzen dieser Firmen nur eine niedrige Verschuldung ausweisen, macht diese Strategie auch höchst robust vor dem Hintergrund steigender Zinssätze”, so Nossek weiter.

Das Risiko für diese Strategie besteht laut Nossek darin, dass Trumps Programm in der politischen Praxis beträchtlich verwässert wird. Die Strategie bedeutet aber auch eine ziemlich niedrige Dividendenrendite von 2,3 %, welche deutlich unter den Renditen liegt, die über andere Ansätze erzielt werden könnten.

Trump enttäuscht

Umgekehrt sollten sich Anleger, die denken, dass der neue US-Präsidenten Mühe haben wird, viele seiner Politikpunkte zu erreichen, Aktien im Blick behalten, welche Qualität und Sicherheit zugleich bieten. Viele Anleger setzten 2016 auf Basiskonsumgüter und Immobilienkonzerne mit der Erkenntnis, dass diese Geschäftsfelder ungeachtet wirtschaftlicher Hintergründe wachsen und die Aktienkurse in die Höhe treiben können.

Während die Bewertungen gestiegen sind, so Nossek weiter, bringe die Fähigkeit, Cash zu generieren und damit Dividenden zu steigern, eine Attraktivität mit sich, insbesondere wenn Trumps Politik scheitern sollte. “Diese Trends haben genug Raum, auch in diesem Jahr weiter zu laufen. Vor allem nach einer Periode steigender Bewertungen für 2017 können sie steigende Gewinne je Aktie genießen, falls Anleger an früheren Gewinnern festhalten.”

Wer sich dieser Strategie zuwendet, ist laut Nossek mit dem WisdomTree US Equity Income ETF gut aufgehoben. Das Risiko für ein solches Engagement besteht darin, dass die am meisten verschuldeten Firmen auf den US-Aktienmärkten durch steigende Inflation und Leitzinsen unter Druck geraten sind.

“Zu einer Zeit, in der in den USA der Inflationsdruck zunehmend selbsttragend wird und in der sich auf dem Arbeitsmarkt die Lohnerhöhungen beschleunigen, rückt eine striktere Zinspolitik der US-Notenbank näher. Vor diesem Hintergrund würde eine Anhebung der Leitzinsen um 50 oder 75 Basispunkte sensible Branchen wie Immobilien, Versorger und Telekom, in denen der US Equity Income ETF übergewichtet ist, einem höheren Risiko aussetzen”, erläutert Nossek.

Ungeachtet dessen bietet der US Equity Income Index mit einer Ausgangsrendite von 3,7 % und einer breiteren Branchenallokation als der US Quality Dividend Growth ein Polster für Investoren, die darüber besorgt sind, dass einige Branchen überhitzen könnten.

Ein gemischtes Bild

Natürlich gibt es auch ein Szenario, bei dem keines der beiden Extreme zustande kommt. Hier vertritt Nossek die Auffassung, dass der Fokus auf US-Nebenwerte die beste Lösung bietet.

Small Caps lieferten 2016 sehr starke Renditen und überflügelten damit den breiteren US-Markt. Während der The Russell 2000 Index um 20,8% zulegte, gewann der Small Cap Dividend Index von Wisdom Tree 31,4% an Wert. Als Resultat dieser Spitzenerträge hat der WisdomTree Small-Cap Dividend Index erhebliche Umsatzsteigerungen verbucht, wobei rund ein Viertel seiner Beteiligungen ausgewechselt wurden. Diese Strategie bietet nun eine Dividendenrendite von 3,6 %. Dabei liegt der Schwerpunkt auf einigen Sektoren, die aller Voraussicht nach von Trumps Politik profitieren werden. Dabei handelt es sich um langanhaltende Wachstumsstorys in einzelnen Industriebereichen sowie um einzelne Immobiliensektoren.

“Investoren eröffnen sich hier in zweierlei Hinsicht Möglichkeiten,” sagt Nossek. “Zum einen sind relativ hohe Dividenden möglich und zum anderen verschaffen sich Anleger Zugang zu Sektoren, die als Nutznießer von einigen der Pläne Trumps gelten.” Im Gegenzug sind die gestiegenen Bewertungen das größte Risiko bei Small Caps. Ein durchschnittliches KGV von 25 auf Basis von 2017 lässt für die Firmen wenig Raum, ihre Gewinnerwartungen zu verfehlen, zumal ein Großteil des Trump-Effekts bereits eingepreist ist. Mit anderen Worten: jede Beschränkung durch Trumps erhöhen das Risiko, das die Bewertungsprämie gegenüber dem breiten US-Markt mit sich bringt.”

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James Lynch von Kames Capital sieht an den Festzinsmärkten zwei attraktive Alpha-Chancen http://www.finanzpraxis.com/2017/02/james-lynch-von-kames-capital-sieht-an-den-festzinsmaerkten-zwei-attraktive-alpha-chancen/ http://www.finanzpraxis.com/2017/02/james-lynch-von-kames-capital-sieht-an-den-festzinsmaerkten-zwei-attraktive-alpha-chancen/#respond Tue, 21 Feb 2017 07:53:52 +0000 http://www.finanzpraxis.com/?p=22263 James Lynch, Co-Manager des Kames Absolute Return Bond Constrained Fund, erklärt, dass sich das Augenmerk des Investmentteams in den letzten Wochen vor allem auf zwei Alpha-Chancen richtet.

James Lynch, der den Fonds zusammen mit Euan McNeil verwaltet, erläutert, dass sich angesichts des potenziellen Anstiegs der Inflation in den USA die Möglichkeit ergeben hat, den Fokus auf inflationsgeschützte US-Schatzanleihen zu richten. Festzinsanleger in Europa können die unterschiedlichen Aussichten für Frankreich und Italien ausschöpfen.

Nachfolgend legt Lynch dar, weshalb vor allem diese beiden Möglichkeiten derzeit besonders attraktiv sind.

Short Italien vs. Long Frankreich

„Italien steht nach unserer Einschätzung kurz- und langfristig vor großen Schwierigkeiten. Und die Fundamentaldaten in Italien scheinen sich auf kurze Sicht einzutrüben. Das jüngste Referendum wurde abgeschmettert, was die Durchführung dringend benötigter Reformen für das Land erschwert. Das wiederum bedeutet, dass Anleger, die dem italienischen Staat Geld leihen, eine höhere Rendite fordern werden und die Verschuldung weiterwächst.

Zudem könnte die Bonität des Landes von den Ratingagenturen herabgestuft werden. Wenn italienische Anleihen im Finanzsystem als Sicherheit verwendet werden, müsste der Sicherungsnehmer italienischer Anleihen folglich einen höheren Abschlag anwenden.

Ganz anders ist die Situation in Frankreich. Die politischen Probleme dort werden entweder gravierend sein oder verschwinden, je nachdem, wer zum Staatspräsidenten gewählt wird. Ein Wahlsieg von Emmanuel Macron oder François Fillon wird im Ausland als Fortsetzung des Status quo ausgelegt werden, während die Möglichkeit von Reformen sich zumindest gegenüber anderen europäischen Anleihemärkten positiv auf französische Anleihen auswirken würde.

Ein Sieg von Marine Le Pen ist hingegen auf jeder Ebene ein großes Risiko für den Status quo, angefangen von der Einwanderungs- und Verteidigungs- bis hin zur Außen- und Wirtschaftspolitik. Am meisten beschäftigt die Märkte jedoch ihr Wille, in Frankreich den Euro abzuschaffen.

Sollte dieses Szenario eintreten, könnten die durch den Brexit kürzlich verursachten Turbulenzen dagegen völlig harmlos erscheinen. Außerdem könnte es die Angst der Anleger vor einem vollständigen Zusammenbruch der EU schüren.

Sollte der Markt eine höhere Wahrscheinlichkeit eines derartigen Ausgangs einpreisen, dürfte dies für Italien aufgrund der aktuellen Schwäche weitaus schlimmer sein als für Frankreich. Die Schuldendynamik in Italien ist weitaus schlechter als in Frankreich. Im Falle eines Zusammenbruchs der EU würde der Markt nach den schwächsten Gliedern im System suchen, also den Peripheriestaaten und damit auch Italien, die und sich darauf konzentrieren.

Unabhängig davon, welches Szenario eintritt, halten wir es daher für wahrscheinlicher, dass Frankreich Italien übertreffen kann. Im Mittelpunkt steht für uns dabei das 10-jährige Marktsegment.“

Long bei inflationsindexierten Anleihen des US-Schatzamtes (TIPS) aufgrund von Breakeven-Erwartungen

„TIPS sind direkt an das Ausmaß des Inflationsanstiegs oder -rückgangs in den USA gekoppelt. Je stärker die Inflation steigt, desto wertvoller werden TIPS. Bei nominalen US-Schatzanleihen ist der Ertrag demgegenüber fest und kann von der Inflation aufgezehrt werden.

Das Problem bei nominalen Schatzanleihen sind Inflation und Wachstum. Wir erwarten, dass die aktuelle Inflationsrate in den USA in den nächsten Monaten steigen wird. Obwohl wir nicht wissen wie stark, scheint eine Inflationsrate von 2,5% plausibel.

Daher haben wir vor Kurzem eine 5-jährige inflationsgeschützte Anleihe Long gegenüber 5-jährigen US-Treasuries Short bei einem Breakeven von 1,98% gekauft. Wenn die Inflation über fünf Jahre exakt 1,98% beträgt, erreichen wir den Breakeven. Wenn der Markt jedoch zu einem bestimmten Zeitpunkt höhere Inflationserwartungen einpreist, können wir auf der Basis von diesem Spread Geld verdienen.

Selbst wenn man die volatilsten Inflationselemente beiseitelässt und sich nur auf die Kernzahlen konzentriert, ergibt sich eine Inflationsrate von 2,2%. Und selbst das liegt über der aktuellen Breakeven-Rate von fünfjährigen Anleihen.

