Small Caps profitieren stärker von politischer Unterstützung

Während die gängige Marktreaktion auf geopolitische Schocks oft darin besteht, deren Auswirkungen rasch auszublenden, ist die Bandbreite möglicher Entwicklungen derzeit ungewöhnlich groß. Vor diesem Hintergrund bevorzugen wir weiterhin Aktien aus dem Bereich Real Assets als Absicherung innerhalb von Portfolios.

Gleichzeitig deutet der rasche Fortschritt bei der künstlichen Intelligenz zunehmend auf einen echten strukturellen Regimewechsel hin. Sollte die Produktivität nachhaltig anziehen, könnte dies ein stärkeres Trendwachstum ermöglichen, als wir es seit Jahrzehnten gesehen haben. Die Märkte spielen diese Entwicklung bereits teilweise vorweg, und die Bewertungen spiegeln einen erheblichen Optimismus wider. Entscheidend wird sein, ob die Gewinne weiterhin auf wenige große Technologiekonzerne konzentriert bleiben oder sich breiter im Markt verteilen.

In diesem Kontext rücken Small Caps stärker in den Fokus. Sie profitieren von politischer Unterstützung, weisen attraktivere relative Bewertungen auf und reagieren sensibler auf sinkende Zinsen. „Sollte sich das Wachstum über eine Handvoll dominanter Unternehmen hinaus verbreitern, könnte sich auch die Marktführerschaft an den Aktienmärkten breiter aufstellen“, sagt Sebastien Page, Head of Global Multi-Asset and Chief Investment Officer bei T. Rowe Price.

Insgesamt bleiben wir zwischen Aktien und Anleihen neutral positioniert, sind jedoch voll investiert und setzen bewusst auf Diversifikation. Das wirtschaftliche Umfeld bleibt grundsätzlich konstruktiv. Angesichts der bereits erhöhten Bewertungen ist die Hürde für weiteres Aufwärtspotenzial jedoch gestiegen.

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