Warum nicht einfach mal einen Investementclub gründen?

sparschwein geld girokonto sparzinsenWer kennt nicht die ganzen Finanzhaie, Vermögensberater, Banken etc., die statt vernünftig und effizient zu beraten viel lieber an des Geld des Anlegers wollen. Hohe Gebühren, schlechte Beratung und vieles mehr müssen nicht immer sein. Eine Alternative zur klassischen Anlage ist der Investmentclub.

Aber was ist das eigentlich ein Investmentclub? Wie funktioniert er? Und was gilt es zu beachten?

Investmentclubs, auch Aktienclubs, Wertpapierclubs oder Anlegerclubs genannt, sind aus privaten Anlegern bestehende Vereinigungen, die das Ziel der gemeinsamen Geldanlage verfolgen. Sie stellen für Gründer eine interessante Möglichkeit dar, größere Summen an Geld zu akquirieren und es mithilfe des gemeinsamen Wissenspools für seine Anleger rentabel in Aktien anzulegen.

‚Es ist ganz einfach, einen Investmentclub zu gründen. Meist sind diese als Gesellschaft des bürgerlichen Rechtes organisiert. Eine solche GbR bedarf weder Vertrag noch sonst was. Gemäß des BGB reicht für die Gründung einer GbR bereits der Zusammenschluss mehrere Personen zur Erfüllung eine bestimmen Zweckes. Die Gründung vollzieht sich ohne Handelsregistereintrag und zu dem meist formlos. Mit anderen Worten so bald sich die Mitglieder einig sind, geht’s los!


Der Investmentclub ist keine neue ‚Idee, bereits 1898 erkannte ein einfacher Farmer das Potenzial der Industrie. Nur hatte er selber nicht genug Geld  um agieren zu können, so überzeugte er Freunde und Verwandte von seinen Ideen der gemeinsamen Investition. Dabei hegte er von Anfang an die Idee, nicht nur Kapital anzuhäufen, sondern auch Vorschläge und Ideen aus seine Investorengruppe. Er hatte schon damals eine Vorstellung vom modernen Begriff der Schwarmintelligenz.

Laut DSW, der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V., selbsternannter Repräsentant der Investmentclubs seit 1963, gibt es allein in Deutschland mittlerweile über 7.000 solcher Clubs. Der Vorteil für Anleger: aufgrund des engen Kreises und des gemeinsamen Agierens und Wissensaustausches sinkt die Schwelle für den “Otto-Normal-Verbraucher” sich mit Themen wie Börse, Aktien und Anlagestrategien und deren Zusammenhängen auseinanderzusetzen. Somit steigen die Chancen auch für Neulinge sich wertvolles Wissen anzueignen, mit geringen Einsätzen ein attraktives Investmentportfolio und auf diese Weise z.B. eine zusätzliche Altersvorsorge aufzubauen.

Unterschieden wird dabei nach regionalen und überregionalen Clubs. Bei den regionalen Clubs kennt man sich zumeist untereinander. Überregionale Clubs sind weiniger persönlich und verfügen über teils hunderte von Mitgliedern. Im Gegensatz zu Investitionen in Fonds, die mit relativ hohen Mindesteinlagen und Gebühren behaftet sind, bietet ein Investmentclub die Möglichkeit durch die Zusammenführung der Einzelsummen der Anleger das benötigte Geld aufzubringen. Weitere Vorteile von Investmentclubs liegen in der Risikostreuung und der Gebührenoptimierung. Denn die meisten Banken berechnen diese degressiv über die Einkaufsmenge.

Das Berufs- und demographische Spektrum vieler Investmentclubs ist derart unterschiedlich und breit, dass genau dieser Aspekt von vielen Mitgliedern im Endeffekt ebenfalls als großer Vorteil von Investmentclubs angesehen wird. So schreibt die GWW, eine ehemaliger Investmentclub aus Wiesbaden, auf Ihrer Webseite: “Gerade die berufliche Vielfalt und die mit dem unterschiedlichen Lebensalter verbundenen Lebenserfahrungen tragen wesentlich dazu bei, Investitionsentscheidungen aus verschiedenen Blickwinkeln beurteilen zu können.”

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