Selbstverständlich könnte sich herausstellen, dass Trump mit seiner Politik die Inflation noch anheizt, wenn er die Infrastrukturausgaben erhöht oder Importzölle einführt. Am Markt sind diese Risiken bislang nicht eingepreist. Daher könnten die Inflationserwartungen noch mehr steigen, falls diese politischen Maßnahmen umgesetzt werden.“

]]> http://www.finanzpraxis.com/2017/02/james-lynch-von-kames-capital-sieht-an-den-festzinsmaerkten-zwei-attraktive-alpha-chancen/feed/ 0 ETF – Indexfonds: Hat es sich für Anleger gelohnt? http://www.finanzpraxis.com/2017/02/etf-indexfonds-hat-es-sich-fuer-anleger-gelohnt/ http://www.finanzpraxis.com/2017/02/etf-indexfonds-hat-es-sich-fuer-anleger-gelohnt/#respond Mon, 20 Feb 2017 16:25:19 +0000 http://www.finanzpraxis.com/?p=22261 Eine Auswertung des Rendite-Risiko-Profils von Indexfonds in einigen wichtigen Fondskategorien zeigt, dass eine Passivierung von Aktienstrategien sich nicht zwangsläufig für Anleger in Outperformance gegenüber aktiv verwalteten Fonds niederschlagen muss.

ETF – Indexfonds haben auch im vergangenen Jahr ihren Siegeszug in Europa fortgesetzt. Ohne Hinzurechnung von Geldmarktfonds stieg der Anteil von ETFs und nichtbörsennotierten Indexfonds am gesamten europäischen Fondsmarkt von 13,8 Prozent per Ende 2015 auf 15,1 Prozent ein Jahr später. Das europaweit in Indexfonds investierte Vermögen von 1,1 Billionen Euro verteilt sich etwa hälftig auf ETFs und nichtbörsennotierte Indexfonds.

Besonders markant ist die Entwicklung im Aktienbereich. Hier machen Indexfonds bereits rund 25 Prozent des Aktienfondsmarkts aus. Der Anstieg des Marktanteils geht auf die steigende Nachfrage zurück. 2016 investierten Anleger netto 27,7 Milliarden Euro in passiv verwaltete Aktienfonds. Aus aktiv verwalteten Aktienfonds wurden im vergangenen Jahr europaweit indes 90,4 Milliarden Euro netto abgezogen. Das war nichts weniger als ein Erdrutsch!

Der Trend ist also klar: Investoren schichten von aktiv verwalteten Anlagefonds in ETFs und nichtbörsennotierte Indexfonds um. Diese Feststellung wird immer mehr zur Binsenweisheit. Wenig diskutiert wird indes, ob sich diese Entwicklung auch aus Anlegersicht gelohnt hat. Wie stellt sich das Rendite-Risiko-Profil der passivierten Investments dar?

Morningstar Sterne-Rating als Maßstab des Aktiv-passiv-Tests

Um diese Frage zu beantworten, machen wir den Test und greifen dabei auf das Morningstar Sterne Rating zurück. Unser viel beachtetes Rating ist das Ergebnis einer quantitativen Analyse und hat das Ziel, die Vergangenheits-Performance vergleichbarer Fonds unter Berücksichtigung von Risiken zu bewerten.

Eine Morningstar Sterne-Rating bekommt jeder Fonds, der einer homogenen Fondskategorie angehört und eine Historie von über drei Jahren aufweist. Die Ratings innerhalb einer Morningstar Fonds-Kategorie werden wie folgt verteilt: Die 10% der Fonds mit der besten risikoadjustierten Rendite bekommen fünf Sterne, die folgenden 22,5% erhalten vier, die mittleren 35% der Fonds drei, die nachfolgenden 22,5% zwei und die schlechtesten 10% der Fonds einer Morningstar-Kategorie werden mit einem Stern bewertet.

Die Untersuchung am Sterne-Ratings auszurichten, hat für Anleger den großen Vorteil, dass sie auf einen Blick feststellen können, wie ETFs in der Vergangenheit relativ zu vergleichbaren (aktiven) Fonds abgeschnitten haben. Die meisten Morningstar Kategorien werden zahlenmäßig von aktiv verwalteten Fonds dominiert. Besitzt nun ein ETF ein Fünf- oder Vier-Sterne-Rating, dann hat er innerhalb seiner Kategorie — und damit vorwiegend gegenüber aktiv verwalteten Fonds — überdurchschnittlich gut abgeschnitten. Ein Drei-Sterne-Rating impliziert, dass der ETF nicht aus der Masse der aktiven Fonds herausragt. Ein ETF mit einem Ein- oder Zwei-Sterne-Rating gehört zum schlechtesten Drittel der Vergleichsfonds. Solche ETFs werden von den meisten aktiv verwalteten Fonds der Kategorie abgehängt.

Von Europa über Amerika zu Schwellenländern: Fünf Kategorien im Check

Die Probe bei fünf großen europäischen Aktienfondskategorien zeigt ein gemischtes Bild. Wir haben uns das Rendite-Risiko-Profil von fünf Standardwertekategorien näher angeschaut, die in deutschen Privatanlegerdepots typischerweise stark vertreten sein dürften. Europäische Standardwertefonds, die sich überwiegend am MSCI Europe Index messen; deutsche Standardwertefonds, die sich am DAX 30 messen müssen; globale Standardwertefonds mit dem MSCI World als Kategorie-Benchmark, Schwellenländer-Standardwertefonds, die den Index MSCI Emerging Markets im Visier haben sowie USA-Standardwerte-Blend-Fonds, die gegen den S&P 500 antreten müssen.

Kommen wir zunächst zur Frage nach dem Marktanteil der passiven Fonds in den jeweiligen Kategorien. Wie aus der unteren Tabelle hervorgeht, war der Indexierungsgrad in der Kategorie „Aktien USA Standardwerte Blend“ per Ende 2016 am höchsten: 62 Prozent der bewerteten Fonds-Assets steckten in Indexfonds. Das ist deutlich mehr als noch drei Jahre zuvor: Per Ende 2013 lag die Indexierungsquote noch bei 48 Prozent. Anleger haben hier als am kräftigsten von aktiven Fonds zu passiven Fonds umgeschichtet.

Auch in der Kategorie „Aktien Deutschland Standardwerte“ steckt jeder dritte Euro in Indexfonds. Das ist allerdings deutlich unter dem Niveau von vor gut drei Jahren. Per Ende 2013 belief sich die Indexierungs-Quote in der Kategorie sogar auf 43 Prozent. Hohe Abflüsse aus DAX-ETFs haben aktive Fonds zu einem größeren Marktanteil verholfen.

Deutlich angestiegen ist die Quote an Indexfonds an gerateten Assets indes in den drei verbliebenden Kategorien „Aktien Europa Standardwerte Blend“, „Aktien weltweit Standardwerte Blend“ und „Aktien Schwellenländer weltweit Standardwerte“.

Doch nun zur Frage, ob sich die Indexierung von Fondsgeldern sich für Anleger gelohnt hat. Messlatte hierfür ist die Quote an Assets in Vier- und Fünf-Sterne Indexfonds. Wie aus der unteren Tabelle hervorgeht, sind die Ergebnisse durchwachsen. Recht klar ist die Antwort mit Blick auf globale und USA-Aktienfonds. Hier steckten per Ende vergangenen Jahres 99 Prozent bzw. 95 Prozent der bewerteten Assets in Vier- und Fünf-Sterne-Indexfonds. Wer also einen Indexfonds mit Morningstar Rating in diesen beiden Kategorien hält, kann fast sicher sein, einen überdurchschnittlichen Fonds im Portfolio zu halten. Diese Quote ist übrigens seit 2013 stabil geblieben. Aktive Manager hatten und haben in diesen beiden Kategorien also einen sehr schweren Stand.

Doch das Bild sieht mit Blick auf Aktien Europa, Schwellenländer und Deutschland Standardwerte anders aus: Bei Aktien Europa und Aktien Deutschland steckten zum Ende des vergangenen Jahres gerade einmal gut 50 Prozent der bewerteten Assets in Vier- oder Fünf-Sterne-Fonds. Zwar sind Indexfonds mit einem Ein- oder Zwei-Sterne-Rating eine Rarität. Indes finden sich etliche Tracker auf den MSCI Europe im durchschnittlichen Drei-Sterne-Bereich.

Ähnlich sieht es bei Deutschland-Indexfonds aus: Hier stecken 50% der Assets in Drei- und 50 Prozent in Vier-Sterne-Fonds. Das ist keine schlechte Bilanz, aber eine Indexierung der Assets brachte in dieser Kategorie nicht zwangsläufig eine Outperformance gegenüber aktiv verwalteten Produkten. Allerdings hat sich das Rendite-Risiko-Profil der DAX-Tracker in den vergangenen drei Jahren deutlich verschlechtert. Per Ende 2013 befanden sich noch 77 Prozent der indexierten Assets im Vier- und Fünf-Sterne-Bereich.

Verschlechtert hat sich auch das Rendite-Risiko-Profil der Emerging Markets Indexfonds. Waren noch Ende 2013 53 Prozent der Assets in guten und sehr guten Indexfonds, sank die Quote per Ende 2016 um neun Punkte auf 44 Prozent. Das Gros der Emerging Markets Fonds-Assets mit Morningstar Ratings sitzt in Drei-Stern-Produkten. Vor allem Indexfonds auf den MSCI Emerging Markets Index kommen überwiegend auf Drei-Sterne-Ratings und sind damit nicht besser als der Durchschnitt der aktiv verwalteten Produkte der Kategorie. Doch immerhin: Nur ein Bruchteil der Assets stecken in schwachen Fonds: Vor allem Tracker auf Nachhaltigkeits-Indizes und auf fundamental gewichtete Rafi-Indizes weisen ein Zwei-Sterne-Morningstar Sterne-Rating auf.

 

Quellenangabe: http://www.morningstar.de/de/news/156464/indexfonds-hat-es-sich-f%C3%BCr-anleger-gelohnt.aspx

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Fast 15 Jahre Haft für ZeekRewards Ponzibetrüger Burks http://www.finanzpraxis.com/2017/02/fast-15-jahre-haft-fuer-zeekrewards-ponzibetrueger-burks/ http://www.finanzpraxis.com/2017/02/fast-15-jahre-haft-fuer-zeekrewards-ponzibetrueger-burks/#respond Mon, 20 Feb 2017 09:37:56 +0000 http://www.finanzpraxis.com/?p=22259 Am Montag den 13. Februar 2017 fand die Urteilsverkündung gegen Paul Burks, den Gründer von ZeekRewards, durch den Bundesrichter Max Cogburn in Charlotte, USA, statt. Der 70-jährige Ponzibetrüger Burks wurde zu einer Haftstrafe von 14 Jahren und acht Monaten verurteilt und hatte dabei noch Glück, denn das Urteil hätte laut US-Recht auch 59 Jahre betragen können.

ZeekRewards wurde 2010 gegründet und bereits 2012 von den US-Behörden geschlossen, die mit aller Härte gegen den hochkriminellen Ponzibetrüger Burks vorgegangen sind. Der Gesamtschaden betrug rund 939 Millionen Dollar.

