Bitcoin: Die „Mutter“ der dezentralen Kryptowährungen

Krypto-Experte Dr. Wolf Barth

1) Bitcoin (BTC) war die erste Form einer virtuellen digitalen Währung.

Anfang 2009 veröffentlichte ein mysteriöser Entwickler von Kryptowährungen (oder eine Gruppe oder ein Geheimdienst?) unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto, das erste Softwareprogramm, das die digitale Währung „Bitcoin“ einführte. Der Name Bitcoin setzt sich aus den englischen Begriffen Bit (binary digit) als Maßeinheit für die Datenmenge digital repräsentierter (gespeicherter, übertragener) Daten, und Coin (dt: Münze) zusammen.

2) Was ist Bitcoin?

Bitcoin entstand aus der Kritik gegenüber dem Banken- und Finanzsystem in der Krise 2008/2009.

Bitcoin ist ein innovatives Zahlungsnetzwerk und eine neue Art von Geld.“.

Bitcoin ist ein konsensorientiertes Rechnernetzwerk, das als digitale Geldeinheit und als Zahlungssystem funktioniert. Bitcoins werden dezentral in einem Rechnernetz mit Hilfe eigener Software geschöpft (errechnet), bestätigt und verwaltet. Überweisungen erfolgen von Rechnern über das Internet direkt zwischen zwei Parteien, so daß dabei keine zentrale und dazwischen geschaltete Abwicklungsstelle benötigt wird. Bitcoin ist deshalb mehr oder weniger „Bargeld für das Internet“.

Bitcoin ist jedoch nicht zu einer fundamentalen Revolution des Finanzsystems der kapitalistischen Gesellschaft initiiert worden.

3) Wie funktionieren Bitcoin und andere Krypto-Währungen

  • Sie werden in komplizierten algorithmischen Rechen-Prozessen auf (dezentralen) leistungsfähigen Computern geschöpft (Mining).
  • Sie werden aufgrund des verwendeten mathematischen Algorithmus` nur in einer begrenzten Anzahl Münzen (Coins) hergestellt und verwendet.
  • Sie werden dabei mit kryptographischen Technologien verschlüsselt und gesichert.
  • Sie werden in einem digitalen Protokoll (Blockchain) in der Erzeugung (Mining) und im Austausch (Transfer) exakt dokumentiert, bestätigt und verwaltet.
  • Sie werden von einem eigenständigen Rechnernetzwerk und nicht von privaten Banken oder Regierungen hergestellt und genutzt, wodurch sie einen von diesen Stellen unabhängigen Zahlungsverkehr ermöglichen;
  • Sie können von jedem Internet-Nutzer verwendet werden.
  • Sie können im Internet an speziellen Börsen mit staatlichen Währungen (wie Euro) gekauft und gegen andere Krypto- und Fiat-Währungen getauscht oder gehandelt werden.
  • Sie erhalten einen Marktwert aufgrund von Angebot und Nachfrage (und anderen Beeinflussungsfaktoren) in der digitalen Finanzwelt.
  • Sie können zum Kauf echter Waren und Dienstleistungen genutzt werden.
  • Sie können direkt auf andere Netzwerkteilnehmer (Adressen) anonym übertragen
  • Sie speichern die Guthaben der Teilnehmer in persönlichen digitalen Brieftaschen (Wallets).
  • Sie sind (für den Zahlungsverkehr) ernste Konkurrenten des alten Banken- und Finanz-Systems.

4) Bitcoin Steckbrief

NameBitcoin
SymbolBTC
BezeichnungA Peer-to-Peer Electronic Cash
Basis-TechnologieBlockchain, Peer-to-Peer-Layer
Entstehung03.01.2009
GründerSatoshi Nakamoto (unbekanntes Pseudonym)
Maximale Anzahl Coins21.000.000
Coins im Umlauf17.263.775  (Stand: 11.6.2019)
KonsensmechanismusProof-of-Work (PoW)
Aktuelle Blockbelohnung12,5 BTC
QuellcodeGitHub
White PaperBitcoin: A Peer-to-Peer Electronic Cash System

 

5) Welche Eigenschaften hat Bitcoin?

