Strafzölle: Ökonomische Bedrohung oder Chance?

In den letzten Tagen scheint sich der Handelsstreit zwischen den Vereinigten Staaten und China im Hinblick auf die bevorstehenden G20-Gipfel in Argentinien stärker verschärft zu haben als befürchtet. Der chinesische Präsident Xi und der amerikanische Vizepräsident Pence haben sich beim APEC-Gipfel letztes Wochenende erneut mit Vorwürfen konfrontiert.

Der öffentlich ausgetragene Streit deutet darauf hin, dass Einigung vorerst nicht in Sicht ist. Xi kritisierte die America First-Politik von US-Präsident Donal Trump, Pence drohte Peking im Gegenzug mit weiteren Strafzöllen. Wenn dies so weiter geht – und auch in Buenos Aires keine Lösung gefunden wird – kann der Handeskrieg, der im vergangenen Januar begann, für die nächsten Jahre andauern. Das befürchtete zuletzt auch Jack Ma, Gründer von Alibaba und einer der reichsten Menschen in China. Nach seinen Schätzungen wird es bis zu zwei Jahrzente dauern, bis wir aus dieser Sackgasse herauskommen.

Die Frage um protektionistische Maßnahmen wie Strafzölle ist kritisch, da die beteiligten Akteure weit über die Ost-West-Beziehung hinausgehen. Im Zeitalter eines globalen Weltmarkts wird die Verzerrung der Handelsbeziehungen zwischen den beiden Großmächten Auswirkungen auf die ganze Weltwirtschaft haben, indem sich Allianzen und Partnerschaften zwischen Nationen neu gestalten.

 

 

Studien kommen zu folgenden Schluss: Ökonomien auf der ganzen Welt werden unter diesem Handelskrieg leiden – allen voran die Vereinigten Staaten.

Durch die Strafzölle, wird weniger exportiert – zumindest in die bislang bestehenden Partnerländer.  Wenn weiterhin exportiert wird, werden die Produkte im importierenden Land teurer, was den Umsatz schwächt. Beides führt dazu, dass Firmen weniger investieren Firmen weniger und stellen auch weniger Arbeiter ein. Wenn Produktionskosten steigen, steigen damit auch Preise für Verbraucher. Steigende Preise führt zur Dämpfung der weltweiten Nachfrage. Die Wirtschaft wird stagnieren, was wiederum ein schlechtes Umfeld für den Aktienmarkt darstellt. Die zunehmende Inflation bedroht zudem die Bewertungen von allerlei finanziellen Vermögenswerten. Investoren sind verunsichert und werden bei der Bewertung von Vermögenswerten den Handelskonflikt einbeziehen.

Während Präsident Trump der Meinung ist, Handelskriege seien gut und einfach zu gewinnen, ist Xi davon überzeigt, dass ein jegliche Konfrontation – wie in Form eines Handelskrieges – keine Gewinner hervorbringt und fordert andere Länder auf, protektionistische Maßnahmen zu vermeiden.

 

 

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