Für Kryptobetrüger drohen hohe Haftstrafen in den USA

Es gibt also gute Gründe, warum auch Kryptobetrüger den Standort USA meiden, wie der Teufel das Weihwasser. Genauso wie bei dem Ponzisystem von Burks, nähren sich Kryptovertriebe aus den Einzahlungen neu rekrutierter Teilnehmer. Und auch hier wird mit exorbitanten Gewinnversprechungen und der wundersamen Geldvermehrung geworben, um neue Opfer in die Systeme zu locken.

Bereits bei einem solchen Tatbestand, der in den USA als Anlagebetrug gewertet wird, würde die >> Securities and Exchange Commission (SEC) <<, als US-Börsenaufsichtsbehörde wohl erste Stoßtrupps mobilisieren, um die Ponzibetrüger von der Bühne weg zu verhaften.

Bei Kryptobetrugssystemen wird auf die Einzahlungen der neuen Systemteilnehmer Provisionen ausbezahlt, was laut US-Recht, eigentlich der Zahlung eines Kopfgeldes gleichkommt. In den USA erfüllt dies mindestens den Tatbestand des Betriebes eines illegalen Pyramidensystems.

Kann nachgewiesen werden, dass sich das System nur durch die Einzahlungen neuer Teilnehmer am Leben hält, dann handelt es sich um ein Ponzisystem, was eigentlich bei allen Kryptovertrieben der Fall zu sein scheint. Kommt nämlich kein frisches Geld rein, bricht das Kartenhaus garantiert zusammen.

Zwar werden als Produkte oft Schulungspakete oder der angebliche Erwerb von „Mining-Hardware“ vorgeschoben, um das eigentliche Kopfgeldsystem halbwegs zu kaschieren und damit rein optisch zu legalisieren, aber in der Konsequenz würden US-Behörden derartige Verschleierungsversuche schnell enttarnen und die Initiatoren im Ernstfall mit lebenslangen Haftstrafen „wegknasten“, um es salopp auf den Punkt zu bringen.

Für Ponzibetrüger und „Krypto-Propheten“ mag es momentan zwar außerhalb der Vereinigten Staaten scheinbar zahlreiche rechtliche Lücken geben, aber würde auch nur eines der bekannten „Ponzi-Kryptosysteme“ in den USA betrieben werden, wäre wohl sofort mit Ermittlungen wegen Betriebes eines Ponzi- und Pyramidensystems in Tateinheit mit Geldwäsche, Steuerhinterziehung, Verschwörung und gewerbsmäßigen Betruges zu rechnen.

Und genau hier scheint der Grund zu liegen, warum es in den USA keine Kryptovertriebe zu geben scheint.

 

 

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BDIU begrüßt überfällige Insolvenzrechtsreform, die Rechts- und Planungssicherheit für Gläubiger schafft http://www.finanzpraxis.com/2017/02/bdiu-begruesst-ueberfaellige-insolvenzrechtsreform-die-rechts-und-planungssicherheit-fuer-glaeubiger-schafft/ http://www.finanzpraxis.com/2017/02/bdiu-begruesst-ueberfaellige-insolvenzrechtsreform-die-rechts-und-planungssicherheit-fuer-glaeubiger-schafft/#respond Mon, 20 Feb 2017 08:56:06 +0000 http://www.finanzpraxis.com/?p=22257 Der Bundestag hat gestern Abend in zweiter und dritter Lesung eine Reform des Insolvenzanfechtungsrechts beschlossen. Für die Unternehmen in Deutschland ist das eine gute Nachricht. Sie sind nun besser vor dem Risiko geschützt, erhaltene, verbuchte und bereits längst reinvestierte Zahlungen auch noch Jahre später an Insolvenzverwalter zurückführen zu müssen.

Bislang konnte es passieren, dass Firmen noch bis zu zehn Jahre später Geld zurückgeben mussten, das ihnen ihre Kunden gezahlt hatten. Begründung dafür: Den Kunden waren zum Beispiel Ratenzahlungen oder Stundungen gewährt worden. Den Gläubigern wurde in diesem Zusammenhang unterstellt, von einer drohenden Zahlungsunfähigkeit des Schuldners gewusst und sich so einen Vorteil gegenüber anderen Gläubigern verschafft zu haben. Die Reform stellt jetzt klar: Gläubiger, die ihren Schuldnern Zahlungserleichterungen gewähren, können davon ausgehen, dass diese Tatsache alleine keine Vorsatzanfechtung mehr begründet.

Außerdem reduziert sich die Anfechtungsfrist von bislang zehn auf künftig vier Jahre.

Auch Zinsansprüche bei Insolvenzanfechtungen werden neu geregelt. Sie werden künftig erst mit Eintritt des Verzugs entstehen. Dadurch ist es für Insolvenzverwalter weniger attraktiv, bereits Jahre zurückliegende Zahlungen noch anzufechten.

Ebenfalls positiv: Es soll keine Gläubiger erster und zweiter Klasse geben. Die Verzögerung des Gesetzgebungsverfahrens war vor allem dem Streit um das Fiskusprivileg geschuldet, das es Finanzämtern und Sozialkassen ermöglicht hatte, sich gegenüber anderen Gläubigern einen Vorteil zu verschaffen. Nun aber schiebt die Reform direkten oder indirekten Fiskusprivilegien einen Riegel vor.

Der Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen (BDIU) begrüßt die Reform. „Sie schafft Gläubigern endlich die lange versprochene Rechtssicherheit“, sagt BDIU-Präsidentin Kirsten Pedd. „Wir sind froh, dass die Koalition dieses wichtige Gesetzesvorhaben nun doch noch im Laufe dieser Legislaturperiode verabschiedet hat. Die Unternehmen, für die vor allem finanzielle Planungssicherheit eine tragende Säule ihrer Geschäftstätigkeit ist, mussten lange genug darauf warten.“

Union und SPD hatten sich bereits in ihrem Koalitionsvertrag Ende 2013 auf eine Reform des Anfechtungsrechts verständigt. Der BDIU hatte wiederholt auf das Problem aufmerksam gemacht und auf eine zeitnahe Lösung noch vor der Bundestagswahl gedrängt.

 

Über den BDIU
Dem Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen gehören 560 Unternehmen des Forderungsmanagements an. Gemeinsam führen sie der Wirtschaft pro Jahr rund 5 Milliarden Euro an ausstehenden Forderungen wieder zurück. Die über eine halbe Million Auftraggeber der Inkassounternehmen kommen aus allen Wirtschaftsbereichen und beschäftigen mehr als 6 Millionen Menschen in Deutschland.

 

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Chartanalyse Gold, Silber, Platin, GDX und GDXJ http://www.finanzpraxis.com/2017/02/chartanalyse-gold-silber-platin-gdx-und-gdxj/ http://www.finanzpraxis.com/2017/02/chartanalyse-gold-silber-platin-gdx-und-gdxj/#respond Mon, 20 Feb 2017 08:54:16 +0000 http://www.finanzpraxis.com/?p=22255 Die Edelmetalle und Minenaktien treten mehr oder weniger auf der Stelle. Der Februar insgesamt konnte noch keine größeren Kursgewinne vorweisen.

Starke Widerstandcluster müssen genommen werden

Der Gold-Future bewegt sich weiterhin unterhalb dem starken Widerstandscluster, welches in der Zone um $1.250 verläuft. Auch der Silber-Future hat jetzt starke Widerstände im Bereich der 200 Tage Linie und der psychologisch wichtigen und runden Zahl von $18,00 erreicht. Der Platin-Future kann sich weiterhin über der $1.000 Marke, wenngleich die letzten Tage etwas schwächere Kurse zeigten.

Die mittelfristigen Aufwärtstrends, die im Dezember 2016 bei den Edelmetallen begonnen haben, sind weiterhin intakt, so dass die Wahrscheinlichkeit für weiter steigende Edelmetallpreise spricht.

GDX und GDXJ

Die Gold- und Silberaktien, vertreten durch die beiden umsatzstarken ETFs mit den Börsenkürzeln GDX und GDXJ, bewegen sich im Februar überwiegend seitwärts, aber auch hier sind die mittelfrstigen Aufwärtstrends noch intakt. Für GDXJ hat sich das 61,8 % Fibonacci-Korrekturniveau bislang als starker Widerstand gezeigt.

Für weitere Informationen schauen Sie sich bitte meine aktuelles Chartananlyse Video an.

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Die Digitalisierung als die wichtigste Veränderung heutzutage http://www.finanzpraxis.com/2017/02/die-digitalisierung-als-die-wichtigste-veraenderung-heutzutage/ http://www.finanzpraxis.com/2017/02/die-digitalisierung-als-die-wichtigste-veraenderung-heutzutage/#respond Fri, 17 Feb 2017 14:24:21 +0000 http://www.finanzpraxis.com/?p=22250 Was zeichnet unsere heutige Zeit aus? Digitalisierung! Digitalisierung wird heute in jeglichen Bereichen unseres Lebens großgeschrieben. Sie ist überall präsent. Beinahe jeder Aspekt unseres Lebens ist von ihr betroffen. Einst waren die Maschinen für einen Sprung in der Wirtschaft verantwortlich. Heute geht man weiter, indem man bestrebt ist, die Maschinen miteinander zu vernetzen und sich selbst zu überlassen, um somit effizienter zu sein und mehr Geld zu verdienen.

Apropos Geld. Geld ist auch keine Ausnahme und ist ebenso von der Digitalisierung betroffen. Ursprünglich verwendeten Menschen Geld in seinen primitivsten Formen als Tauschmittel zum Handeln. Jede Gesellschaft erschuf zudem eigene Währung, wodurch eine bestimmte Form des Geldes von allen akzeptiert wurde. Heutzutage kann diese ebenso digital erfasst werden und wird als ihre ursprüngliche Form behandelt. Das sogenannte Echtgeld wird beispielsweise bei den Glücksspielen verwendet. Das Online Casino Schweiz Echtgeld ist ein gutes Beispiel dafür, wie man dank der Digitalisierung sein Schicksal herausfordern, Spaß haben und schnell und unkompliziert das erspielte Geld auf sein eigenes Konto überweisen lassen kann. Die Ein- und Auszahlungen können ganz einfach getätigt werden. Das ist eine ganz neue Dimension der Zahlungsmittel, die auch andere finanzielle Bereiche erobert hat. Dabei stellt sich die Frage, ob man dadurch das Geld und sein Wert anders wahrnimmt, als in Zeiten vor der Digitalisierung, wo es beispielsweise noch einen materiellen Gegenwert beinhaltete. Besteht hier nicht die Gefahr, dass man eher das ganze Geld verspielt, weil es einem nicht echt vorkommt? Hier ist es für den Spieler wichtig, verschiedene Hilfsmechanismen bereitzustellen, die ihn schützen sollen, nicht das ganze Geld versehentlich zu verspielen. Vor allem neue Spieler sollten jedes Spiel im Übungsmodus ausprobieren und dann erst um „Echtgeld“ spielen, um das Gefühl zu bekommen, dass es sich immer noch um echtes Geld handelt, auch wenn man mit der immateriellen Form dessen zu tun hat.