  • Bitcoin ist die erste funktionierende Kryptowährung, die Peer-To-Peer-Technologie nutzte, um ohne zentrale Autorität auszukommen, wobei die Bearbeitung von Transaktionen sowie die Ausgabe von Bitcoins kollektiv durch das Netzwerk übernommen wird.
  • Bitcoin ist einfach (direkte Bezahlung von Person zu Person)
  • Bitcoin ist freies Geld (volle Dezentralisierung, kein Staat und keine Bank hat Kontrolle darüber)
  • Bitcoin ist anonym (richtiger: „synonym“)
  • Bitcoin ist sicher (strenge Kryptographie)
  • Bitcoin ist schnell (im Vergleich zu internationalen Banküberweisungen)
  • Bitcoin ist günstig (minimale Kosten im Vergleich zu Bankkosten)
  • Bitcoin ist immer verfügbar (es gibt im Internet keine Feiertage)
  • Bitcoin ist Open-Source; das Design ist öffentlich,
  • Bitcoin gehört niemandem und wird von niemandem kontrolliert. Jeder kann teilhaben.
  • Durch viele seiner einzigartigen Merkmale eröffnete Bitcoin innovative Möglichkeiten für die Nutzung und für Geschäfte, die durch keines der bisherigen Zahlungssysteme abgedeckt sind.

6) Der Bitcoin-Weg

  • 2008wurde das Konzept von Bitcoin in einem Whitepaper von „Satoshi Nakamoto“ in einer Mailingliste über Kryptographie skizziert. Es ist bis heute nicht eindeutig bekannt, ob sich hinter diesem Namen ein Pseudonym, eine physische Person oder eine Gruppe von Menschen verbirgt.
  • Am Januar 2009wurden die ersten 50 Bitcoins erstmals technisch im entstandenen Bitcoin-Netzwerk geschöpft. Kurz danach wurde erneut mit dem Pseudonym „Satoshi Nakamoto“ die erste Version der Bitcoin-Referenz-Software auf derselben Mailingliste veröffentlicht.
  • 2010wurden die ersten Bitcoins öffentlich gehandelt. Ein Programmierer kaufte zwei Pizzen für 10.000 Bitcoins (heute zirka 70 Millionen €).
  • Mitte 2014waren insgesamt zirka 14 Millionen Bitcoins im Umlauf. Innerhalb von fünf Jahren erhielt Bitcoin einen gewaltigen Wertzuwachs, zeitweise wertvoller als Gold (über 1.200 $).
  • Mitte 2015werden Bitcoins für zirka 250 bis 270 $ verkauft.
  • Ende 2017 übersteigt der Bitcoinpreis zeitweilig 20.000 $
  • Mitte 2019 pendelt der Bitcoinpreis um 7000 $

 

7) Bitcoin und Altcoins

Die Bitcoin-Anhänger entwickelte die neue Kryptowährung über die Zeit weiter.

Einerseits führte dies zur harten Abspaltung von der Originalen Bitcoin Blockchain mit weiteren Bitcoin-Währungen (u.a. Bitcoin Cash und Bitcoin Gold – 2017)

(Lies hier mehr:)

Andererseits führte dies zu Lösungen, die über das originale Bitcoin-Konzept hinausführten. Heute gibt es eine Vielfalt von über 2.000 blockchainbasierten Kryptowährungen für verschiedenste kollektive Bedürfnisse:

  • dezentralisiert oder/und zentralisiert
  • anonym oder/und identifiziert
  • beweglicher Wert oder/und fester Wert
  • frei handelbar oder/und eingeschränkt
  • begrenzte Anzahl Coins oder/und variierbare Anzahl Coins
  • ungedeckt oder mit Deckung durch Edelmetalle oder Sachwerte
  • offene Kryptowährung oder geschlossen für Gemeinschaften mit Ökosystem

Bitcoin blieb der Maßstab für Kryptowährungen, weshalb alle anderen Entwicklungen

als „Altcoins“ bezeichnet werden: Alternative zu Bitcoin bzw. Alternative Coins.

