„Rankings stabil, Traffic minus 20 Prozent”: Warum Websites Besucher verlieren, obwohl die Platzierungen halten.

Marketingleiter mittlerer und großer Unternehmen beschreiben derzeit ein auffälliges Muster: Die Google-Rankings halten, die Besucherzahlen auf der Website sinken trotzdem, in vielen Fällen um rund 20 Prozent, manchmal mehr. Mare Hojc, Gründer und CEO von AN Digital, hört diese Konstellation jede Woche in Gesprächen mit zehn bis 20 Marketingleitern. „Fast alle sagen denselben Satz: Rankings stabil, Traffic minus 20 Prozent”, so Hojc.

Das Ranking ist nicht mehr der ganze Weg zum Kunden

Nach Einschätzung von AN Digital liegt die Ursache häufig nicht in der Platzierung, sondern davor. Kunden und Einkäufer holen sich Antworten zunehmend in ChatGPT, Perplexity oder Google AI Overviews. Viele dieser Antworten führen zu keinem Klick. Die Website verliert Besuche, ohne dass sich an der Position etwas ändert.

Auch die Zahlen zur Kaufrecherche deuten in diese Richtung. Laut einer im März 2026 veröffentlichten G2-Befragung (Quelle: G2) von gut 1.000 B2B-Softwareeinkäufern beziehen 71 Prozent KI-Chatbots in ihre Recherche ein. 6sense (Quelle: 6sense) stellte 2025 in einer Befragung von mehr als 4.000 B2B-Einkäufern fest, dass rund 61 Prozent der Buying Journey abgeschlossen sind, bevor ein Anbieter kontaktiert wird.

Wer in der Antwort steht, steht meist schon vorher fest

Eine Analyse von AN Digital und Peec.ai (mehrere Millionen KI-Zitate, über 11.000 Prompts, eigene Projektdaten, nicht extern verifiziert) zeigt: Die zehn meistgenannten Marken einer Branche halten über alle Phasen der Entscheidung konstant rund 25 Prozent aller Markennennungen. KI-Systeme entdecken Anbieter also nicht im Moment der Kaufentscheidung. Sie bestätigen, was zuvor als Referenz verankert wurde. „Es ist kein Content-Problem. Es ist ein Architektur-Problem”, erklärt Hojc.

Drei Schritte statt pauschaler Gegenmaßnahmen

AN Digital empfiehlt Marketingleitern, bei sinkendem Traffic in dieser Reihenfolge vorzugehen:

→ Ursache eingrenzen: Welche Seiten und Themen verlieren Besuche, und wo bleiben die Rankings stabil? Besuche aus ChatGPT lassen sich in der Webanalyse über den Parameter utm_source=chatgpt.com erkennen (Quelle: OpenAI Help Center). Bing Webmaster Tools zeigt in der Vorschau „AI Performance” Zitationen in Microsoft Copilot (Quelle: Bing Webmaster Blog, Februar 2026).
→ Sichtbarkeit in Antworten messen: Ein festes Set an Kernfragen der Zielgruppe, wiederholt abgefragt über mehrere KI-Systeme. KI-Antworten schwanken zwischen Durchläufen, ein einzelner Screenshot beweist nichts (Quelle: arXiv, „Don’t Measure Once: Measuring Visibility in AI Search”, April 2026).
→ Architektur aufbauen: Maschinenlesbare Fachinhalte, eindeutige Verankerung der Marke und Bestätigung durch unabhängige Drittquellen. Das ordnet das AIVA Framework von AN Digital in vier Ebenen: Ingestion Infrastructure, Entity Authority, Semantic Context und Citation Influence.

„Screenshots sind kein Reporting. Wer Sichtbarkeit steuern will, braucht eine Basismessung und einen festen Rhythmus”, so Hojc.

Ein Beispiel aus der Beratungspraxis

Die De Martin AG, ein Schweizer Industrieunternehmen für Oberflächenbeschichtung, war trotz 80 Jahren Erfahrung in KI-Systemen kaum präsent. Nach einem AIVA Architecture Sprint stieg die AI Visibility von 7,2 auf 17,2 Prozent, der Share of Voice von 21,7 auf 32,9 Prozent (von Rang 3 auf Rang 1). Die durchschnittliche Antwortposition verbesserte sich von 5,3 auf 3,4, und das Unternehmen ist bei 21 von 25 Kernfragen präsent. Gemessen wurde mit Peec AI über ChatGPT, Perplexity und Google AI Overview im rollierenden 30-Tage-Fenster von Januar bis 7. Juli 2026. Das Beispiel steht für ein einzelnes Projekt und ist kein Versprechen.

AIVA Architecture Sprint als Einstiegspunkt

Für den strukturierten Einstieg bietet AN Digital den AIVA Architecture Sprint an. Er umfasst:
→ eine Diagnose der aktuellen KI-Sichtbarkeit,
→ einen Architektur-Blueprint für AI Visibility,
→ eine priorisierte Roadmap für die nächsten Schritte.

Über AN Digital

AN Digital ist eine auf AI Visibility spezialisierte Beratung und versteht sich als AI Visibility Architekten. Im Unterschied zu GEO-Agenturen, die Content und einzelne Prompts optimieren, baut AN Digital die strukturelle Architektur, die darüber entscheidet, ob eine Marke in KI-Systemen als Referenz verankert ist. Grundlage ist AIVA (AI Visibility Architecture), ein eigener Standard, der erklärt, warum manche Marken in ChatGPT, Perplexity, Google AI Overviews und anderen KI-Systemen sichtbar sind, und andere nicht.

Auf dieser Grundlage berät AN Digital Unternehmen dabei, die Architektur ihrer AI Visibility zu analysieren, strukturelle Defizite sichtbar zu machen und daraus klare Prioritäten, Blueprints und Roadmaps abzuleiten. Im Fokus stehen nicht isolierte Maßnahmen, sondern ein strategischer Ansatz an der Schnittstelle von Marketing, Content, Daten und Governance.

AN Digital arbeitet vor allem mit Unternehmen, die AI Visibility nicht nur beobachten, sondern strategisch aufbauen und steuern wollen. Der Schwerpunkt liegt im DACH-Raum, darüber hinaus unterstützt das Unternehmen Kunden im englischsprachigen Markt. Zu den Kunden zählen unter anderen McDonald’s, HelloFresh, Volvo, SOB und Midnight Foundation.

Gegründet hat AN Digital Mare Hojc, ein ehemaliger Profihandballspieler, der unter anderem Erfolge in der Champions League mit Bregenz, bei der Europameisterschaft mit der österreichischen Nationalmannschaft und in der 1. Deutschen Bundesliga feierte. Mare Hojc ist ein gefragter Autor und Speaker.

Schreibe einen Kommentar