Natürlich dreht es sich bei einem Online Casino auch um andere Aspekte. Dank der digitalen Form wird indirekt auch der Umweltfaktor positiv beeinflusst, da für das Spiel keine beheizten, beleuchteten Räume notwendig sind. Die veralteten Spielautomaten müssen nicht durch neue ersetzt werden. Denn man hat ja so oder so einen Rechner zuhause, diesen kann man gleichzeitig für fast alles benutzen. Aber laufen wir da nicht die Gefahr, dass wir dank Internet bald unsere vier Wände gar nicht mehr verlassen müssen? Wie schon längst bekannt ist, eine Medaille hat zwei Seiten und es ist ganz uns überlassen, für welche Seite wir uns entscheiden. Dank der Digitalisierung und der frei gewordenen Zeit können wir uns heute mehr auf die wichtigeren Dinge konzentrieren oder auf etwas, was uns glücklich und zufrieden macht. Die Entscheidung liegt ganz bei uns, was wir aus unseren Möglichkeiten machen. Wenn wir merken, dass wir die immaterielle Währung bspw. zu schnell ausgeben, sollten wir eine Lösung finden. Anstatt auf diese und auf die Vorteile, die sie mit sich bringt, zu verzichten, sollten wir zur Hilfe entsprechende Werkzeuge benutzen, die uns wiederum auf dieser Seite digital bereitgestellt werden!

 

 

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Change nervt! Oder? http://www.finanzpraxis.com/2017/02/change-nervt-oder/ http://www.finanzpraxis.com/2017/02/change-nervt-oder/#respond Fri, 17 Feb 2017 08:52:10 +0000 http://www.finanzpraxis.com/?p=22247
Change, also Veränderung, nervt viele Menschen – weil sie sich nach Stabilität sehnen. Denn diese vermittelt ihnen das Gefühl von Sicherheit. Doch in der von Veränderung geprägten VUCA-Welt können Unternehmen ihren Mitarbeitern die gewünschte Stabilität oft nicht bieten. Also braucht die Beziehung Unternehmen-Mitarbeiter ein neues Fundament.

 

Viele Menschen reagieren auf Veränderungen in ihrem beruflichen und privaten Umfeld so, als gebe es einen Nor­malzustand, in dem sich nichts verändert. Dabei ist Veränderung die einzige Konstante im Leben:

  • Menschen verändern sich,
  • Beziehungen wandeln sich,
  • Gebäude altern, Dinge gehen kaputt,
  • etwas wächst, etwas vergeht.

Kurz: Stabilität ist eine Illusion.

 

Trotzdem haben die meisten Menschen eine große Sehnsucht nach Stabilität. Sie ist oft so groß, dass wir die Augen zukneifen und das Leben in so kleinen Zeitabschnitten betrachten, dass wir die Veränderung nicht sehen. Eine Ursache hierfür ist: In unserem Alltag erfordert es meist wenig Energie, Dinge (scheinbar) stabil zu halten. Verändern hingegen kostet Kraft. Doch reicht das als Begründung oder Rechtfertigung für das Festhalten an der Illusion „Stabilität“? Wenn wir ehrlich sind, wissen wir: Wir machen uns etwas vor.

 

Wie befreien wir uns aus dem Dilemma, dass wir Menschen

  • einerseits eine tiefe Sehnsucht nach Stabilität haben, die oft in Bequemlichkeit mündet, und
  • andererseits alles im Fluss und Wandel ist?

Diese Frage beschäftigt viele Unternehmer. Denn offensichtlich hat in unserer Wirtschaft das „Alles ist im Fluss“ eine neue Dynamik gewonnen: Die Märkte verändern sich immer schneller, die technologische Entwicklung schreitet rascher voran, die Produktlebenszyklen werden stets kürzer, die Strategien haben eine immer kürzere Halbwertszeit, und….

 

 

Mit der „Dauerunruhe“ leben

 

Früher konnte man als Chef nach einer Reorganisation oder strategischen Neuausrichtung den Mitarbeitern (und Kapitalgebern) ein gewisse Konstanz und Sicherheit versprechen. Heute ist es oft sogar unmöglich, für ein Jahr ehrliche Prognosen abzugeben. Deshalb herrscht in zahlreichen Unternehmen eine Art Dauerunruhe-Zustand. Und viele Führungskräfte ste­cken im Dilemma, dass sie ihren Mitarbeitern nicht mehr versprechen können: „Ihr Job ist sicher“. Oder: „Unsere Strategie gilt für die nächsten Jahre.“ Zugleich fordern ihre Mitarbeiter jedoch Sicherheit und eine längerfristige Planung.

 

Aktuell geistert durch die Management-Diskussion ein Begriff, der diesen Zustand der Dauerunruhe beschreibt: das Akronym VUKA (siehe Kasten). Es fasst formelhaft zusammen, dass wir in einer immer volatileren, unsichereren, komplexeren und mehrdeutigeren Welt leben. Daran besteht kein Zweifel. Doch was bedeutet das für uns Menschen? Wie gehen wir mit dieser Situation um, und wie finden wir uns in ihr zurecht?

 

Bei den Mitarbeitern von Unternehmen (wozu auch deren Führungskräfte zählen) erlebt man oft folgende Reaktionen.

Reaktion 1: Change-Müdigkeit. Sie zeigt sich unter anderem darin, dass Anpassungsanforderungen mit Lethargie, Fatalismus oder Zynismus kommentiert werden.

Reaktion 2: Change-Ignoranz. Manche Mitarbeiter haben gelernt, Neuerungen ein­fach auszusitzen – gemäß der Maxime: „Wenn ich mich langsam genug bewege, ist diese Welle vorbei, bevor ich etwas ändern muss.“

Reaktion 3: aktiver Widerstand. Durch ein Festhalten an Überholtem sowie durch Endlos-Diskussionen und Stimmungsmache wird mit Zähnen und Klauen versucht, den Status quo zu erhalten.

Selbstverständlich begegnet man in den Unternehmen  auch Mitarbeitern, die sich auf Veränderungen einlassen. Doch das Gros leidet unter der Dauerunruhe und ist wenig offen für Veränderungen.

 

 

Agile Organisation – eine Antwort?

 

Was dagegen tun? In Management-Kreisen wird in jüngster Zeit als mögliche Lösung das Thema „agile Organisation“ diskutiert – also das Implemen­tieren einer Unternehmenskultur, die sich der Veränderungsdynamik bewusst ist und darauf mit einer hohen Anpassungsfähigkeit antwortet. In einem solchen System, so die Hoffnung, organisieren sich die Menschen an­ders als bisher. Sie entscheiden schneller, tragen Verantwortung und tauschen sich aus. Doch wer sind die Träger einer solchen Kultur? Die Menschen in der Organisation und ihre Beziehungen zueinander. Also gilt es hier den Veränderungshebel anzusetzen.

 

Dies ist unter anderem nötig, weil in einer agilen Organisation, die weitgehend auf starre Organigramme, Bereichsgrenzen und Aufgabenbeschreibungen verzichtet, die Orientierungsanker andere als in der klassischen Top-down-Organisation sind. Und die Mitar­beiter können sich bei ihrer Arbeit weniger auf Beschlüsse in der Vergangenheit sowie Vorgaben beziehen. Sie müssen „wach“ sein und über die Fähigkeit verfügen, einzuschätzen, was gerade passiert – und hierauf sinnvoll zu reagieren. Statt Beständigkeit ist geistige Flexibilität gefragt. Statt Dienst nach Vorschrift sind Neugier und Selbstbewusstsein ge­fordert. Statt Stabilität findet Entwicklung statt.

 

Eine solche Form des Miteinanders hat Auswirkungen auf die Beziehung Unternehmen-Führung-Mitarbei­ter. Wir sind im betrieblichen Kontext ein Beziehungsmodell gewohnt, in dem getroffene Vereinbarungen sozusagen dauerhaft Gültigkeit haben – seien dies Vereinbarungen bezüglich der Arbeitszeit, Entlohnung, Zuständigkeiten, Arbeitsinhalte oder Karrierepfade. Und dies wird von vielen Mitarbeitern weiterhin erwartet. Doch wie soll das funktionieren, wenn sich die Rahmenbedingungen ständig ändern? Müssen wir uns dann nicht stärker auf „agile Deals“ zwischen den Unternehmen sowie deren Führungskräften und ihren Mitarbeitern einstellen? Vermutlich!

 

 

Beziehungskitt: gemeinsame Werte

 

Das heißt, die Irritation der Mitarbeiter wird weiter wachsen: Worauf kann ich mich noch verlassen? Wem und auf was kann ich noch vertrauen? Und die Frage wird virulenter: Was hält das soziale System Unternehmen noch zusammen, wenn dieses zentrale Bedürfnisse seiner Mitglieder (wie die nach Sicherheit und Verlässlichkeit) nur noch bedingt erfüllen kann?

 

Ich bin überzeugt: Das Einzige, was Menschen und Organisationen in Zeiten extremer Verunsicherung stabilisieren kann, ist ein gemeinsames Wertesystem. Wenn die vielen Einzelnen, die dem System angehören, durch bestimmte Werte miteinander verbunden sind, gehen sie gemeinsam durch Dick und Dünn – unter anderem, weil dann die Beziehungspartner berechenbar bleiben, weshalb Vertrauen entstehen kann.

 

Wenn in Unternehmen die Veränderungsdynamik so groß wird, dass schriftliche Verein­barungen das Papier nicht mehr wert sind, auf dem sie stehen, dann gewinnen die gemeinsamen Werte an Bedeutung: Sie schweißen zusammen. Und aus dem gemeinsamen Wertekanon erwächst der Zusammenhalt, den Planungen und Strategien nicht mehr schaffen können.