 

8) Bitcoin widersteht extremen Diffamierungen 

Bitcoin erhielt von Beginn an immer wieder massive Anfeindungen:

  • Mitte 2014 gab es mindestens 11 Nachrufe auf den Tod von Bitcoin durch namhafte Journalisten.
  • „Bitcoin ist Betrug“ (Jamie Dimon, dem Chef der US-Großbank JP Morgan Chase)
  • „Bitcoin ist Müll“ (John Hathaway, Fondsmanagement Tocqueville Asset Management)
  • Der Bitcoin sei „Rattengift hoch zwei“, habe keinen Wert und würde „Scharlatane anziehen“ (Warren Buffett, Investorenlegende und „Bitcoin-Toxikologe“, 2018)
  • Bitcoins ist „Gefahr für die nationale Sicherheit“ (USA, 2013)
  • „Bitcoin ist eine Währung für Kriminelle“ – Geldwäsche, Drogenhandel, Diebstahl (Europol, 2015)
  • Bitcoin ist eine „Kombination aus Spekulationsblase, Schneeballsystem und Umweltkatastrophe“ (BIZ, 2018)
  • 2019 funktioniert Bitcoin jedoch immer noch und immer leistungsfähiger.
  • „Der Markt ist nach zehn Jahren erwachsen, und die Stimmen der Kritiker sind deutlich leiser geworden.“ (Oliver Flaskämper, Geschäftsführer Bitcoin.de)

 

9)  Bitcoin wird seit 2013 als Spekulations-Objekt akzeptiert

Im Oktober und November 2013 erfährt der Bitcoin seine erste große Blase und 2014 die erste großen Krise. Erst nach 2016 wurde Bitcoin mehr und mehr akzeptiert. Die Wahrnehmung des Bitcoins war seitdem immer auf dem Bitcoin-Preis und dem Kursverlauf gerichtet.

Gegen Ende 2017 entstand ein „Tsunami spekulativer Handelsaktivitäten“ (Thomas Glucksmann, Gatecoin Ltd., Hongkong), die größte Bitcoin-Spekulations-Blase erreichte 20.000 USD pro BTC. Der Marktwert der weltgrößten Kryptowährung lag damit bei 335 Milliarden US-Dollar und der Bitcoin-Kurs legte 2017 um mehr als 2.500 Prozent zu.

Diese Blase platzte Tage später, danach pegelte sich der Bitcoinkurs bis heute auf eine Schwankungsbreite ein. Diese Schwankungsintensität des Bitcoin-Preises (Volatilität) wird oft als Kritikpunkt genannt. Ausgerechnet die Deutsche Bundesbank warnte die Sparer vor Geldanlagen in der Kryptowährung. Der Bitcoin sei „ein Spekulationsobjekt„. Stimmt, wenn auch weniger als das private Fiat-Geld.

 

Aktueller Bitcoin Kurs (BTC) in Euro, Dollar und CHF:

https://cryptomonday.de/kurse/bitcoin-kurs-chart-und-rechner-eur-usd/

 

10) Bitcoin als eine neue Anlageklasse

Die Kryptowährung etablierte sich inzwischen zu einer neuen speziellen Anlageklasse (Asset).

  • Anleger suchen nach renditeträchtigen Investments (auch außerhalb des alten Finanzsystems).
  • Große Vermögensverwalter und Fonds nutzen Bitcoin & Co. immer mehr als alternative Anlageklassen (Assets), um ihr Portfolio zu sichern und zu diversifizieren
  • Institutionelle Investoren steigen jetzt in den Kryptomarkt ein. Dabei wird weitere Dynamik erwartet, wenn der Vermögensverwalter Fidelity in den USA seinen “Trading Desk” realisiert. Die Vontobel Bank aus der Schweiz hat das Marktvolumen des Bitcoin-Partizipationszertifikats deutlich angehoben.

Dabei ist der Wert der Digitalwährung Bitcoin im Wesentlichen jedoch auf Spekulation aufgebaut und hochriskant. Das hatte Bitcoin als Kryptowährung in einer Blase Ende 2013 schon steil in die Höhe gedrückt und 2017 erneut. Optimisten gehen von unglaublichen Preisen von 100.000 oder 250.000 USD pro Bitcoin (Mark Jeffrey) in den nächsten Jahren aus. Der deutsche Bitcoin-Experten Aaron König orakelt den Bitcoin (BTC)-Preis sogar bis auf 25 Milliarden Euro (Aaron König, 14.5. 2019) hoch: „Der Bitcoiner impliziert mit dieser Prognose, daß eine globale Hyperinflation auszubrechen droht, welche Bitcoin als einziges Geldmittel übrig läßt. Sollte Bitcoin tatsächlich weltweit alle nationalen Währungen ersetzen, wäre ein solch utopischer Preis womöglich gar nicht so unwahrscheinlich.“

11) Bitcoin als Fluchtwährung der Menschen zur Wertaufbewahrung

Das Bitcoin-Konzept überzeugt die Menschen mit seiner Funktion als Wertaufbewahrungsmittel. Vielenorts wird die Kryptowährung zur Diversifizierung des Vermögens gekauft, als Sicherheit gegen galoppierende Inflation oder Abwertung der eigenen Landeswährung.

