
München. Wer eine Immobilie finanziert, steht unweigerlich vor der Frage, ob er das Baudarlehen zurückzahlen kann. Kommen wirtschaftlich unsichere Zeiten wie im Moment hinzu, steigt der Wunsch nach Absicherung gegen einen möglichen Zahlungsausfall. Eine Restschuldversicherung – auch Restkreditversicherung genannt – bietet Schutz. Sie ist aber auch umstritten und verteuert die monatliche Belastung.
Die Absicherung eines Kredits über eine Restschuldversicherung erfährt in der Öffentlichkeit seit Jahren viel Kritik. Unnötig und zu teuer sei sie, so die wesentlichen Argumente. Dabei gilt es jedoch zu differenzieren.
Die Kritik richte sich nicht gegen Versicherungen, die Immobiliendarlehen absichern, ordnet die Stiftung Warentest ein, sondern gegen Versicherungen für Konsumentenkredite über 5000 oder 10.000 Euro. Bei Kleinkrediten sei eine Restschuldversicherung fast immer überflüssig, für Immobilienkäufer könne sie aber sinnvoll sein.
Bandbreite der möglichen Absicherung ist groß
Entscheidend aus Kundensicht ist, welches Risiko er bei seiner Finanzierung abgesichert haben will. Die Bandbreite reicht von der Versicherung der Restschuld lediglich im Todesfall über Arbeitsunfähigkeit bis hin zu unverschuldeter Arbeitslosigkeit. „Bisher war oft nur der Worst Case, wenn der Hauptverdiener verstirbt, abgedeckt“, sagt Alexander Hoffmann, Chief Sales Manager beim Versicherer BNP Paribas Cardif. Der Absicherung gegen die Risiken Arbeitsunfähigkeit und Arbeitslosigkeit widmeten die Kunden dagegen wenig Aufmerksamkeit.