 

 

In die Unternehmenskultur eintauchen

 

Doch wie entsteht in Unternehmen eine solche gemeinsame Wertebasis? Was fördert einen entsprechenden Team-Spirit? Wie wächst das hierfür nötige Vertrauen? Die Antwort lautet: Indem das Unternehmen, die Führungsmannschaft (mit den Mitarbeitern) die Unternehmenskultur gezielt beeinflusst und prägt. Das ist keine leichte, jedoch eine span­nende und lohnende Aufgabe… und eines der Kernthemen von Führung in der VUCA-Welt.

 

Kulturentwicklung erfordert eine Art Tiefseetauchen. Denn wenn wir von Unternehmenskultur sprechen, sprechen wir vom kollektiven Gedächtnis einer Organisation  – von den Erfahrun­gen, aber auch Narben, die im Untergrund wirken. Sie fließen in die Haltung und das Handeln der Menschen ein. Appelle hingegen verpuf­fen meist wirkungslos; ebenso wie bunte Poster mit Vertrauensslogans. Kulturarbeit erfordert tiefer gehende und wirkende Interventionen, damit sich etwas Neues bilden kann.

 

Wenn der Change als alltägliche Herausforderung akzeptiert und gelebt werden soll, dann bedeutet das für Führung vor allem: Schnorchel an und rein in die Tiefen der das (gemeinsame) Verhalten prägenden Werte und Prinzipien. Denn erst wenn nicht mehr die Sym­ptome, sondern der eigentliche Kern im Fokus steht, findet eine wahre Veränderung statt.

Dr. Georg Kraus

 

Zum Autor: Dr. Georg Kraus ist geschäftsführender Gesellschafter der Unternehmensberatung Dr. Kraus & Partner, Bruchsal (www.kraus-und-partner.de). Er ist u.a. Lehrbeauftragter an der Universität Karlsruhe, der IAE in Aix-en-provence, der St. Gallener Business-School und der technischen Universität Clausthal.

 

VUKA-Welt

 

Ein Wort hat sich in der Managementdiskussion breit gemacht, das Akronym VUKA. Dass es auf eine so große Resonanz stößt, zeigt: Es trifft einen Nerv und fasst das Empfinden vieler Menschen zusammen:

 

Der Begriff stammt aus dem militärischen Bereich, als Antwort auf den Zusammenbruch der UdSSR. Doch seit dem 11. September 2001 breitet sich das Empfinden aus, dass unsere Welt zunehmend unsicher, unbere­chenbar und mehrdeutig wird.

 

Das V steht für volatil (flüchtig, schwankend). Es bezieht sich auf die zuneh­mende Häufigkeit und Geschwindigkeit von Verände­rung. Was gestern noch galt, kann heute aufgrund veränderter Rahmenbedingungen ganz anders sein.

Das U steht für unsicher. Vorhersehbarkeit und Planbarkeit lösen sich mehr und mehr auf.

Das K steht für komplex. Alles hängt zunehmend mit allem zusammen. Zahllose Verknüpfungen, Abhängigkeiten und Einflussfaktoren wollen bedacht sein. Ursache und Wirkung von Entscheidungen sind kaum mehr nachvollziehbar.

Das A steht für ambivalent (mehrdeutig). Die Zeit der Königswege ist vorbei. Statt schwarz-weiß herrschen Widersprüchlich­keiten und vielfältige Schattierungen. Sowohl-als-auch-Fakten machen Entscheidungen schwierig.

 

VUKA nimmt zu – doch nicht in allen Lebens-, Wirtschafts- und Unternehmensbereichen gleich stark. Wichtig ist es herauszufinden, in welchen Bereichen VUKA dominiert und in welchen nicht, und welche In­terventionen deshalb zielführend sind. Es gibt durchaus Koexisten­zen von Stabilität und Instabilität.

Dr. Georg Kraus

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Von Wandel, bestrafter Liquidität und Renditekillern http://www.finanzpraxis.com/2017/02/von-wandel-bestrafter-liquiditaet-und-renditekillern/ http://www.finanzpraxis.com/2017/02/von-wandel-bestrafter-liquiditaet-und-renditekillern/#respond Fri, 17 Feb 2017 08:48:18 +0000 http://www.finanzpraxis.com/?p=22244 von Robert Beer, Robert Beer Investment GmbH *

 

G
eld auf das Sparbuch oder doch lieber Pfand sammeln? Was zunächst absurd klingt, steht in einem reellen Wertzusammenhang. Wer heute 1.000 Euro auf das klassische Sparbuch legt, erhält beim aktuellen Zinssatz mit etwas Glück 10 Cent Rendite. Das entspricht ziemlich genau dem Pfandwert einer Glasflasche. Muss beim Parken vor der Bank noch Kleingeld in die Parkuhr, ist die Mini-Rendite endgültig dahin. Denn so wie sich die ganze Welt im permanenten Wandel befindet, ist der Wandel inzwischen auch längst bei der Geldanlage angekommen: Der Zins sinkt und bis dato klassische Anlageformen werden zunehmend unrentabel – ein unausweichlicher Fakt. Ob gut oder nicht, schwarz oder weiß… Sparer und Anleger werden nicht umhinkommen, sich mit diesem Wandel auseinanderzusetzen – um Chancen zu erkennen und zu nutzen.

 

Chancen des Wandels (an)erkennen

Fortschritt, Wandel oder beides gleichzeitig? Erinnern wir uns an die Energiewende: Zunächst von vielen als unbezahlbare Spinnerei belächelt – wir kennen alle noch die nicht eingetretenen Szenarien, zu Stoßzeiten im Dunkeln zu sitzen – war sie auf einmal Fakt und jeder musste sich mit den neuenUmständen auseinandersetzen. Ob es gefiel oder nicht, ob man es für gut hieß oder nicht. Auch Smartphones und Internetshopping waren vor zehn Jahren noch Nebensache. Inzwischen sind sie von Jung und Alt akzeptiert und haben Festnetz beziehungsweise Handy sowie den klassischen Einzelhandel in großen Teilen abgelöst. Tatsächlich gilt es, Wandel mitsamt seinen Chancen anzuerkennen. Letztendlich stehen nämlich Wandel und Fortschritt in engem Zusammenhang – denn Wandel wohnt Fortschritt inne.  Oder anders gefragt: Wer leugnet in der Retrospektive noch die Sinnhaftigkeit des deutschen Atomausstiegs?

 

Anlageformen im Wandel: Fakten sehen, Verluste vermeiden!

Heute befindet sich der Anlagemarkt in einer Phase des umfassenden Wandels. Und auch hier gilt: Ob es gefällt oder nicht, ob man es für gut heißt oder nicht. Es ist Fakt und mit dem Wandel werden sich auch die Formen der Geldanlage künftig weiter verändern. Weg von den jahrzehntelang sicheren Zinsbringern wie Sparbuch, Staatsanleihe, Lebensversicherung oder Sparvertrag als bis dato etablierte Anlageformen. Die Entwicklung wird Anleger immer weiter hin zu bewährten, aktienbasierten Lösungen führen. Sparern bleibt es natürlich selbst überlassen, ob und inwieweit sie den Weg des Wandels mitgehen, die Chancen
erkennen und anerkennen möchten. Manch einer mag es bevorzugen, die „guten alten Zeiten“ herbeizusehnen oder der Europäischen Zentralbank ob ihrer Zinspolitik den schwarzen Peter zuzuschieben. Den Trend beziehungsweise den Wandel wird damit aber niemand aufhalten. Klug, wer sich rechtzeitig informiert, nach neuen Ansätzen der Geldanlage Ausschau hält und so dem Wandel seinen Schrecken nimmt – indem Chancen erkannt und genutzt werden.

 

Anlagetipp: Dem Wandel begegnen mit LuxTopic Systematic Return

Der flexible LuxTopic – Systematic Return der Robert Beer Investment GmbH aus Parkstein bietet eine bewährte, risikoadjustierte Strategie sowie eine aktive Absicherungssteuerung. „Ziel des LuxTopic – Systematic Return ist es, eine Ausschüttung von 3 % per anno zu erwirtschaften, um so der Nullzinsfalle zu entkommen“, so Geschäftsführer Robert Beer. Dazu erfolgt eine breite Streuung des Vermögens in substanz-, ertrags- und dividendenstarke europäische Aktien, um die Renditechancen der internationalenKapitalmärkte langfristig zu nutzen. Ausgehend von langjähriger, intensiver Forschungsarbeit bilden aktuell renditestarke, europäische Standardwerte die Basis. Für die Sicherheit und eine begrenzte Abwärtspartizipation sorgt eine spezielle Absicherungsstrategie.
* Robert Beer, Inhaber und Geschäftsführer der Robert Beer Investment GmbH, www.robertbeer.com,  verwaltet seit nunmehr 13 Jahren risikoadjustierte Aktienstrategien, in welche die Ergebnisse von 30 Jahren Erfahrung und Forschung einfließen. Kernkompetenz sind hierbei Absicherungsstrategien mit Optionen, aktive Aktienauswahl und darauf aufbauend systematische, regelbasierte und risikoadjustierte  Anlagestrategien. Sein Erfolgsrezept: Rendite und Risiko in Einklang bringen und so langfristig einen Mehrwert erzielen. Als Finanzbuch-Autor befasste er sich bereits in den 80er Jahren mit dem Spezialgebiet des Optionsmanagements. Werke über den Euro Mitte der 90er sowie zum Thema Indexing demonstrieren seine langjährige und vorausschauende Expertise.

 

Abdruck honorarfrei Belege bitte an:

MM-PR GmbH

Postfach 6 26

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Fax: 09231/63645

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Vom Wachsen und Schrumpfen http://www.finanzpraxis.com/2017/02/vom-wachsen-und-schrumpfen/ http://www.finanzpraxis.com/2017/02/vom-wachsen-und-schrumpfen/#respond Thu, 16 Feb 2017 07:11:00 +0000 http://www.finanzpraxis.com/?p=22239

Ist ein Wendepunkt gekommen?