Die wachsende Nachfrage und Wertsteigerungen bei den Kryptowährungen Bitcoin & Co. ist deshalb ein Ausweg oder eine Flucht aus den Fiat-Papiergeldern.

Heute gibt es in der Welt immer mehr

  • Aufmerksamkeit und Bewußtsein für Fiat- und Krypto-Geld sowie das Finanzsystem und dessen anstehenden Fundamental-Crash;
  • Tausch-Möglichkeiten (Fiat in Krypto);
  • technische Vereinfachung des Umgangs mit Kryptos;
  • kritische Anlässe in der weltweiten und nationalen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft für die Suche nach finanziellen Krisenlösungen (Vermögenssicherung, finanzielles Überleben bei Bankencrash).

Immer mehr Bürger tauschen ihr inflationäres nationales oder regionales Fiat-Geld in sicheres Kryptogeld außerhalb der staatlichen und Bankenkontrolle. Diese Nachfrage nach Kryptos stieg überall dort, wo es Problemen mit den Währungen der Nationalbanken gab – in Indien, Venezuela, Rußland, China, Türkei.

12) Staatliche Kryptowährung als Antwort auf USA-Sanktionen 

Bestimmte Staaten wie Venezuela, Iran, Rußland und China arbeiten an eigenen nationalen und goldgestützten Kryptowährungen als Antwort auf die wirtschaftliche Sanktions- und Isolationspolitik der USA.

Der auf Rohstoffen Venezuelas gestützte „Petro“ (2018) könnte als erste Kryptowährung eines Staates ein neues Zeitalter des globalen Finanzsystems einläuten. Allerdings werden mit diesem Konzept einer staatlichen Digital-Währung einige Wesens-Merkmale der Kryptowährung Bitcoin wie Anonymität, Dezentralität, Ausschalten der Kontrolle Dritter im Zahlungsverkehr aufgehoben.

13) Bitcoin ist noch kein alltägliches Zahlungsmittel

Bitcoin und andere Kryptos werden noch kaum als Zahlungsmittel genutzt.

  • In den westlichen Ländern gibt es (noch) keinen wirklichen Bedarf im Alltag dafür: Elektronische Banküberweisung, viel schnellere Bezahlung mit Kreditkarten sowie technische Kompliziertheit der Krypto-Nutzung halten die Menschen zurück.
  • In den sogenannten Entwicklungsländern schrecken die steigenden Transaktionsgebühren für kleine Alltagsüberweisungen (Micropayment) ab.

14) Der Bitcoin heute

  • Bitcoin ist heute weltweit Synonym für Kryptowährung
  • Bitcoin ist das bisher erfolgreichste Kryptogeld, obwohl es in der weltweiten Geldwirtschaft bisher nur ein Nischen-Zahlungsmittel
  • Bitcoin führt den Krypto-Markt bezüglich der Marktkapitalisierung an.
  • Bitcoin erwartet tendenziell eine enorme Wertsteigerung, da er ein auf 21 Millionen Coins begrenztes Gut ist. Diese Knappheit von Bitcoins sehen Experten als sein „ultimatives Wertversprechen“
  • Die Nachfrage nach Kryptos ist generell stark gestiegen.
  • Das Handelsvolumen der Kryptowährungen ist enorm gestiegen.
  • Bitcoin und andere Kryptowährungen drängen in die Welt und auf die Investmentmärkte, entwickeln gemeinsam einen „Krypto-Boom“.
  • Mit Bitcoin, den digitalen Währungen und ihrer Infrastruktur stehen wir erst am Anfang der Entwicklung. Einige Innovationen oder Disruptionen steht noch bevor. „Das ist erst der Anfang der Bitcoin-Rallye“ (Oliver Flaskämper)

15) Meine Empfehlungen:

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  • Investiere in Aktien eines Bitcoin-Unternehmens: Bitcoin Group Aktie – ist die Aktie der Bitcoin.de-Mutter

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