Keine Anzeichen für eine KI-Blase

Derzeit sehen wir keine Hinweise auf eine KI-Blase. Wir erkennen durchaus an, dass die Investitionsausgaben hoch sind und Unbehagen auslösen können. Entscheidend ist jedoch, ob die Kapazitäten absorbiert werden und ob in den Endmärkten für Verbraucher und Unternehmen ein echter Product-Market-Fit erkennbar ist, durch den die zusätzlichen Kapazitäten aufgenommen werden können.

Zudem steht die Nutzung im Vergleich zu dem, was noch kommen könnte, offenbar noch am Anfang – insbesondere, da immer mehr agentenbasierte KI-Systeme zum Mainstream werden, also KI, die nicht nur Fragen beantwortet, sondern auch Handlungen ausführt. Diese Systeme können deutlich rechenintensiver sein, zugleich aber die Produktivität nahezu jeder Person und jedes Unternehmens weltweit steigern.

„Vielen Menschen, die sich Sorgen über eine mögliche Blase im KI-Bereich machen, fällt es möglicherweise schwer, die Ausgaben nachzuvollziehen, weil sie die exponentiellen Verbesserungen übersehen, die wir in mehreren neuen Bereichen beobachten“, sagt Owen Hyde, Growth Equity Research Analyst bei Jennison. Dazu gehört etwa die Fähigkeit von KI-Systemen, Aufgaben am Computer selbstständig zu erledigen und längere, zusammenhängende Arbeitsaufgaben zu bewältigen. Wer von einem linearen Fortschritt ausgeht, unterschätzt möglicherweise, wie schnell sich die Fähigkeiten ausweiten können – und warum die Investitionsausgaben auf erhöhtem Niveau bleiben können, während sich das Spektrum der Möglichkeiten erweitert.

Andererseits ist auch klar, dass Menschen neue KI- und Softwaretools nur in einem begrenzten Tempo annehmen und nutzen können. Uns ist bewusst, dass zwischen den neuen Fähigkeiten der Modelle und der Art und Weise, wie die Mehrheit der Verbraucher und Unternehmen die Technologie derzeit nutzt, eine deutliche Lücke besteht. Selbst wenn der Fortschritt bei den Modellen heute zum Stillstand käme, gäbe es noch über viele Jahre KI-gestützte Verbesserungen von Softwareprodukten und eine schrittweise breitere Nutzung.

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