 

1975 habe ich nach einer technischen Ausbildung bei Siemens angefangen Finanzdienstleistungen zu verkaufen. Auf der grünen Wiese mit Null Kunden begonnen. Da ist man gierig nach mehr Umsatz, es war die größte Triebfeder. 1979 übernahm ich eine Agentur mit nur 300 Kunden, auch hier gab es nur Ziel – mehr daraus machen. 1987 erfand ich die erste Haptische Verkaufshilfe, den Haptischen Menschen, um schneller mehr Versorgungsgeschäft zu machen. Mit großem Erfolg. 1989 machte ich die ersten Seminare, mit einem ganz klaren Ziel mehr Umsatz zu erzeugen. Ich erinnere mich, das damals einige Unternehmen verblüfft waren, dass wir unbedingt unsere Erfolg messen und nachweisen wollten. Das war schon damals selten erwünscht, weil man dann vielleicht alle Schulungen hätte messen müssen und sich so der Frage stellen muss, wie sinnvoll die eine oder andere Maßnahme ist. Mehr Umsatz, schnelleres Wachstum, war immer die treibende Kraft, bei meinen Kunden – bis …

Bis wann denn eigentlich? Ist es aktuell nicht so, dass immer mehr Unternehmen und Unternehmer sich die Frage stellen: „Warum überhaupt mehr Umsatz? Lohnt sich mehr Umsatz für mich?“

Horchen Sie mal in sich rein: „Wollen Sie wirklich noch mehr Umsatz? Oder „Glauben Sie tatsächlich noch daran, mehr Gewinn durch mehr Umsatz realisieren zu können?“
Und wie sieht das bei dem Unternehmen aus, für das Sie tätig sind?

Wenn nicht, wenn sie zweifeln oder sehr stark zögern, sind Sie dann vielleicht schon dabei zu schrumpfen, oder schicker ausgedrückt sich gesund zu schrumpfen? Das ist vollkommen legitim und manchmal richtig, aber im Grunde bleibt es beim ursprünglichen Prinzip – Leben ist Wachstum und Schrumpfen ist Sterben. Es gibt natürlich auch Phasen, wie beim Ein- und Ausatmen, aber auf Dauer nur Ausatmen, geht nicht. Manchmal muss man einen Baum auch zurückschneiden, damit er gesünder in die richtige Richtung wächst, aber auf Dauer zurückschneiden hält kein Baum aus.

Kann es sein, dass einige Unternehmen besonders in der Finanzdienstleistung gar keinen Umsatz mehr wollen, weil der scheinbar zu teuer ist?

Kann es sein, dass einige Vermittler gar keinen Umsatz mehr wollen, weil es scheinbar zu anstrengend geworden ist?

Was hat das für Konsequenzen, ist das ein vorübergehendes Zurückschneiden, um zu gesunden oder ist der Beginn des endgültigen Schrumpfungsprozess.

„Warum immer mit dem Kopf durch die Wand,
es gibt immer eine Tür!“

Wenn die Hoffnung schwindet, erlahmen die Kräfte, und umgekehrt, wenn man plötzlich erkennt da ist eine Türe, die sich öffnet, dann kommt die Energie zurück.

Als Verkaufsförderer und Spitzentrainer kann ich nicht anders, als lösungsorientiert Wachstum generieren zu wollen. Ich finde es immer wieder erschreckend, wie oft menschliche Ressourcen unachtsam nicht genutzt, erstickt oder sogar abgeschafft werden.

Wollen Sie noch mehr Umsatz, wollen Sie noch wachsen, wollen Sie noch neugierig sein auf die Möglichkeiten und Wege weiter zu kommen?

Also – Wachsen oder Schrumpfen – Das ist hier die Frage.

Wer sich hier nicht sicher ist zu wachsen, ist schon auf dem Weg zu schrumpfen.

Beim Wachsen helfe ich Ihnen gerne.

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3M – kilometerweise produzieren, zentimeterweise verkaufen http://www.finanzpraxis.com/2017/02/3m-kilometerweise-produzieren-zentimeterweise-verkaufen/ http://www.finanzpraxis.com/2017/02/3m-kilometerweise-produzieren-zentimeterweise-verkaufen/#respond Thu, 16 Feb 2017 07:08:00 +0000 http://www.finanzpraxis.com/?p=22237 proffevon Michael Proffe

US-Homepage
https://www.proffe-publishing.com/home/
Deutsche-Homepage
https://www.proffe-publishing.com/de/home/

 

  • Schwieriger Auftrag
  • Kilometerweise produzieren, zentimeterweise verkaufen
  • 3M Innovation
  • 3M – ein echter Trendfolger

In jedem Geschäft geht es um Rentabilität. Man muss keinen Universitätsabschluss haben, um zu verstehen, dass man als Geschäftsmann oder -frau so wenig Geld wie möglich ausgeben und so viel Geld wie möglich verdienen möchte.

Das ist der Trick der Softwarefirmen. Nützliche und leicht verkäufliche Software kann von einem talentierten Programmierer auf einem billigen Computer geschrieben werden, die Software kann dann beinahe kostenlos endlos vervielfältigt und für echtes Geld verkauft werden.

Was aber, wenn Ihre Firma handfeste Dinge produziert? Wenn Ihre Firma Produktionsgebäude benötigt, komplett mit Hypotheken und dazugehörigen monatlichen Raten?

Was passiert, wenn man diese Aktiva nicht verkaufen will oder kann? Wie optimiert man dann seine Gewinne?

Dann produzieren Sie Produkte, die man kilometerweise herstellen und zentimeterweise verkaufen kann. Oder die hektoliterweise gebraut und milliliterweise verkauft werden können.

Zum Beispiel: Hersteller von Malerkrepp produzieren ihr Produkt auf relativ preiswerten Maschinen und stellen dann hunderte Kilometer des Bands auf einmal her. Dann schneiden sie ein paar Meter ab, rollen sie auf eine Papprolle und verkaufen sie. Immer wieder und wieder.

Sandpapier ist ein weiteres, gutes Beispiel. Man nehme billigen keramischen Sand und verteile ihn über kilometerlange Papierrollen, füge etwas wasserfesten Leim hinzu, schneide es in 20 Zentimeter Stücke und verkaufe es im Baumarkt.

Schwämme, Isolierband, Epoxid-Klebstoff – die Liste der Produkte, die sich auf diese Art herstellen lassen, ist unendlich erweiterbar.

Augenblick einmal, die Liste sieht doch sehr nach dem Inhaltsverzeichnis des 3M-Produktkatalogs aus!

3M produziert viele Produkte kilometerweise und verkauft sie zentimeterweise, erwirtschaftet große Umsätze, Gewinne und erzielt eine Eindruck weckende Rentabilität. Ihre Aktienperformance und ihre Position als Fortune 500-Firma zeigen es deutlich.

Vielleicht wird es Zeit für Sie, in 3M zu investieren.

Herzliche Grüße
Ihr

Michael Proffe

Schwieriger Auftrag

Die “Minnesota Mining and Manufacturing Company” (3M) entstand 1912 als fünf Männer sich entschieden, in eine Korundmine zu investieren. Korund ist ein natürlich vorkommendes keramisches Material, das noch heute für Polier- und Schleifmedien benutzt wird.

Nachdem sie viel Geld und Ressourcen in das Projekt gesteckt hatte, fanden sie heraus, dass die Mine überhaupt kein Korund enthielt.

Sie fanden nur ein anderes Mineral, das dem Korund zwar sehr ähnelte, aber keinerlei Handelswert hatte. Das gefundene Anorthosit war nicht hart genug, um irgendetwas damit zu schleifen.

Aber die Herren gaben ihre Idee nicht auf. Sie importierten spanischen Granat (ein weiteres natürlich vorkommendes keramisches Material, das für Schleifmedien genutzt werden kann) und verleimten es in einem kontinuierlichen Prozess, um Sandpapier herzustellen.

Leider fanden sie später heraus, dass der Granat nicht gut auf dem Papier klebte.
Nach einigem Herumprobieren, fanden sie heraus, dass benachbarte Olivenöl-Verpackungen während des Transports in die Vereinigten Staaten auf den Granat geleckt hatten und hierdurch die Klebefähigkeit des Minerals beeinträchtigt wurde.

Daraufhin rösteten sie den Granat über Feuer, um das Olivenöl zu verbrennen. Dies könnte man als ihren ersten Vorstoß in industrielle Forschung und Entwicklung ansehen.

Kilometerweise produzieren, zentimeterweise verkaufen

Weitere erfolgreiche Produkte nach dem Prinzip “kilometerweise produzieren, zentimeterweise verkaufen” wurden über die Jahre entwickelt und eingeführt.

In den 1920ern begann die Produktion von Malerkrepp. In den 1930ern dann die Einführung des Klebebandes “Scotch Tape”, bis heute ein Verkaufsschlager und die Grundlage für hohe Gewinne für 3M.

Ein klassisches Beispiel für: kilometerweise produzieren, zentimeterweise verkaufen.

Scotch Tape - bis heute ein Verkaufsschlager
Scotch Tape – das originale Klebeband von 3M (Quelle: Wikipedia)

Weitere klassische Beispiel sind Scotchlite und ScotchBrite. Scotchlite ist ein reflektierendes Band, das in riesigen Rollen produziert wird, um dann in kleinen Stücken als Reflektoren für Straßenschilder und Autobahnbeschilderung genutzt zu werden.

ScotchBrite Scheuerschwämme werden heutzutage für alles Mögliche benutzt, seien es Küchenoberflächen oder kundenspezifischen Aluminiumteile für Flugzeugmotoren.

Bild: Scotchlitestreifen reflektieren Licht
Scotchlite-Streifen reflektieren Licht durch gekapselte, hohle Mikro-Glaskugeln (Quelle: flickr)

In den 1960ern und -70ern entwickelte 3M ein magnetisches Aufnahmeband, dass schnell zum Standard für alle Arten von Audio-Aufnahmegeräte wurde.

Das vielleicht bekannteste Produkt in dieser Kategorie sind die Post-it Haftnotizen.

Das Produkt begann sein Leben als Fehlschlag. Die Legende berichtet, dass ein Wissenschaftler bei 3M Millionen Dollar ausgab für die Entwicklung eines super-starken Klebestoffs. Der Klebstoff erfüllte die Erwartungen nicht und wurde dann alternativ genutzt, kleine Papierquadrate an geeignet Orten wie Computerschirmen oder Kühlschränken zu befestigen.

Es wurde ein Riesenerfolg, von dem 3M bis heute profitiert. Vielleicht noch wichtiger: Post-it Haftnotizen veränderten die Kommunikations- und Organisationsgewohnheiten vieler Leute für immer.

3M Innovation

Innovation war von Beginn an eine der Stärken von 3M und macht heute einen wichtigen Teil der Firmenkultur aus.

Schon in den frühen Jahren als Scheuermittelhersteller wurde von allen Arbeitnehmern erwartet, dass sie eigene Ideen beitrugen, seien es neue Produktideen oder Anregungen zur Produktionsverbesserung.

Bereits im Jahr 1948 war es zur Norm geworden, dass Arbeitnehmer 15% ihrer Zeit dazu nutzten, eigene Ideen zu entwickeln und dazu beizutragen, diese auf den Markt zu bringen. Die 15%-Regel ist auch heute noch sehr lebendig bei 3M.

Die neuesten Entwicklungen von 3M umfassen unter anderem Reinigungstücher mit Mikro-Textur, die Kunststoff- und polierte Holzoberflächen nicht verkratzen, flexible elektronische Leiterplatten für Wearables (z.B. elektronische Geräte oder Kleidung) und optische Folien für LED-Schirme oder -Fernseher.

Die Liste der Innovationen durch 3M ist endlos, buchstäblich zu viele, um sie hier aufzuführen. Bis 2014 hatte 3M mehr als 100.000 Produkte zum Patent angemeldet.

Ein weiterer Beweis für 3M‘s Fähigkeit, erfolgreich innovative Produkte herzustellen, ist die Tatsache, dass 33% ihrer Umsätze durch Produkten erzielt werden, die in den letzten fünf Jahren eingeführt wurden.

3M hält dieses Leistungsniveau seit Jahrzehnten. Wahrscheinlich gibt es keine andere Fortune 500-Firma, die das von sich behaupten kann.

Bild: 3M Carlton Science Center
3M Carlton Science Center für Forschung & Entwicklung (Quelle: 3M-Webseite)

3M – ein echter Trendfolger

Der finanzielle Erfolg von 3M steht ihrem technischen Erfolg in nichts nach. 2007 erreichten sie einen Umsatz von 15 Milliarden Dollar, 2015 verdoppelte sich diese Zahl schon auf 30 Milliarden Dollar.

Seit der 2008 Finanzkrise hat sich der Wert der 3M-Aktie vervierfacht. Außerdem haben sie während der letzten 52 Jahre durchgehend Dividende bezahlt und haben diese stetig erhöht. Heute beträgt die Dividende ungefähr 3%.

Bild: Langfristige Entwicklung 3M

Globalisierung ist einer der Megatrends, an dem 3M sich seit den 1930ern orientiert. Heute kommen 58% ihrer Umsätze von Produkten, die außerhalb der USA verkauft werden.

Außerdem beschäftigt die Firma Ingenieure und Wissenschaftler in der ganzen Welt, hat Niederlassungen in 70 Ländern und Verkaufsgesellschaften in 200 Ländern.

Die Firma ist auf jeden Fall eine Aktie, die es langfristig wert ist.

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Deregulierung von Banken: Himmel oder Hölle? http://www.finanzpraxis.com/2017/02/deregulierung-von-banken-himmel-oder-hoelle/ http://www.finanzpraxis.com/2017/02/deregulierung-von-banken-himmel-oder-hoelle/#respond Wed, 15 Feb 2017 07:46:47 +0000 http://www.finanzpraxis.com/?p=22235 Der aktuelle Neuwirth Finance Zins-Kommentar

Donald Trump enttäuscht nicht. Zumindest was die Umsetzung seiner Wahlversprechen angeht. Neben dem Mauerbau an der mexikanischen Grenze plant der Präsident, Banken zu deregulieren und Unternehmen die Kapitalaufnahme zu erleichtern. Erste konkrete Vorschläge hat nun der Chef des Finanzausschusses im Repräsentantenhaus vorgelegt. Erfahren Sie in der heutigen Ausgabe des Zinskommentars, inwiefern ein Deregulierungswettbewerb uns in die nächste Finanzkrise stürzen könnte.

 

 

Markt-Monitoring und Ausblick
Kurzfristiger Zins: Der 3-Monats-Euribor sinkt stetig in kleinen Schritten und steht nun bei -0,329%. Ein leichtes Abfallen in Richtung -0,4 % halten wir nach wie vor für sehr wahrscheinlich. Dies ist der aktuelle Stand der Einlagenfazilität der EZB.

Langfristiger Zins: Der 10jährige SWAP-Satz pendelt und liegt derzeit wieder bei 0,67 %. Wir erwarten weiterhin niedrige SWAP-Sätze zwischen 0,20% – 1,00%.

 

 

Deregulierung von Banken: Himmel oder Hölle?


Primär geht es in dem Antrag von Jeb Hensarling um die Änderung des sog. Dodd-Frank-Acts, der im Zuge der Finanzkrise von der Obama-Regierung verabschiedet wurde. Inhaltlich befasst sich der 800 Seiten umfassende Gesetzesentwurf mit der Wahrung der Finanzmarktstabilität und dem Schutz der Steuerzahler. Alleine in Amerika kostete die Bankenrettung den Steuerzahler über 50 Milliarden Dollar. Ebenso soll der Chef der Verbraucherschutzbehörde seine Unabhängigkeit verlieren und direkt vom amerikanischen Präsidenten nach Belieben ernannt werden. Denkbar ist auch die vollkommene Deregulierung des riskanten Eigenhandels der Banken. Somit könnte Trump viele Errungenschaften um die Verhinderung einer weiteren Finanzkrise zunichtemachen. Doch erst muss der Entwurf noch durch die zwei Kammern des amerikanischen Kongresses.
Der Präsident des Ifo-Instituts in München Clemens Fuest sieht unkalkulierbare Risiken in der radikalen Änderung des Dodd-Frank-Acts und sagte der Berliner Morgenpost in einem Interview: „Wenn Länder wie die USA die Finanzmarktregulierung nur darauf ausrichten, die Wettbewerbsfähigkeit oder Ertragskraft ihrer Banken zu steigern, führt das zu einem Deregulierungswettbewerb, an dessen Ende der nächste Finanzmarktcrash stehen wird“. Ähnlich wie die drohenden Senkung der Unternehmenssteuer in Großbritannien wirbt Trump massiv um die Gunst der Banken und Unternehmen. Die Banken sind wie das Blut, das durch unsere Adern fließt. Ohne die Kreditwirtschaft bricht unser ganzes System auseinander. Die Finanzinstitute sind systemrelevant und spielen eine derart bedeutende Rolle in der Wirtschaft, dass eine Insolvenz nicht hinnehmbar ist. So wurden nicht selten in der Vergangenheit zig Banken durch öffentliche Mittel gerettet. Diese sogenannte Too-big-to-fail-Problematik versuchen globale Regulierungsprogramme wie Basel III oder der Dodd-Frank-Act aufzufangen.
Der Bundesverband deutscher Banken sieht durch die geplanten Deregulierungen transatlantische Wettbewerbsverzerrungen vor allem zulasten Europas. Auch kann die Stabilität des globalen Finanzsystems nur durch strenge Auflagen gewährleistet sein. Für das Finanzministerium ist von zentraler Bedeutung an Lehren aus der Finanzkrise festzuhalten. Sicherlich sind die geplanten Deregulierungen ein Segen für Banken und Unternehmen, doch die amerikanische Bevölkerung könnte der Gier vieler Banker zum Opfer fallen.
Die Zinsen könnten infolge des kurzfristigen Stimulus durch die Abschaffung von Regulierungen steigen. Generell verbessert sich schon vor Trump die wirtschaftliche Lage und die Inflation zog an. Inzwischen belegt auch eine Studie des Internationalen Währungsfonds (IWF), dass die Deregulierungen von Bill Clinton in 90er Jahren einer der Auslöser für die Finanzkrise 2008 war. Deregulierungen steigern das Risikopotential für Krisen, das hat die Empirie gezeigt. Sollten die Regulierungen tatsächlich gelockert werden und risikoreichere Kredite vergeben werden, steigt ceteris paribus die Nachfrage der Realwirtschaft. Die Zinsen werden steigen und eventuell sich, ähnlich wie in den Jahrzenten zuvor, hochschrauben bis die Blase platzt.
Der Starökonom und Nobelpreisträger Paul Krugman ist zwar der Ansicht, dass der Markt die Risiken für eine bevorstehende Katastrophe immer noch unterschätzt, doch die Märkte haben längst nicht so stark reagiert wie der Hype um den „Trump effect“.  So sind wir immer noch davon entfernt von einer riesigen „Trump bubble“ zu sprechen. Nichtsdestotrotz die erhöhten Staatsausgaben und die geplanten Deregulierungen könnten den Vereinigten Staaten kurzfristiges Wirtschaftswachstum bescheren. Die Zinsen müssten infolgedessen steigen. Doch der Protektionismus Trumps wird Europa unter Druck setzen, denn  besonders Deutschland ist stark von den Exporten abhängig. In der Vergangenheit passten sich die wichtigsten Zinssätze in der Währungsunion denen aus Amerika an, jedoch ist Trump unberechenbar in seiner Politik. Das macht das Betreiben von effektiver Geldpolitik durch die Zentralbanken nicht leichter.

 

 

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Neue Inkasso-Marktstudie – Branche wächst deutlich und investiert mehr in Aus- und Weiterbildung http://www.finanzpraxis.com/2017/02/neue-inkasso-marktstudie-branche-waechst-deutlich-und-investiert-mehr-in-aus-und-weiterbildung/ http://www.finanzpraxis.com/2017/02/neue-inkasso-marktstudie-branche-waechst-deutlich-und-investiert-mehr-in-aus-und-weiterbildung/#respond Wed, 15 Feb 2017 07:44:43 +0000 http://www.finanzpraxis.com/?p=22233

A coin is deposited into a pink piggybank with a blank blackboard in the background.

Pro Jahr bearbeiten Inkassounternehmen in Deutschland 22,3 Millionen außergerichtliche Mahnungen. 87 Prozent davon erledigen sie, ohne dass ein Gericht tätig werden muss. Damit entlasten die Rechtsdienstleister die Justiz in einem ganz erheblichen Ausmaß.

Das ist eines der zentralen Ergebnisse einer neuen Branchenstudie zum deutschen Inkassomarkt, die der Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen e.V. (BDIU), Berlin, jetzt vorstellt.

Durchgeführt wurde die Untersuchung von der Hamburger Managementberatung Bülow & Consorten. Diese hatte bereits vor vier Jahren eine Studie zum deutschen Inkassomarkt erstellt.

Die neuen Ergebnisse belegen ein gesundes Wachstum der Branche. Das Forderungsvolumen, das von Inkassounternehmen aktuell verwaltet wird, wuchs um 10 Prozent auf fast 60 Milliarden Euro.

Dabei arbeiten die Unternehmen sehr erfolgreich. Während die Anzahl der außergerichtlichen Mahnungen um mehr als ein Zehntel gestiegen ist, hat sich die Zahl der Übergaben ins gerichtliche Mahnverfahren um über 10 Prozent reduziert. Pro Jahr erzielen die Inkassounternehmen 19,3 Millionen außergerichtliche Erledigungen – was neben ihren Auftraggebern auch der Justiz und damit der Allgemeinheit zugutekommt

 

Attraktiver Arbeitgeber

Die Inkassowirtschaft ist ein attraktiver Arbeitgeber. Alleine 2015 wurden rund 1.200 Mitarbeiter neu eingestellt, darunter etwa 350 Auszubildende beziehungsweise Trainees. Insgesamt ist die Zahl der Mitarbeiter um rund 3.000 auf 19.000 gestiegen.

Eine gute Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter ist den Inkassofirmen wichtig. Pro Jahr beginnen in knapp 40 Prozent der Unternehmen zwei oder drei Mitarbeiter eine Berufsausbildung (vor vier Jahren lag dieser Wert bei 17 Prozent). Die Zahl der bei den Rechtsdienstleistern beschäftigten Juristen hat sich auf fast 1.000 nahezu verdoppelt.

Das höhere Qualifizierungsniveau geht einher mit einem Ausbau des Serviceangebots. Neben dem klassischen Forderungsmanagement sowie Adressermittlung, Inbound- und Outbound-Calls sowie Bonitätsprüfungen bietet ein Großteil der Unternehmen auch Debitorenmanagement sowie den Ankauf notleidender Forderungen oder Factoring an.

Fast alle Unternehmen sind mehrsprachig. 80 Prozent bieten neben Deutsch mindestens eine weitere Sprache zur Kommunikation an (vor vier Jahren traf das nur auf gut die Hälfte der Firmen zu). 30 Prozent der Unternehmen können sogar in mehr als vier Sprachen mit den Schuldnern sprechen.

 

Auftraggeber aus allen Branchen

Hauptauftraggeber der Inkassounternehmen sind Firmen aus dem Bereich E-Commerce beziehungsweise dem Versandhandel (53 Prozent der Studienteilnehmer haben entsprechende Kunden), direkt gefolgt von der Dienstleistungswirtschaft (51 Prozent), Energieversorgern (49 Prozent), dem Handwerk (46 Prozent), Versicherungen (41 Prozent) und dem Gesundheitswesen (39 Prozent). Durchschnittlich erbringt ein Inkassounternehmen Rechtsdienstleistungen für Gläubiger aus sieben verschiedenen Wirtschaftszweigen.

Die meisten der von Inkassounternehmen bearbeiten Forderungen betreffen Verbraucher, etwa 10 Prozent sind Forderungen gegenüber Geschäftskunden.

Im Schnitt beträgt eine Inkasso-Forderung 683 Euro (vor vier Jahren: 646).

In der aktuellen Ausgabe des BDIU-Magazins »Inkassowirtschaft« stellt Stefan Bülow, dessen Firma die Untersuchung durchgeführt hat, diese und weitere Ergebnisse vor.

Das Heft ist unter folgendem Link erhältlich und als PDF downloadbar:

www.inkassowirtschaft.de

 

Über den BDIU
Dem Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen gehören 560 Unternehmen des Forderungsmanagements an. Gemeinsam führen sie der Wirtschaft pro Jahr rund 5 Milliarden Euro an ausstehenden Forderungen wieder zurück. Die über eine halbe Million Auftraggeber der Inkassounternehmen kommen aus allen Wirtschaftsbereichen und beschäftigen mehr als 6 Millionen Menschen in Deutschland.

 

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Kauf auf Rechnung im Online-Shop: First Debit bietet Alternative zu Bezahldiensten http://www.finanzpraxis.com/2017/02/kauf-auf-rechnung-im-online-shop-first-debit-bietet-alternative-zu-bezahldiensten/ http://www.finanzpraxis.com/2017/02/kauf-auf-rechnung-im-online-shop-first-debit-bietet-alternative-zu-bezahldiensten/#respond Tue, 14 Feb 2017 07:53:17 +0000 http://www.finanzpraxis.com/?p=22229 – „Liebling macht Probleme“ titelt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen eine aktuelle Pressemeldung. Gemeint ist nicht etwa der einstmals sehr beliebte Kreuzberger TV-Anwalt, sondern der Kauf auf Rechnung im Online-Handel. Im Fokus der Kritik stehen hier externe Payment-Dienstleister, die für den Händler Bonitätsprüfung und Rechnungsabwicklung übernehmen. Eine Alternative dazu bietet First Debit, der Spezialist für modernes Forderungsmanagement aus Hamm in Westfalen. Bei seiner durchdachten Lösung für den E-Commerce lassen sich die negativen Auswirkungen auf Shopbetreiber und Endkunden weitgehend vermeiden.

Der Siegeszug des Online-Handels scheint auch in Deutschland unaufhaltsam: Für 2017 prognostiziert zum Beispiel der Handelsverband Deutschland (HDE) ein Umsatzplus im E-Commerce von rund 11 Prozent auf über 48 Milliarden Euro. Ist dieser Trend für Insider nicht überraschend, so erstaunt aber die folgende Zahl: Laut einer aktuellen Bitkom-Studie ist für rund 70 Prozent der Kunden im Online-Handel der Kauf auf Rechnung die nach wie vor beliebtester Zahlungsart. Erst die Ware, dann das Geld. Eine feine Sache für den Kunden, sollte man meinen. Doch laut besagter Pressemeldung der Verbraucherzentrale wird diese beliebte Zahlungsart „für den Kunden zunehmend zum Ärgernis“.

Verwirrende Fristen, teure Mahnung, mangelnde Transparenz

Wo liegt das Problem? Die Beschwerden bei der Verbraucherzentrale sowie Berichte in Internetforen liefern Antworten: „Bekomme Mahnung über bezahlte Rechnung“, „habe einen Teil der Ware retourniert und erhalte statt neuer Rechnung gleich eine Mahnung“, „muss mich gegen extrem hohe Mahngebühren wehren“. Dabei sind es hier nicht die Online-Händler selbst, sondern deren Zahlungsabwickler, die für zunehmende Kunden-Kritik sorgen. Während der Händler weiterhin zuständig bleibt für Versand, Retouren, Reklamationen und Gewährleistung, übernehmen die Dienstleister Bonitätsprüfung, Zahlung und Mahnwesen. Was die Endkunden besonders ärgert, sind vor allem die verwirrenden Zahlungsfristen: Mal beginnt die Frist „nach Erhalt der Ware“, in anderen Shops bereits „nach Versand“ oder aber „ab Rechnungsdatum“. Nicht selten erhält der Kunde die Rechnung bereits vor der Ware, was den Kauf auf Rechnung letztlich ad absurdum führt. Auch die Mahnkosten sind häufig alles andere als transparent. Hinzu kommt, dass sich Kunden nicht nur im Shop, sondern oft auch beim Dienstleister anmelden und dort Mitglied werden müssen. So kommen Payment-Unternehmen ohne Gegenleistung an wertvolle Daten, die sie meist auch für eigene Werbeaktionen nutzen – und dort vielleicht sogar den Wettbewerber empfehlen.

Bei First Debit bleibt der Shopbetreiber Herr des Geschehens

Seriöse Händler haben ganz sicher ein Interesse daran, die Daten ihrer Kunden nicht weiterzugeben. Sie sollten sich daher mit der alternativen Lösung von First Debit auseinandersetzen: Der Spezialist für modernes Forderungsmanagement bleibt bei der Zahlungsabwicklung immer im Hintergrund. Das datenschutz-zertifizierte Unternehmen übernimmt mit transparenten, modular nutzbaren Prozessen folgende Leistungen für den Online-Händler:

  • Risikobewertung: unter anderem eine Bonitätsprüfung in Echtzeit, also während der Kunde im Shop einkauft,
  • Betrugsprävention (zum Beispiel Adressverifizierung, diverse Velocity Checks und vieles mehr),
  • Limit-Überwachung pro Kunde, nicht pro Einkauf.

Beauftragt der Händler einen der großen Payment-Dienstleister, muss er zwei bis drei Prozent vom Rechnungsbetrag abtreten, erhält dafür aber eine Zahlungsgarantie. Bei First Debit gibt es so etwas nicht: Hier zahlt er stattdessen eine günstige Nutzungsgebühr pro getätigter Abfrage. Der Online-Händler spart also Kosten, wobei ihm ein gewisses Restrisiko bleibt. Allerdings sorgen die ausgefeilten Mechanismen der First Debit-Lösung dafür, dass dieses Risiko äußerst gering ist. Ein weiterer, entscheidender Vorteil: First Debit mischt sich nicht in die Geschäftsbeziehung des Händlers ein. So kann der Shop zum Beispiel Parameter wie Einkauf-Limits, die Tiefe der Bonitätsprüfung und Mahngebühren selbst bestimmen und im Online-System konfigurieren, was beim Payment-Dienstleister oft so nicht möglich ist. Fazit: Bei First Debit ist der Händler immer Herr des Geschehens – ganz im Interesse seiner Kunden!

 

First Debit – Die Spezialisten für modernes Forderungsmanagement

Mehr als 40 Jahre Erfahrung sind die eine Seite der Medaille. Auf der anderen stehen innovative, dynamische Prozesse, eine sensible Datenverarbeitung und ein hochmotiviertes Team. Bei First Debit aus Hamm in Westfalen wird daraus ein hochwertiges und stimmiges Gesamtkonzept. Im Mittelpunkt stehen Prozessoptimierung, Wirtschafts- und Bonitätsauskünfte, Risikomanagement im E-Commerce sowie das klassische Forderungsmanagement.

First Debit ist ein inhabergeführter Spezialdienstleister, dem Auftraggeber aus den unterschiedlichsten Branchen vertrauen: Onlineshops, Handwerker, Versicherungen oder Fitnessstudios setzen auf den individuellen, effektiven und transparenten Service, der schnell in vorhandene Abläufe integrierbar ist und Erfolge in einer professionellen und partnerschaftlichen Zusammenarbeit garantiert. First Debit unterstützt seine Kunden mit umfangreichem Know-how von der Akquise bis zum Zahlungseingang und sorgt dafür, dass sich die Auftraggeber auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können.

Als Mitglied im Bundesverband Deutscher Inkasso Unternehmen e.V (www.inkasso.de), Inhaber des Schufa-Datenschutzsiegels und durch die Mitgliedschaft in der Gesellschaft für Datenschutz und Datensicherheit e. V. garantiert First Debit sichere und datenschutzkonforme Prozesse (www.datenschutzsiegel.de)/ (www.gdd.de).

Der faire und freundliche Umgang mit Schuldnern und Auftraggebern ist für First Debit selbstverständlich. Alle Kunden profitieren von schnellen Entscheidungen, flexiblen Lösungen und festen Ansprechpartnern.

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